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Der Israelit · 1899-12-07 · Heft 97 (7.12.1899) · page 27

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 97 (7.12.1899)
Date
1899-12-07
Page
– (sequence 27)
Language
German
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7 Jahre des anderen Cyklus ganz genau übereinstimmen müsse, so dass jedes beliebige Jalir genau so fällt, wie es vor 247, oder 494, oder 741 Jahren u. s w. gefallen ist. Dementsprechend lautet auch die Angabe im Tur a. a. 0. für die Jahre 5168, 5415 und 5662, die je um 247 Jahre differiren, auf v d, h. l Sabbatli ist .•utpn twn und das Jahr ist nobv ein volles. Konsequenterweise führen dann die nächstfolgenden Jahre 5169, 5416 und 5663 die Bezeichnung n t d. h, n:vn trsn fällt auf t Sabbatli und das Jahr ist man ein mangelhaftes. *) Diese allgemein als feststehend geltende Annahme von der Congruenz der Cyklen, beruht aber auf einer irrigen Voraussetzung, denn in nicht wenigen Fällen tritt eine Ausnahme von der Regel ein. Der jeweilige rupn itxt muss nämlich nach dem betreffenden r&n ibiz und den hierfür massgebenden rrrap-Regeln festgestellt werden, und die nnfco zweier entsprechender Jahre aus verschiedenen Cyklen fallen nicht zu gleicher Zeit, wie weiter unten näher gezeigt werden soll. Hier wollen wir den uns beschäftigenden Fall als konkretes Beispiel hervorheben. Im Jahre 5169 fiel Molad Tischri auf Donnerstag 19 Stunden 44 Theile; es konnte demnach nach der mycp-Regel trrnn bz fpr ibia Donnerstag n:irn irsn nicht sein, weil der Molad nach zwölf Uhr Mittags ein tritt. Fach der weiteren Regel v-ik konnte es auch Freitag nicht sein, demnach musste m auf rctr fällen und das vorausgehende Jahr 5168 ein volles sein. Am Anfang des nächsten 247 Jahre später, nämlich im Jahre 5416 fiel der Molad Tischri auf Donnerstag 18 Stunden 219 Theile, also ebenfalls kurz nach der Mittagsstunde und nach denselben beiden svrzp-Regeln, die vorhin angeführt wurden, musste m auf nz» fallen und das vorausgellende Jahr 5415 ein volles sein. Anders jedoch im Jahre 5663. In diesem Jahre fällt der Molad Tischri, wie sich Jeder leicht durch die Berechnung überzeugen kann, auf Donnerstag 17 Stunden 394 Theile, demnach kurz vor der Mittagsstunde, es ist daher kein ,*p? niro, und da auch die Differenz zwischen dem vorausgehenden Schaltjahr, wo m auf rat? fiel, genügend gross ist, nämlich fünf 'Tage, so liegt gar kein Grund vor eine nm vorzunehmen. Der ist in Folge dessen auf Donnerstag *) Anmerkung: Wie mir gesagt wurde, steht es auch so in manchen sogenannten immerwährenden oder hundertjährigen Kalendern. Wie weiter hier gezeigt werden soll, ist das grundfalsch und man darf sich durch solche Kalender, die durch keinerlei Autorität beglaubigt sind, nicht irre führen lassen. festzusetzen, d. i. am Tage des Molad und das vorausgellende Jahr ist ein mangelhaftes. Dasselbe gilt auch Kr die Zukunft, für das Jahr 5910, wo der Tur ebenfalls rutn twn auf rav festsetzt. Da aber der Molad Tischri dieses Jahres noch früher fallen wird, nämlich auf Donnerstag 16 Stunden 596 Theile, so muss Donnerstag wieder m bleiben und das vorausgebende Jahr 5909 -an und nicht, wie im Tür angegeben, xbo sein. Der Grund warum die nrtfno von Tischri der entsprechenden Jahre zweier grosser Cyklen nicht ganz gleich sein können, wodurch eine solche Verschiedenheit möglich und nothwendig wird, lässt sich leicht nachweisen. Die m"6iö könnten nur dann genau zu derselben Zeit fallen, wenn die Summe der Monate eines jeden grossen Cyklus — jeder Monat zu 29 Tagen 12 St. 793 Th. gerechnet — eine bestimmte Anzahl von ganzen Wochen ohne jeden Rest oder Ueberschuss ausmachen würde. Diese Voraussetzung trifft aber nicht zu, wie die folgende Berechnung ergibt. Der Ueberschuss des nVia, von dem Anfang des einen kleinen Cyklus bis zum Anfang des nächsten, beträgt nach dem Tur a. a. 0.: 2 Tage 16 Stunden 595 Theile. Demnach für einen grossen Cyklus 13 mal so viel, d. i. 34 Tage, 23 Stunden und 175 Theile, es fehlen demnach zu 5 ganzen Wochen 905 Theilchen einer Stunde. Um diese allerdings kleine Differenz von 905 Theilchen, ist der Molad irgend eines Jahres des grossen Cyklus früher am Tage, als der Molad des entsprechenden Jahres im vorigen Cyklus. Auf diese Weise ergibt sich, wie wir oben gezeigt haben, dass in dem einen Jahre , die Regel von wvnn bz jpt -6io anwendbar war, während sie im entsprechenden Jahr des nächsten Cyklus nicht mehr anzuwenden ist. Aus Vorstehendem ergibt sich, dass der Verfasser des um 'nv im Rechte ist, wenn er die Tabelle des ire in diesem Falle rektificirt. Man muss jedoch nicht meinen, dass der -nv in Bezug auf die Festsetzung der oben besprochenen Jahre in Wirklichkeit anderer Meinung war als der ttnn ne. Das ist m. E. ganz und gar unzutreffend, denn der Tur hat keine anderen Normen zur Feststellung des Kalenders als die bekannten mrap-Regeln, die unserem gesammten Kalendersystem zu Grunde liegen und von bin überliefert wurden. Der iso stellt eine Tabelle für rund tausend Jahre auf, die zu seiner Zeit auf Jahrhunderte hinaus genau zutreffend war und in der Regel auch bis ans Ende des Jahrtausends ihre Richtigkeit beibehält. Er hat je-

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