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Der Israelit · 1899-12-07 · Heft 97 (7.12.1899) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 97 (7.12.1899)
Date
1899-12-07
Page
– (sequence 26)
Language
German
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6 hervor, die, unter ihren Zeitgenossen mit Ruhm und Verehrung genannt, von der Nachwelt unter die Grossen Israels eingereiht wurden. Carmoiy hat in seiner Schrift rw ’J-i ö’anjm (Rödelheim 1861) die Genealogie der Familie bis in die kleinsten Abzweigungen verfolgt; seine Details sind freilich stets mit grosser Vorsicht, zu benützen, Zum hundersten Geburtstage des berühmtesten Trägers dieses Namens, des Oberrabbiners Salomon Jehuda Löb Rapoport in Prag, hat mein theurer Freund, der dein Judenthum und der jüdischen Wissenschaft leider so früh entrissene Prof. David Kaufmann inPestli, eine Festschrift redigirt, die im Verlag der „östr. Wochenschrift“ des Reichstagsabgeordneten Dr. Bloch erschienen ist. Wir wollen hier die bekannteren Rabbiner in Deutschland vorführen, die den Namen Rapoport tragen, I. Baruch Kohn Rapoport, Rabbiner in Fürth, war der älteste Sohn des Vorstehers Moses Maier Rapoport in Lemberg (der ein Bruder des dortigen Rabbiners Simcha Rapoport war). Er war ca. 1688 in Lemberg geboren. Schon als Jüngling war er unter seinen Altersgenossen hervorragend, so dass er schon in seinem achtzehnten Lebensjahre (1706) in W i 1 n a als Talmudlehrer Anstellung fand. Hier blieb er viel? Jahre, bis er im Jahre 1710, einige Zeit nach dem Tode des Isachar Bärmann Frankel (gest. 1708), als Oberrabbiner nach Fürth berufen wurde. Als sein Onkel R. Simcha Rapoport den Rabbinatsstuhl in Grodno verliess, um ihn mit jenem in Lublin zu vertauschen, hat die Gemeinde Grodno R.Barncb, die dortige Stelle übernehmen; dieser aber zog den Aufenthalt in Deutschland vor nnd lehnte die Berufung nach Grodno ab, trotzdem dort die Heimath seiner Frau war. Diese, namens Sara Chaja, war nämlich die Tochter des unter dem Namen R. Mosche Oharif bekannten Vrf. von wob rnaen, der den grossen R. Heschel und den hohen R. Löb zu seinen Ahnen zählen durfte nnd dem Stamme ’asc angehörte. Durch diese Heirath trat R. Baruch Rapoport auch in die Verwandtschaft anderer berühmter Familien ein, da seine Schwiegermutter Nechama als Tochter des Binjamin Mirels den Hamburger Rabbiner Salomon Mirels ihren Onkel und den Chacham Zewi ihren Verwandten nennen durfte. (Fortsetzung folgt.) Chronologisches. Von Dr. H. Etarentreu—München. Von befreundeter Seite wurde ich auf eine Stelle im Choreb von Rabbiner Hirsch tosn aufmerksam gemacht, die für die Kalenderberechnung eines der nächstfolgenden Jahre von aktuellster Bedeutung ist. Die Bemerkung befindet sich im Kap. 85, Seite 164 der 2. Auflage in der Note und hat folgenden Wortlaut: „Fürs Jahr 5662 ist im Tur VT bezeichnet und ebenso für 5668 M7. Obige Angabe (nämlich für 5662 M7 und für 5663 V5) ist nach der Rectificirung des bhh ^e. Die Entscheidung überlassen wir Kundigeren.“ Wie man sieht , handelt es sich hier um nichts Geringeres, als um die Feststellung des Jahres renn, ob dasselbe mit M mangelhaft oder mit V —■ voll zu bezeichnen sei. Im ersteren Falle wären die Monate p»n beide *icr zu 29 Tagen im letzteren Fall beide xto: zu je 30 Tagen, Es bedarf eigentlich keiner besonderen Hervorhebung, dass damit auch eine Verschiebung sämmtlicher Festtage desselben und des darauffolgenden Jahres Hand in Hand geht. Ist das Jahr 5662 ein mangelhaftes, so fällt der darauffolgende Pesach auf Dienstag, und der nsrn sr»n des nächstfolgenden Jahres 5663 auf Donnerstag. Ist es dagegen xtos „voll“, so fällt Pesach auf Donnerstag und der nachfolgende ruen buo auf m Wie schon Rabbiner Hirsch tot hervorhebt, ist nach Angabe des t.b im trän pre das Jahr 5662 während enn nc das. es ausdrücklich als ncr und die Angabe des tiis als fehlerhaft bezeichnet. Der Verfasser des «nn ^b fügt weiter keine Begründung hinzu, er sagt nur pm, das heisst „forsche nach“. Es wurde mir nun die Frage vorgelegt, worauf denn diese wichtige, in das rituelle Leben tiefeinschneidende, die heiligsten Feste des Jahres betreffende Differenz beruhe, und nach welcher Ansicht die praktische Entscheidung zu treffen sein wird. Es ist hier nicht der Ort, das gesammte System unsererKalendeiberechnung zu beleuchten, nur den einen Punkt, der hier in Betracht kommt, wollen wir näher auseinandersetzen. Bekanntlich kennt unsere Kalenderberechnung zwei Arten von Cj’klen: den kleinen Cyklus, -mra genannt, zu 19 Jahren und den grossen Oyklus, tos* genannt, zu 13.19 247 Jahren. Es gilt nun allgemein als feststehendes Axiom, dass jedes Jahr des einen grossen Cyklus mit dem entsprechenden

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