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Der Israelit · 1899-08-17 · Heft 65 (17.8.1899) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 65 (17.8.1899)
Date
1899-08-17
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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1887 ihm mit Thora ausgerüsteter Männer gefolgt, ein Beth-Hamidrafch habe sich gleichsam auf seinem Grabe errichtet, und mit gutem Gewissen hätte man ihm eine Sefer Thora auf's Grab legen und sagen können: nw stop na dp Möchte doch diese untergegangene Sonne, die uns in dunkler, nur von kleinen Sternen erleuchteter Nacht zurückließ, durch ihren uns befähigen, hellleuchtende Sterne zu werden, um das, was der Heimgegangene allein vollbrachte, im Vereine Aller erreichen zu können, vsa. O esterr.-Un gar. Monarchie. Baden bei Wien, 15. August. Bezugnehmend auf Ihre Notiz in voriger Montagsnummer Übersende Ihnen einen kleinen Bericht über das Leichenbegängniß des am Mittwoch verstorbenen Heinrich Berger aus Wien. Die n'Hn gestaltete sich würdig des edlen Dahingeschiedenen, welcher seinen großen Neichthum in den Dienst seines streng orthodoxen Glaubens stellte. Bekanntlich stiftete er vor '60 Jahren ein zwei Stock hohes Haus in Preßburg, für die nanr; den zweiten Stock als iman rra bestimmend, in dem noch Vt dd bj>2 aa-iiean p»an syi einige Jahre mit seiner damals aus 400 Zöglinge bestehenden na'S" lernte. Dem Lob des Errichters dieser Stiftung ist in m b-i o*3 nwn eine Twnv?m v'N'3 gewidinet, die anderen Wohnungen sind für arme Bräute bestimmt. Herr Berger, welcher später auch ein schönes Lokal enthaltend große neue anva im Pracht- Band aynran owiwn a'jp für die armen na'rr>' •oa als umen n'a eingerichtet und jährlich einen Beitrag von 140 fl. zur Erhaltung armer omna spendete, leistete auch sehr vielen humanen Vereinen in seiner Vaterstadt Preßburg namhafte Beiträge. Dem Leichenzuge folgten Wagen der Vorstände von Baden, Deputationen vieler Städte der Umgebung, aus Wien sah man Rabbiner Güdemann, wie auch den türkischen Rabbiner in Wien, auch von der Schiffschul und Schön- Lanternschule die Herren Horowitz, Bondi, Schiff, Spitzer u. a., von der Preßburger Kultusgemeinde erschien Herr Herzfeld, Dr. Stein für das Mädchenwaisenhaus, I. Weiner für ow onrr, für die na«» der Vorstand Herr Aron Lemberger, Leopold Groß und Herr Schlenger, vier Zöglinge der na'S", die Herren Beer, Nasch, Neufeld, Fischer; letztere unter Anführung des Herrn Groß kondolirten den Söhnen des Verblichenen und lernten im Trauerhause jwtra und sagten pan np. Trauerreden wurden nicht gehalten, da es der Verblichene, wie Sie bereits berichteten in seiner nwL untersagte. Es blieb dem Badener Rabbiner Herrn Reich nichts übrig, als sich dem letzten Willen zu fügen und blos das übliche naia: nmjo vorzutragen und dem Kantor Schäffer das own nba im, Oberrabbiner B. Schreiber aus Preßburg, welcher derzeit in Ischl weilt, kondolirte telegraphisch, rraatan. Rußland. Wilna, 9. Aug. (Stellungnahme der russischen Gaonim zur zionistischen Bewegung.) Wie oaS „Bavapester Jüdische Tageblatt" erfährt, tagte in der vergangenen Woche hier eine Konferenz, an welcher zwölf bedeutende Rabbiner und 130 hervorragende sonstige Glaubensgenossen Rußlands theilnahmen. Zweck der Berathung war die Stellungnahme zur zionistischen Frage. Nach dreitägiger eingehender Berathung wurde der Beschluß gefaßt, an die Zionisten die Aufforderung zu richten: 1. Mögen sie aus ihrem Programme die Errichtung eines jüdischen Staates streichen, da dieser Gedanke eine Sünde gegen die jüdische Tradition und auch aus socialen und politischen Gründen unzulässig sei. 2. Müsse aus dem Programme alles entfernt werden, was in Bezug auf religiöse Fragen mißdeutet werden könne; das Wort „Kultur" fei ein Begriff, mit dem viel Mißbrauch getrieben werde, da mit absichtlich mißdeuteter Anwendung dieses Wortes oft Angriffe auf das traditionelle Judenthum geplant würden. 6. Dürfe die zionistische Bewegung bei ihren Ansiedlungsbeftrebungen ausschließlich das heilige Land im Auge haben, da die Erfahrung lehre, daß Ansiedler im Lande Israels, selbst, wenn sie in der Hrimath in religiöser Beziehung vieles zu wünschen übrig ließen, in den Kolonien Palästinas treue Anhänger des väterlichen Glaubens geworden feien. Natürlich müßte die Leitung durch in religiöser Beziehung unantastbare und durch geistig hervorragenoe GlaubenSgenoffen überwacht werden. Bei dieser Versammlung war auch eine leitende Persönlichkeit, der Londoner „Jüdischen Kolonialbank" zugegen und eröffnete, daß diese bereits 19 Millionen zur Verfügung habe. Es ist allerdings dabei nicht gesagt worden, ob diese 19 Millionen bereits voll eingezahlt oder nur gezeichnet sind, was ein bedeutender Unterschied ist. Der Direktor der Kolonialbank, Herr James Löwe, der frühere Sekretär des sel. Moses Montefiore ist ein orthodoxer Jude im strengsten Sinne des Wortes. Die Bank ist natürlich an Sabbath und Festlagen geschloffen. Auf dem Kongreffe in Basel soll darüber Klarheit geschaffen werden, ob sich die Zionisten den vorstehenden Wünschen fügen wollen. Schweiz. Solothurn, im August. Die vergangenen Tage brachten uns ein herrliches Fest, für das bereits feit Monaten Vorbereitungen getroffen wurden. Es galt dem Andenken der Schlacht bei Dörnach, in der vor 400 Jahren sich die Schweiz von denSchwvben

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