Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 6 (18.1.1900)
- Date
- 1900-01-18
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2446951-2449049-2449056--49917-2500369- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
12 Sekretär: Kommis: Lehrer : Diener: Zimmerfrau: Kinderfrau : Köchin: Magd: Binjamiu, Ladet Meyer Weyl Raphael Gugenheim Löw Keyla Leva Fegla Guttele (17 Personen) 4. Wolff Levy, Schwiegersohn Frau: Söhne Töchter: I Pensionärin]: Lehrer: Diener: Kindermädchen: Köchin: Magd: Demnach wohnten in Familien mit 68 Personen Minette Marx Wolff Daniel Emanuel ' Levy Beer l Brendele ] Bella Rebecka Meyer Beer Emanuel Nathan Hanna Mentela Rechella Edel (15 Personen) Strassburg vier VI. Wenn Certbeer bei der Regierung in nicht minder hohem Ansehen stand, als bei seinen Glaubensgenossen, so ist dieses seinem gemeinnützigen Wirken zuzuschreiben, das mit fester Willensstärke und zäher Ausdauer in der Verfolgung der vorgesteckten Ziele verbunden war. Aber auch der Edelmut seines Charakters und die Vornehmheit der Gesinnung verschaffte ihm die Sympathie der Mitlebenden. Ein Vorkommnis in seiner Lebensgeschichte mag hiervon Zeugnis geben. Oerfbeer war Pächter des Judenzolls in Strassburg seit 1763. Die Erhebung dieses Zolls erforderte die Anwesenheit einer gewissen Anzahl von Personen, die natürlich alle aus Oerfbeer’s Familie genommen wurden. Hierdurch enstand in Bischheim eine gewisse Rivalität zwischen Cerfbeer und Isaac Lehmann (bekannt unter den Namen Reb Leime4). Letzterer hatte für den Zoll in Strassburg abonniert; Cerfbeer verdoppelte infolge einer unbedeutenden Streitsache den Abonnementspreis. Hierdurch wurde die zwischen Beiden herrschende Abneigung noch erhöht, was zur Folge hatte, dass Lehmann bei der nächstfolgenden Verpach- 4) Grossvater des Babbiners von Bel fort gleichen Namens. tung des Judenzolls a. 1783 als Mitbewerber'aultrat und schliesslich die Pacht einem Nichtjuden zufiel. Hierüber geriet Cerfbeer in grosse Aufregung und brachte es dahin, dass sein Schwager David Sinzheim (s. o. S. 2), der damals noch jung und unüberlegt war, über Lehmann wegen des Schadens, den er einem Glaubensgenossen zugefügt hatte, den Bann verhängte. Lehmann liess sich dieses nicht gefallen, und appellierte an den Gerichtshof in Frankfurt, der die Entscheidung Sinzheim’s aufhob und Oerfbeer dazu verurteilte, Lehmann öffentliche Abbitte zu leisten. Der Rabbiner von Niederelinheith wurde beauftragt, den Beschluss des Frankfurter Gerichts öffentlich in der Synagoge zu verlesen. Oerfbeer unterzog sich bereitwillig dem Urteile und entschuldigte sich bei Lehmann auf die edelste und rührendste Weise. Die ganze Streitsache hatte den glücklichen Erfolg, das sämtliche Elsässer Juden beschlossen, zur Aufhebung des Judenzolls die nötigen Schritte zu thun. (Fortsetzung folgt.) Zur Geschichte der Juden in Worms. I. Die Zerstörung von Worms im Jahre 1689 und ihre folgen. (Fortsetzung.) Aus der Zeitlitteratur teile ich ein von einem Augenzeugen der Zerstörung verfasstes höchst selten gewordenes jüdisch-deutsches Klagelied mit, das Cat. Bodl. No. 3677 aufgeführt ist und folgendermassen lautet: pnn pc jxbp wa p^x «ETWA P”F ‘('«ne pc ppnir '21 21 pr» VX 2>y X'T! .paaXß [X T« »»"Bin i*C T8 iX^>p “'jn oxn xn x'n 'Jix .paaa'a lat mpnp r6\np xh tra icrb “tiy pxo ♦ n^ae pyna »ui pn ns’x pn i’o xi xnc paai^ö craityn rauo cx 2 vrx . pey ix paa»ßa |x psy p:n tc a x ♦ poyra -nn ca . x'H rx nsiat *iyuiyna *ia pzn :(W ra w by »a*y fy-i (2 tosr-a: d*x paxn xiwin pc rrnty xh ) a 2X twa Xi pan xn ,(3frpts;x wpe pc *) Die gleiche Melodie ist auch Gat. Bodl. Xo. 3644 verzeichnet. 2) haben ihm gebracht :t) entgegen.