Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1899-12-07 · Heft 97 (7.12.1899) · page 25

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 97 (7.12.1899)
Date
1899-12-07
Page
– (sequence 25)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2448953-2449043--49631-2499678
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

5 ersichtlich, mit seinem Freunde und Verwandten R. David Oppenheim hei dessen Onkel Hirz Wahl zusammentraf. Später verliess Bacharach diese Stadt und wir treffen ihn, laut obiger Aufzeichnung, am 1. Januar 1691 in Heidelberg, wo er im Hause seines Schwiegervaters Moses Oppenheim8) längere Zeit verweilte; im Jahre 1694 kehrte er nach Frankfurt zurück, um hier die Drucklegung seiner Werke in Angriff zu nehmen9). Eine lebhafte Schilderung des Unglückes, das über die Judengasse in W o rm s hereinbrach, findet sich in dem handschriftlichen Vermerk eines Schevet Jehuda-Exemplars der Bodleiana in Oxford.10) Fortsetzung folgt. Biographische Skizzen. 1. Der kalserl. Rabbiner Jakob. R. Jakob. Sohn des Chajim, aus dem Hause Juda, wurde am Anfang des 16. Jahrhunderts in Worms geboren, lieber seine Jugendzeit ist nichts Näheres bekannt. Er soll als Jüngling nach Polen gewandert sein, um dort bei den Grossen seiner Zeit, bei R. Salomo Luria u. A., das Talmudstudium zu pflegen. Es scheint, dass er etwa um’s Jahr 1559 zum Rabbiner seiner 8) Vgl. Löweastein 1. c. S. 87 n. 2. 9) Vgl. Kaufmann 1. c. 8. 80 ff. Die Gemeinde Frankfurt nahm 50 Exemplare seiner TN’ DT) n"W und zahlte dafür 50 Htblr. Der im Chewrabueh eingetragene Beschluss d. a. 1699 ist schon deshalb von Interesse, weil aus demselben hervorgeht, dass Bacharach auch ein Haus in Worms besase, das zerstört wurde. Der Beschluss lautet: i'X’ sirnznna 102011 rtnby p"sb e"i pn i'o x er cm eme i*X' ''2ui X7i72in veb X2tr 7ixa rx' "21371 ,ti sii7*X2 inp'jp Vp'21 potii p"p0 773 c*'i tihoo :bston cm ,ti L'P'2 X*?V man 13’xn ehic 221:17 'hv "7222 d'7cb i:cd Snpn 1Vp*2V 2"7 TS 2'3t7 7137,271 (1 VT SlpC .137,2 21V bnprr vmv 'irre 7«t*r XV*07',12 '7'2 p» (,i H IflnBPÖ 1122, cm 7122 *322 (22 ,2'722 1322 lip'V p7 ,1'X' *733' "213 1'1 r-p'X2 X717211 1X771 121 ('7X2 7VX 2*31X31 ip^IH' >131 B"71 2"7 O'VOI 172 2'7L2 L'2'01 1322 Np'*? 1>'V 1>0> L'2H7 X'7V 2277 7VX 2'2^ "2131 11^7 C7521 11231 >31 271 1122^ 1V73 >33 .2"7 X 172 722 ,>131 2'7 1271V *>3'X7V '3221 — . "p'2'31 2'27'2 7XV1 >31 2'31X31 IVIIpl 17171 1721 2'>p> 12711 ('p ('X 2'722 2*V171 2'X2 2718 11p' X^V 182811 17> (32 8'V111 2'7ED,1 (8 X2 2'3V 1VV 71> 17 1"X' >p.7 >X p>f? 722 21V 1X>. p>^> >p 'X23 21V 721' X*?V 2'3 ^>"31 27121 .2712 2712 (73 7'712 7'X232 1V73 — . 1'X' >p '32*? >33 2’720 1NX*? — 1'X' 2".1321X 1V2 71121 TT 12 10) Ygl. Isr. Letterbode Bd. XI, 170. Vaterstadt und zum Nachfolger des R. Samuel b. Elieser See ernannt wurde.1 2) In dem genannten Jahre bittet die Gemeinde Worms den Kaiser Ferdinand I. um Bestätigung ihres neugewählten Rabbiners Jakob Juda.*) Diese Bestätigung erfolgte und gleichzeitig auch dessen Ernennung zum Oberhaupt und Oberrabbiner aller deutschen Rabbinen 71x127. beb 1*2x1 VX7 133VX wie David Gans im w nrrx sich ausdrückt. Mit seiner Ernennung wurde vom Kaiser gleichzeitig auch eine Strafe von drei Mark löthigen Goldes für etwaigen Ungehorsam gegen denselben festgesetzt (Ztsch. für Gesch. der Juden in Deutschland I. 278). Wenn Wolfs Mittheilung in Ztsch. f. Gesch. der Juden in Deutschland III, 161 richtig ist, so bewarben sich gleichzeitig auch die Juden von Burgau beim Kaiser darum, dass R. Jakob zu ihrem „obersten Rabbi“ ernannt werde. Derselbe ist jedoch mit Jakob von Günzburg (das. 8. 167) nicht identisch, wie an anderer Stelle von uns nachgewiesen wird. Man nannte ihn deshalb auch den Kaiserrabbiner (27 enrp). In Worms stand er in solchem Ansehen, dass ihm der Ehrenname eines Gaon beigelegt wurde 3) NebenR. Elieser Treves, R. Meir Katzenellenbogen und ß. Isack Linz wird er unter Jenen genannt, welche eine Wahlordnung für die deutschen Juden festgesetzt haben.4) 1564 unterschreibt er in Frankfurt a. M. die Beschlüsse eines Rabbinatskollegiums in einer Streitsache.5) R. Jakob starb etwa 1574. In dem sog. grünen Buch von W orms werden seine Kinder Isack, Juda und Sinai erwähnt (Kaufmann 1. c. S. 6 n ). Zn hoher Berühmtheit gelangten seine vier Neffen, die Söhne seines Bruders Bezalel. Der älteste, R. Chajim, war Rabbiner in Friedberg; der zweite, Sinai, war Rabbiner in N i k 01 s b u r g; der dritte, Simson, war Rabbiner in Krzeminiec, und endlich der vierte und jüngste hiess R. Jeliuda Liwa, bekannt und berühmt unter dem Namen des hohen R. Lob in Prag. 2. Die Rabbinerfamilie Rapoport ln Deutschland. Unter den Gelehrten des vorigen Jahrhunderts ist der Name Rapoport von gutem Klang. Gingen doch aus dieser Familie Männer 1) Diese beiden Namen folgen daher auch in der Aufzählung der Rabbiner in Worms unmittelbar auf einander; vgl. Memorbuch im T Py pap III, 5. 2) Wolf, zur Geschichte der Juden in Worms, 8. 10. 8) Kaufmann, Jair Chajjim Bacharach, pag. 5. 4) Steinschneider, hebr. Bibliographie, IV, 152. 5) Uorovitz, Frankfurter Rabbiner, I, 24 ff. 52. 56.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.