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Der Israelit · 1899-09-08 · Heft 71 (8.9.1899) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 71 (8.9.1899)
Date
1899-09-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1510 fertig französisch sprechen, etwa» allgemeine Bildung besitzen, damit aber eine gründliche Kenntniß des arabischen und eine außerordentliche Acclimatisationsfähigkeit besitzen. Einer der Pionire hat indeffm die Schwierigkeiten, welche der Antisemitismus der französischen Beamten ihm in den Weg gelegt haben, bereits überwunden, und hat schon einen Freund zu sich kommen lassen. Dennoch ist leider dieses Gebiet nicht eher ein AuLwanderungSziel ehe die dortigen Beamten eine andere Politik einschlagen. Paris. (Der Nachlaß der Baronin Hirsch.) Verfügung über 63 Millionen Gulden. Aus Paris wird berichtet: Die Verlaffenschaftsabhandlung nach der am 1. April d I. verstorbenen Baronin Clara Hirsch-Gereuth ist noch immer nicht beendigt und dürfte wahrscheinlich auch eine geraume Zeit die Gerichte beschäftigen. Die Mittheilungen über die zu wohlthätigcn Zwecken getroffenen Verfügungen der Baronin, welche kurz nach ihrem Tode an die Oeffentlichkeit gelangten, waren lückenhaft und zum Theile auch ungenau. Es werden nun aus dem Testamente der großen Wohlthäterin, welches vom 23. Dezember 1896 datirt ist und 15 Codicille, das letzte vom 15. August 1898 aufwcist, noch folgende Details tnitgetheilt: Die Adoptivsöhne Moriz, Arnold und Raimund Deforest-Bischoffshrim erhalten bis zum Alter von 30 Jahren den Zinsengenuß von je fünf Millionen Francs, die ihnen bei Erreichung dieses Alters voll ausbezahlt werden. Die Adoptivtochter Lucienne Hirsch erhält die Zinsen von 1 Million Francs, welches Capital ihr gleichfalls mit vollendetem 20. Lebensjahre zufällt. Außerdem erhalten bei Erreichung des 25. Lebensjahres jeder der Söhne je 15 Millionen Francs und die Tochter 10 Millionen Francs. Sollte durch einen früher eintretenden Todesfall einer dieser VermögenSantheile frei werden, dann sind als Substitulionse ben eingesetzt die Baron Hirsch-Stiftungen in New-Pork und Galizien, „Ecol Normale Jsraelite Orientale“ in Paris und „To the Jewish Board of Guardians“ in London. Zahlreiche Legale sind für Verwandte und Freunde ausgesetzt. So erhält der Neffe der Verstorbenen Paul Goldschmid 1 Million Francs, Gräfin Gabrieli Spreti 3 Millionen Francs, Madame Hortense de Soubeyran und ihre Kinder 3 Millionen Francs, Vicomte und Vicomteffe Jouffelin 600.000 Francs, Mr. Keene in Avigdor 600,000 Francs, der Cousin der Baronin Philipp Goldschmied und deffen zwei Söhne je 1O0.000 Francs, Frau Theodor Adler und jedcs ihrer Kinder 100.000 Francs, Frau Victoria Wolf 200.000 Francs, Frau Jda Hahn 150 000 Francs, jedes der Kinder des Dr. Theobald Fischer 25.000 Frnacs, ihre Nichte Marcelli-Cappelli 500.000 Francs. Baronin Unterrichter 80.000 Francs, die Kinder von Emil und Theodor v. Hirsch je 1 Million, jbie Kinder von Theodor v. Kaulla je 100.000 Francs, Graf und Gräfin Pompejus Coronini-Crouberg 100.000 Francs, die Kinder des Secretärs des verstorbenen Paul Barrelet je 20.000 Francs. Die Gesammtfumme dieser und anderer kleinerer Legate beläuft sich auf 28 Millionen und 800.000 Gulden. Von den Wohlthätigkeitslegaten und den munificenten letztwilligen Stiftungen der Baronin Hirsch haben wir seinerzeit berichtet. Hier noch Einiges zur.Vervollständigung und Richtigstellung dieser Daten: 4 Millionen Francs erhält die „Ecole normale Israeli tö orientale“ in Paris als Schutfonds, weitere 3 Millionen Francs als Pcnfionsfonds für die Lehrer und deren Wittwen und Waisen; 3 Millionen Francs sind zur Bekleidung und Ausspeisnng der ärmsten Schulkinder der Schulen der Alliance Universelle Israelite bestimmt. Für den Fortbestand der Baronin Hirsch'schen Wohlthätigkeitsstiftungen in New-Z)ork sind 6 Millionen Francs bestimmt, für das „To the Jewish Board of Guardians in London“ 3 Millionen Francs, für das Baron Hirsch Institut in Montreal 600.000 Gulden, für das Heim jüdischer Arbeiterinnen in New-Aork 3 Millionen Francs, für die galizisch-bukowinaer Schulstiftung als Schulfonds 6 Millionen Francs und als Kleidungs- und Ausspeisefonds 5 Millionen Francs. Dem Pariser israelitischen Wohlthätigkeitskomitee für Darlehen und Almosen 5 Millionen Francs, der Philantrophischen Gesellschaft in Paris 1 Million Francs, den israelitischen Cnltnsgemeinden zu Wien, Brünn, Pest, Paris, Brüffel, Frankfurt a. M., Mainz und München zur Verkeilung an Arme zusammen 850.000 Francs, der Bischoffsheim-Stiftung in Paris 100.000 Francs, derjüdifchen Colonisations-Gesellschaft in London für Schulznn cke die Summe von IO Millionen Francs, der den Namen des verstorbenen Barons Lucien de Hirsch tragenden Schule in Paris 1 Million Francs, für israelitische Spitäler in Wien, Breslau, Salonichi und Konstantinopel 672,600 Mark, für die Schulen in Jerusalem 2 Millionen Mark, für die Baronin Hirsch Kaiser-Jubiläumsstiftung in Wien zur Vermehrung des Kapitals 2 Millionen Francs und für kleine Aushilfen 1,5oO,0O0 Frcs. Ferner erhielten Legale von 20,000 bis 100,000 Francs: das Altersversorgungshaus in Bortsfort, die Schulen in Adrianopel, Rustschuk und Smyrna, das Matrosenspital des Dr. Bergeron, sowie andere Institutionen. Die Gesammtfumme der Wohlthätigkeitrlegate beträgt 32 Millionen wid 400,000 Gulden. Universalerben des Vermögens sind die Geschwister der Verstorbenen Ferdinand Raphael Bischoffsheim, Regine und Hortense Bischoffsheim, Frau Goldschmied und Frau Mortefiore-Levi. Im ganzen waren

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