Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 94 (27.11.1899)
- Date
- 1899-11-27
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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- Banat 1× ep/1272623
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WWWWMWWWWW 1952 Die meisten Gänse nach Deutschland lieferr» die Banat und das torontüler Comitat; unglücklicher Weise gehört aber der überwiegend größte Theil jüdischer Gemeinden dieser Comitate dem neologen Judenthum an. Angesichts des großen b-v-r-, der um ihn herum sich ausbreitet, hat der Rabb. Herr S. Krausz, Nagy-Szent-Miklös es sich zur Aufgabe gemacht, das zum Versand bestimmte Geflügel nicht allein persönlich zu beaufsichtigen, sondern den ganzenExport selbst zu besorgen, um so Ungehörigkeiten, die sich vielfach nach der -ms erfolgten rror,v einstellen, vorzubeugen. Herr Rabbiner Krausz ist in Ungarn zu bekannt, als daß wir sein rpn und seine Gelehrsamkeit hier anzupreisen brauchten. Dieses Eingreifen zur rechten Seit am rechten Ort, kennzeichnet ihn zur Genüge. Er ist thatsächlich cmn xat nsio. Uebrigens giebt das Preßburger p jto über ihn die vorzüglichste Auskunft. Ohne irgend einer anderen gleichfalls als vertrauenswerthe Bezugsquelle zu schaden, sei hier auf die besprochene hingewiesen. Selbst die /v p"ne pmrn mögen sich vertrauensvollst an genannte Adresse wenden, D'pnaf Frankfurt a. M., 24. Nov. Wie in diesen Blättern schon in gedrängter Kürze mitgetheilt wurde, haben wir in hiesiger Stadt den Tod einer Frau zu beklagen, deren Ruf weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus gedrungen ist und deren Heimgang die schmerzlichsten Empfindungen in der Brust all derer weckt, die das Glück hatten, mit der Verstorbenen in Berührung zu kommen. Frau Julie Bamberger, Tochter des allbekannten Kolmarer bin fPp Pjtorc rnbe» n ,n, Gattin des seiner Familie und seinen Mitmenschen leider so früh entrissenen b*» umyeoKa ^pyr n ist nicht mehr. In der Nacht auf ’bsz '' n er hat sie nach kurzem Kranksein ihre glänzende, irdische Laufbahn beschlossen, um sich mit denen zu vereinen, deren herrliches Vorbild ihr auf ihrem ganzen Lebensweg Ziel und Leitstern gewesen. Und wahrlich, in welch' herrlicher Weise bewährte sie sich stets als die Tochter solcher Eltern, als die Gattin eines solchen p'iL. Als sie vor nunmehr 14 Jahren den herbsten Schmerz erfuhr, als ihr nach allzu kurzem Eheglück der Gatte entrissen wurde und sie mit acht unmündigen Kindern zurückließ, da war es ihre felsenfeste nrex auf "on den dwjv 'ex, die sie aufrichtete und ihr den Weg zeigte, den sie zu gehen habe. Und wie wurde sie ihrer Doppelpflicht, den Kindern Vater und Mutier zugleich zu sein, gerecht! Wie verstand sie es, ihre Kinder für unsere heilige r\r,n zu begeistern, den Samen echter nun' in die jugendlichen Herzen zu streuen, der sich heute zu reicher Frucht entfaltet hat. Sie wußte die Strenge mit der Milde zu paaren und nie ließ sie das Herz über die Vernunft siegen. Und ihr Haus! Ein ir»pB fürwahr! Mit welcher Gewissenhaftigkeit sie über die nnnv dieses Hauses wachte! Da gab es kein Wanken und Nachgeben, keine modernen Concessionen, wie man sie in heutiger Zeit so oft antrifft. Wie konnte sie sich ereifern, wenn sie hörte, daß ein altjüdischer jnj», und war es auch der scheinbar unbedeutendste, aus Bequemlichkeit oder Leichtsinn vernachlässigt wurde. Und ihre große Gastfreundschaft, in welcher Weise sie dieselbe zu bieten verstand! Wie sie sich freute, wenn Gäste in ihr Haus eintraten und wie die Gäste sich freuten, bei ihr zu Gast sein zu dürfen. Wahrlich, von ihrem Hause konnte man sagen bs Vor VV pan. Seit einigen Jahren war sie thätiges Mitglied v'nvn nVcn men bv. Da gab es für sie keinen Unterschied in der Stunde, wenn sie gerufen wurde, war sie zu gehen bereit, und häufig siegte der feste Wille, die größte aller niLv zu üben, über eine Unbehaglichkeit. Und daß sie auch nen nVw an den Lebenden zu üben wußte, davon weiß mancher verschämte Arme zu erzählen. Wohl nur selten hatte sich jemand einer so allgemeinen Verehrung zu erfreuen, wie es bei dieser Frau der Fall war. Nicht nur Diejenigen, die auf demselben Boden mit ihr standen, dem Boden unsrer hl. nun, waren mit Hochachtung ihr gegenüber erfüllt, sondern auch Jene, die ihr in religiöser Beziehung schroff gegenüber standen, bewunderten ihr unentwegtes Festhalten an unseren theuersten Gütern, und ihr Bestreben px in oy nun zu vereinen. Wenn die treue Dahingeschiedene allen, die sie kannten und namentlich ihrer Familie auch allzufrüh entrissen wurde, so liegt doch Trost in dem Bewußtsein, daß ihr Leben eine fortgesetzte Kette von n'tpya war und sie in der kurzen Reihe von Jahren, die ihr beschieden waren, alles das geleistet hat, was ein Mensch zu leisten im Stande ist. Möge ''B>n der schwergeprüften Familie eine baldige nen: schicken und das rrex nar ihr in allen Lebenslagen beistehen. fax. Köln, 22. Nov. Die Bezirkskonferenz des „westdsch. Vereins jüdischer Lehrer" hatte sich eines guten Besuches zu erfreuen und wurde um 2*2 Uhr mit einer Lehrprobe des Kollegen S u l m a n n— Köln, „Pentateuchübersetzen auf der Mittelstufe" eingeleitet. Nach Beendigung desselben begab man sich in die Aula der Neligionsschule der jüdischen Gemeinde, die zu diesem Zwecke freundlichst zur Verfügung gestellt worden ist, woselbst der Vorsitzende Kollege G old schm idt—Köln allen Erschienenen, insbesondere Herrn Wildberg, Vors, der Schulkommission, herzliche Worte der Begrüßung widmete. Auf die Wichtigkeit des Religionsunterrichts im allgemeinen hinweisend, hob der Vorsitzende die mannigfachen