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Der Israelit · 1899-08-24 · Heft 67 (24.8.1899) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 67 (24.8.1899)
Date
1899-08-24
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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1488 erforderlich ist, fie schon in ftühester Jugend, womöglich schon in der Kindheit an praktische Arbeiten zu gewöhnen. Mit erwachsenen Personen, welche Neulinge auf dem Gebiete der Bodenkultur find, zu kolonifiren, gelingt nur in wenigen Fällen und erfordert unverhältnißmäßig große Kosten, wie die verschiedenen Versuche in Argentinien und anderen Ländern bewiesen haben. Auch hier bewährt sich das Wort: „Wem die Jugend gehört, gehört auch die Zukunft eine» Volkes." Dieses war der leitende Gesichtspunkt bei Gründung der Erziehungsanstalt Ahlem. Dies Institut verfolgt den Zweck, jüdische junge Leute, welche sich der Bodenkultur widmen wollen, in der Gärtnerei und soweit eS die in dem Besitze der Anstalt befindlichen 80 Morgen Grundbesitz zulassen, auch in Landwirthschaft und Viehhaltung auszubilden. Neben dieser gärtnerischen und kleinlandwirthschaftlichen Lehranstalt ist in Ahlem ein Waisen- Erziehungshaus für Knaben im Alter bis 14 Jahren. Das Zusammenleben der schon älteren, einem ernsten Ziele zustrebenden „Lehrlinge" mit den kleinen viel jüngeren „Schülern" zeitigt natürlich die segensreichsten Folgen. Während die Großen nach des Tages Mühe und Arbeiten sich dem harmlosen Spiel mit den Kleinen ergeben, ihnen von Berufsarbeiten berichten, wird der Sinn der Kleinen schon früh unwillkürlich auf ernste Dinge gerichtet, sie beginnen, sich für den Beruf zu interesstren. Mehr noch als hierdurch wird das Jntereffe natürlich dadurch wachgerufen und erhalten, daß die Knaben in pädagogischer Weise zu praktischen Arbeiten angehalten werden. Namentlich werden sie im Sommer in rationeller Weise in Blumenzucht, Gemüsebau und in anderen leichten Gartenarbeiten unterwiesen, während sie im Winter HandfertigkeitSunterricht haben. Der große pädagogische und volkswirthschaftliche Nutzen beider Zweige in städtischen, sowohl in ländlichen Schulen, wird von den Behörden gewürdigt und begünstigt. In den Städten, wo man den Volksschulen keine Schulgärten zur Verfügung stellen kann, werden den Schülern Blumentöpfe zur Pflege übergeben, um bei ihnen Liebe für die Natur zu erwecken. Viel wirksamer wird dies natürlich erreicht, wenn man die Kinder, wie in Ahlem in einem großen Schulgarten a» Leiten lasten kann. Mit welcher Lust und Liebe gehen nie Knaben hier an die Arbeit! Mit welcher F en. e handhaben sie Hacken und Spaten! Elscheinl ihnen doch die Beschäfngung als Vergnügen und nicht als Arbeit. Sie selbst bearbeiten den Boven und dürfen schließlich auch die Früchte ihrer mitunter recht sauren Arbeit ernten. — Freudestrahlend zeigen sie den Besuchern ihren sorgsam gepflegten Garten, können sich doch die darin gezogenen Gemüse und Früchte auf jeder Gartenbauausstellung sehe» laffen, auf der sie gewiß mit einem Preise bedacht werden würden. Leider ist die Anstalt gezwungen, zahlreiche Anmeldungen aus allen Theilen Deutschlands aus Mangel an Mitteln unberücksichtigt zu lasten; auch haben sonst noch nothwendige Verbesserungen wegen des chronischen Geldmangels nicht vorgenommen werden können. — Um diesem abzuhelfen, läßt der Vorstand, wie im Vorjahre, gelegentlich des Rosch- Haschonoh-Festes eine Sammlung durch Schulkinder veranstalten. Mögen alle Lehrer, die Erzieher unserer Jugend, an die der Vorstand sich gewendet hat, der Anstalt ihre Mitwirkung leihen, mögen alle, die ein warmes Herz für unsere jüdische Jugend haben, gern und freudig durch ihre Unterstützung das heilige Werk fördern, auf daß die Anstalt in den Stand gesetzt werde, allen an sie gestellten Anforderungen zu genügen, damit sie voll und ganz das werde, was sie heute schon verspricht: „Ein Segen für unsere jüdische Jugend." Stratzburg i. E, dH« \ In Nummer 64 der „Israelit" kömmt Herr Montag aus Friedrichstadt nochmals auf die pn in Bezug auf Gänse und Enten mit schwarzem Schnabel zurück und giebt dadurch gleichzeitig die von mir gewünschte Richtigstellung. Aus dessen Correspondenz vom 12. Juli in Nr. 58 mußte man entnehmen, daß Enten und Gänse mit schwarzem Schnabel ohne Weiterenrstitn als L'rwv iw zu betrachten wären, „und dieses vielleicht an manchen Orten noch unbekannt ist", wie Herr M. hinzufügte. Darauf schrieb ich, daß diese Erklärung entschieden eine Richtigstellung erfordert, mnx 12 mix pvibnb pvra norm« '^nz* und in Bezug auf Wildenten selbst nru uck px, obwohl man in der Praxis bezüglich Wildenten n'vnv ist. In der heute erschienenen Nummer 64 berichtigt nun Herr M., daß es sich in Friedrichftadt um Bipa m*x n nm* handelt. Nach dieser Feststellung ist es klar, daß die Veröffentlichung in Nummer 58 ganz! zwecklos war, da es sich hier nicht um einen allge-! meinen iw'x, sondern um einen rmps rapa ms» in jo j handelt, der für andere Orte nicht maßgebend ist. Das Verlangen nach einer Richtigstellung war! daher ein wohlbegründetes. Herr M. möchte gleichzeitig „einige Mängel" in meiner Ausführung hervorheben und weist darauf hin, daß manche v'innx welche Wildenten nicht ohne Weiteres “rna sind, von mir unbeachtet gelaffen seien und verweist dabei besonders auf *nn nt. Die Bezugnahme auf *nn '-v mit dem Citat von *nn nt ist mir völlig unverständlich, nt rpa ,'v 'd *nn ist Wildenten twj, und führt nur den Ausspruch des von mir erwähnten pnx nax an, aaaa imm fö'o an“? *>* nwx 'i'v w. — Auch a*c ,tsb na1?* ana bringt einfach nna *nn nt*

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