Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 97 (7.12.1899)
- Date
- 1899-12-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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2026 vielleicht werde ich noch auch zu ihm berufen; denn ohne den Schammes geht es ja nirgends. Was hat dieses Alles nur zu bedeuten?" „Ja was das zu bedeuten hat?" sagte Faißel ganz besorgt. „Wenn ich es nur wüßte! Es wollte mir gar nicht gelingen, die Geseroh von Mekaur aus kennen zu lernen! Doch halt; Wie hat der Bezirksoberamtmann den Rabbi gehen laffen? Kam er in bescholaum 24°), war seine Ponim vergnügt?" „Warum soll der Rabbi anders als vergnügt sein? Er war sogar Betanug godaul^) als er von dem Bezirksoberamtmann zurückkam. Doch weßhalb fraget Ihr?" „Dann ist Alles haphle wopole ^)", rief Faißel voller Verwunderung aus, „Seine hochwohlgeborene Gnadenleben ließ ihn ruhig nach Hause gehen und er darf sich sogar rnephanek^) sein!" Oser werde ich daraus klug! Ich finde gar kein Mekaur mehr! Wenn nur der Schophel, Anton Rubnik, gekommen wäre. Hundert Dukaten kostet eS den Schaute, daß er nicht gekommen ist! Ich finde mich gar nicht mehr zurecht! Der Rabbi, hundert und zwanzig Jahre soll er leben, kommt vergnügt von dem Bezirks oberamt mann zurück, über den, wie ihre hochwohlgeborene Gnadenleben, die Frau Bezirksoberamtmann, mir sagte, er mole chemo wie Homon ist. Ich werde zu seiner hochwohlgeborenen Gnadenleben berufen und oser weiß ich wozu. Und dann, das verstehe ich noch am allerwenigsten, mir wird die Kowed angekündigt, daß der Rabbi und der Rosch-hakohl mich besuchen wollen. Verstehst Du es, Sprinzeleben? Fast möchte ich ebenso 240) in Frieden. 241) Gesicht. 242) sehr vergnügt. 243) wunderbar. 244) strahlen vor Vergnügen. 245) Geschäft. glauben, daß ich noch zum ausgemachten CocheM erklärt werde." „Ach wenn es nur schon ein Tag darnach wäre!" rang es sich aus Sprinzens Brust, „dann würde vielleicht Dein Eigensinn schwinden und unser Goldkind glücklich werden!" „Ich will aber den Rabbi nicht matriach^) sein!" Ich werde zu ihm kommen, sobald ich von dem Bezirksoberamtmann zurück bin." „Das geht nicht, Rebb Faißel, der Rabbi will Euch ja besuchen, also will er Euren Besuch nicht." „Nun dann werde ich dem Rabbi sagen laffen, wann ich von seiner hochwohlgeborenen Gnadenleben entlaffen sein werde. Jetzo aber seid mir es mauchel, Rebb Rephoel, ich habe noch nicht zu Mittag gegeffen, und habe Hunger wie ein Wolf!" „So will ich Euch nicht länger aufhalten, Rebb Faißel. Lebet wohl und guten Appetit! Vergesst aber nicht, dem Rabbi maudiah zu sein!" „Ewade werde ich nicht vergeffen! Eine solche Kowaud zu vergeffen, müßte ich ja ein Chamaur sein!" „Nun, nun!" kicherte Rephoel, während er die Thüre öffnete. „Man behauptet ja, daß Ihr es seid, sogar ausgemacht ist es! Doch nichts für ungut. Lebet wohl!" „Sprinzeleben!" sagte Faißel, als der Schammes sie verließ. „Ich glaube zu cholemen^)! Der Rabbi und der Rosch-Yakohl mich, Rebb Faißel Brannholz, den ehemaligen Sandler, besuchen? Ich glaube Meschiach kommt bald! Was mögen die von dem ausgemachten Chamaur und noch größeren Schaute wollen? Eine Bakosche ist es! Das ist eS ganz gewiß! Sonst würden sie nicht zu mir, sondern ich zu ihnen kommen. Doch was ist es?- (Fortsetzung folgt.) 246) bemühen. 247) zu träumen. Der ,3#r«eIUM erscheint w«eh»Btllch sw eftmal, Hrategi ui Deaaeratag«, jedes»,«! ta Mindestens zwei Bogen. Preis pro Vierteljahr hei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. A»8l««d entsprechend höher. Man «donnirt ganziährlich, halbjährlich »der vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehme» Bestellungen an. — Ur, Vuchhandrl verkehr! durch •. Jf. Fkrivarkrv, Leipzig, Rotzplah )>. — Inserate 2b Pfennig die viergespalten« Petttoeile oder deren Raum. Preis rer Zeile im Recl«metheU 7b Pfennig. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 18 Krone» dsterr.» für'« Ausland 18 Reichs-Mark, «n die Expedition franco rinsenden. Postzeitungsliste 37»4. Telephon 315. •ft*# ftft#f«**tt«i# der *« die «edaetton eingesandtrn »annseripten findet nicht statt, man dtttet Mlftill, fich »a» alle« Ginsendnnge« eine Tapft# inrSckzndehatten Gteklensnchande erhalten ans »««sch die Anseraten-BeUage vier »schon lang grätig «ad frsnes rngefsadi. Anhalt (chnnptdknttf. Leitender Artikel: Zum achten Tebeth. — Zeitungsnachrichten und Corresponbenzen Deutschland: Berlin. Würzburg. Hamburg. Burgkundstadt. München. Oesterr.-Ungar. Monarchie: Vagujhelhk. Schweiz: Bern. Türkei: Kenstantinopel- — Vermischtes. — Feuilleton: Der Chammer und der Schaute (Fortsetzung.) Inhalt der erste» veilager Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Berlin. München. Oesterr.-Ungar. Monarchie: Wien. Prag. Palästina: Jerusalem. — Personalien: Amsterdam. — Vermischtes. Inhalt der zweite« Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Oesterr.-Ungar. Monarchie: Budapest. - Personalien: Schlüchtern. Stein. «Ntra-Beilage r Blätter für jüdische Geschichte und Litteratur. verantwortliche Redaction: OScar Lehmann in Mainz. — Expedition de« ,J«raeltt* SchotEraße Skr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Sesellschaft in MÄinz. OtsrhN drei JNttw«,