Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 87 (2.11.1899)
- Date
- 1899-11-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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1807 N. Bamberger—Würzburg schmerzerfüllt das Wort und beklagte den schweren Verlust für die Familie, fü? die Gemeinde und für ganz bvnar. Mit der en-iv-Stelle: by ntt>BJ nx ntwj /ro anan rvnbv by bntr” bv'< D'jm by , mim „Für drei Dinge hat Moses fein Leben hingegeben, für die rmn, für die Gerechtigkeit und für Israel" suchte der Redner das Leben und Streben des Verblichenen zu kennzeichnen; er lebte und mühte sich eifrig ab in der nnn, wirkte für deren Verbreitung und Beobachtung; er eiferte für die Gerechtigkeit; kein Unrecht, kein Falsch berührte fein Herz, materielle Vortheile suchte er nicht, rechtlich und selbstlos war all fein Thun und Wollen; er lebte für fitzte seine Lebenskraft ein für das Wohl seiner Gemeinde, seines Distriktes, des bxnv' ^?a. So war fein Leben der heiligen Sache gewidmet und so hat er vorzeitig sein Tagewerk vollendet, um nun den süßen Schlaf des treuen Arbeiters zu genießen und den reichen Lohn von dem göttlichen Werkmeister zu empfangen. Als folgender Redner begann in bekannter Meisterschaft und tief ergriffen Herr Rabbiner Dr. Breuer—Frankfurt seinen nsan mit den Worten: Auf die Stelle innna .nn B’an bemerkt der iptb: pnat rvn wo nynr^nna ,n * n 13 „Bei wem die Schrift das Wörtchen nn zu seinem Lobe gebraucht, der war ein Frommer von Anbeginn bis zu feinem Ende." Das nun könnte man von dem ncorr sagen; er war ein pnrr von seiner Kindheit an, als er unter dem Einflüsse seines großen Vaters stand, bis zu seinem Ende, bis zur vollen Lösung seiner Lebensaufgabe, bis er das große Werk der Selbflveredlung an sich vollbracht und auch in den Kreisen Gutes und Heilsames bewirkt, in die sein Einfluß gedrungen. Er hat wie Wenige das Wö tchen rvn, das Gewesensein, das Sein und das Werden in der ganzen Bedeutung für den Menschen begriffen und zu erstreben gesucht. Danach lebte und wirkte er in der Familie, in seinem Berufskreise, so auch in ferneren Kreisen. Wo nur immer es der öffentlichen Wohlthätigkeit, dem Gemeinwohl, dem Anschlüsse an das Ganze galt, da war Rabbi Mof. Löb Bamberger der ersten einer. So war er ein eifriges Mitglied der freien Vereinigung für orthodoxe Interessen, so in wirksamster Tyätigkeit bei jeder Veranstaltung zum Besten unseres Volkes und der Hilfsbedürftigen; ganz besonders machte er sich um leidende Arme, die an den Heilquellen von Kiffingen Genesung und Linderung suchten, verdient, und das Bestehen von Hilfskaffsn für dieselben ist fein Werk. Er selbst aber bildete eine lebendige Quelle unausschöpflechen Wissens in der nnw, aus der er freudig Labung und Stärkung spendete. Auch ihm, dem Redner, habe er so oft damit zur Seite gestanden und lies müsse er die Entbehrung beklagen. So stehe er heute am Grabe des Bruders dessen, den er vor noch nicht langer Zeit mit gleichen Gefühlen beklagte, 'b onap an zwei Gräbern die gleiche Klage. Ja, der nsam war ein Mann, von dem man mit David sagen konnte iaaba nvx nam. Wohl Mancher spricht die Wahrheit aus, aber nicht aus innerer Ueberzeugung, ein anderer fühlt die Wahrheit im Herzen, hat aber nicht den Muth, sie laut zu verkünden, sie ohne Scheu und Furcht zu sagen; Rabbi Mos. Löb Bamberger aber war von der Wahrheit tief überzeugt und er sprach sie auch laut und ohne Furcht aus. Hierin zeigte er sich stark nnxa pan, nun er ruht, flößt er uns noch in dieser Ruhe Achtung vor seiner Löwenstärke ein. Damit schloß Herr Dr. Breuer feine längere, wahrhaft erschütternde Trauerrede. Trauererfüllt nahm nun der Schwager, Herr Dr. Ta ch au er — Würzburg das Wort mit der Schriftstelle: “pa* ^an n am ney -pvBv^. Auch bei Deinem bbwj halten wir uns aufrecht, denn wir alle sind Deine Knechte, wir nehmen willig und ergeben Deine Zuschickungen hin. Doch der Verlust ist um so größer, je mehr wir uns das entschwundene Leben vergegenwärtigen. In den viermaligen a»n nn am, das wir bei verschiedenen Vorgängen in der nmn finden, lassen sich auch vier Stufen in der idealen und sittlichen Größe des nasm ausfinden. Das axya nj xa nn arn bezeichnet den Muth und den Kampf gegen die hereinstürmenden Fluthen der Leidenschaften und Begierden, Verführungen und Anforderungen der Zeit, muthig und fest schloß er sich gegen diese ab, sie konnten nicht verderbend an ihn herantreten; ennax Vitaa nn am awa bezeichnet die Erhebung über alles Sinnliche, bezeichnet die offene, freie Betätigung aller göttlichen Gebote ohne Rücksicht auf Gefahr, ohne Scheu vor der Welt; anxvv ix*' nn am asrya bezeichnet das Eintreten in die geistige Freiheit, die Hingebung an diennn, die Bildung des Geistes in ihr und durch sie nnna paw 12 x^x pm;a px und endlich bezeichnet da- ^>x r\by nvxb rin am mö» nn cnayn nn die Vollendung der menschlichen Aufgabe, den Höhepunkt alles Streben» und Wirkens. So suchte der Dahingeschiedene in all diesen Stufen eine Vollen ung und als er sich auf der Höhe dieses Ervenwallens, anayn nn by auf dem Berg der Vergänglichkeit befand, da schwang er sich zu dem rein Geistigen empor. Auf ihn ließe sich auch das talmuoische Bilv von dem kundigen Töpfer anwenden, der nicht die schwachen Töpfe durch Anschlag probte, sondern an dem reinen Klang der guten Töpfe die Festigkeit und Dauerhaftigkeit seiner Maare zeigte. Auch Vt nynpaoxa a'b nro 'an zeigte sich stets als der feste Charakter, unerschütterlich in. Wem- Gottvertrauen, und feine Stimnw war. M7.MlWne .der Wahrheit, des unverfälschten Glaubens. Als nächster Redner sprach Herr Distriktsrabbiner