Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 87 (2.11.1899)
- Date
- 1899-11-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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WW 1808 Dr. A. Koh n—Jchenhausen im Namen des bayrischen Rabbiner-VerbandcS dem teuren Amlsbruder den Dank aus für die treue Mithilfe und Mitwirkung bei allen gcmeinfamen Bestebungen und für die Kollegialität, die ihn stets auszeichnete. Herr Rabbiner Dr. Marx—Darmstadt lehnte feine trefflichen Ausführungen an die Talmudstelle: |ö ibbj p<nst» nwa ms-ip1? D'S2 D'5«So bw rwo cbijn. Wenn der Fromme stirbt, ziehen ihm drei Klaffen von Engeln entgegen, die eine spricht afan S2\ die zweite mm cni22e»v by, die dritte iroi “j^n. Der Redner suchte den Sinn an dem Leben des frommen Hingeschiedenen klar zu machen und brachte damit das Gleichniß mit den drei verschiedenen Freunden des Menschen in Verbindung. Er führte aus, daß bei dem wahrhaft Frommen keiner der drei Freunde in der Fürsprache bei Gott zurückbleibt,- denn er weiß auch von den materiellen Besitzthümern den rechten Gebrauch zu machen, so daß er sich auch mit diesen Verdienst für die Ewigkeit erwirbt; er erfüllt feine Pflichten in der Familie, im Nahen und Fernen, so daß auch sie die Zeugen seines Verdienstes sind; und endlich ist ihm der dritte Freund önwoi mm n'2iB auch im Leben das geschätzte und gesuchte. So wird b'i imnaio vb n»o -21 in allen drei Freunden seine Fürsprecher haben, er hat sie alle durch treue Pflichterfüllung über das Leben hinaus für sich gewonnen. Herr Lehrer St ein b erg er—Kissingen vertrat die Lehrerschaft des Districtes. Er hob vor allem den Pflichteifer des edlen Mannes in der Wahrung des Religionsunterrichts hervor, den heiligen Ernst für die Sache, die Milde und Freundlichkeit gegenüber dem Lehrer, um so mit Güte und Klugheit für die Pflege der Gotteslehre und des religiösen Sinnes in der Schule einzutreten und zu wirken. Die Schule war ihm der herrliche Garten seiner Wirksamkeit, die Kinder die edle Pflanzung, an der er die schönsten Früchte seines Strebens zu sehen hoffte. Darum lege die Lehrerschaft seines Districtes den unverwelklichen Kranz der Dankbarkeit und Verehrung an seiner ehrwürdigen Ruhestätte nieder und werde ihm ein treues, ehrendes Andenken bewahren. Auch Herr Rabbinats-Cand. A n s b a ch e r—Nürnberg rief dem Jugendfreunde unter Anwendung der Stelle s mm nps> 12 n ns "p:n Worte der Anerkennung und Liebe nach. Endlich ergriff auch der Neffe, Herr Districts-Rabbiner Dr. S. Bamberger— Burgpreppach das Wort und dankte dem theuren Entschlafenen für das, was er dem engeren Kreise, namentlich den jüngeren Mitgliedern der Familie gethan und gewesen. Ganz besonders verliere er, der Redner, und feine Geschwister nicht nur den Onkel, sondernden zweiten Vater, denn väterlich war er für die so frühzeitig verwaiste Familie besorgt, ihm verdankte er den Ansporn zum heiligen Berufe, in ihm sah die Familie das Ideal hingebender Frömmigkeit, äußerster Bescheidenheit und treuester Pflichterfüllung, und diesem nachzustreben, war ihre schönste Aufgabe und wird es bleiben. Damit schloß die erhebende Feier, die Zeugniß ablegte, von der allseitigen Beliebtheit des Mannes, von der Anerkennung seiner Wirksamkeit und der hohen Achtung, in der er bei Nah und Fern stand. Sie war aber auch ein otwr «mp, denn es zeigte sich, wie aufrichtige Frömmigkeit, strenge Gewissenhaftigkeit, reims, edles Streben, Tugenden, die am herrlichsten auf dem Boden der mm gedeihen, den Weg zum menschlichen Herzen finden und sich die allgemeine Achtung und Anerkennung erringen. Das war der tiefe Eindruck, den die große Feier auf jeden machen mußte, und der Gefammtverlauf derselben legte das sprechendste Zeugnitz für den Dahingeschiedenen ab sin pnx cs ms bv nccnc. Möge auch die schwergeprüfte Familie hierin Trost und Stärkung finden und ihr herbes Geschick ergeben ertragen; möchte sie bedenken, daß die Frommen auch im Tode lebend genannt werden, das sein noi ihr beistehen werde und daß sein Geist, den er tief in sie eingeprägt, in ihr fortlebt. Auch der verwaisten Gemeinde möge in dem Gedanken Trost werden, daß der Heimgegangene noch in seinen Schöpfungen und Werken fortlebt, möchte es ihr aber auch gelingen, in dem Nachfolger den Mann zu finden, der deffen Geist forterhält und in besten Sinne fortwirkt! Das Andenken Rabbi Moses Bamberger aber bleibe, stets ein gesegnetes 71212*? p'*llt 121! Zeitungsnachrichten und Correfpon-errzerr Deutschland. Berlin, 29. Oct. Aus dem Bureau des Deutsch- Israelitischen Gemeindebundes erhalten wir folgende Zuschrift: Anschließend an frühere Mittheilungen betreffend die Arbeiten der „Commission zur Bekämpfung der Wanderbettelei" sind wir heut in der Lage über wichtige Fortschritte zu berichten. Es ist gelungen, die von Herrn Oberamtmann Ludwig I. Meyer an die schenkungsweise Ueberlastung eines Terrains von circa 5 Morgen in Weißensee bei Berlin geknüpfte Bedingung, daß der Deutsch-Israelitische Gemeindebund die Mittel zur Errichtung der nöthigen Baulichkeiten und Betriebsmaschinen beschaffe, zu erfüllen. In einer der höchsten Anerkennung und des lebhaftesten Dankes würdigen Weise hat der Verwaltungsrath der Jewish Colonization Association (Baron