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Der Israelit · 1899-08-17 · Heft 65 (17.8.1899) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 65 (17.8.1899)
Date
1899-08-17
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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1874 SWWWWWW in diesem Jahre beginnen soll. Jede dieser vier Gesellschaften hat mit den Geldern ca 65 Steinhäuser für eine Familie zu errichten, sowie eine Synagoge, Mikweh rc. Die Häuser gehen mit der Zert durch kleine Ratenzahlungen in Den Besitz der einzelnen Familien über, die Synagogen rc. bleiben jedoch Besitz des Testimonial Fund. Ein Darlehen von 8000 Mk. empfing ferner das Krankenhaus Misgab Ladoch, welches dasselbe schon zurückbezahlt hat. Endlich hat der Testimonial Fund den Garten bei Jaffa, den er besitzt, der Alliance israelite universelle pachtweise gegen eine jährlich steigende Rente überlaffen und die Einkünfte daraus, in diesem Jahre 200 Mk. dem Hospital Schaare Zion in Jaffa überwiesen. -> Personalien. ■+ Frankfurt a. M., 13. Aug. Am 16. August feiert Herr Feist Lehmann, geb. den 16. August 1816 zu Dieburg in Heffen und seine Frau Julie geb. Auerback, geb. 3. Nov. 1818 als Tochter des Consistorialrabbiners ny fieljtk oma« **) b b zu Bonn a. Rh. ihre diamantene Hochzeit. Letztere, welche jetzt im 81. Lebensjahre steht, erfreut sich noch der besten Gesundheit und geht als Vorsteherin der Chewra allen ma® nach. Ihr Ehemann geht noch fast täglich zur Synagoge. Bei -er Ue-action neu eingegangene Bücher (Besprechung Vorbehalten). Die F.rauen und der Antisemitismus, von Mari Gütz, allen gilten Menschen gewidmet. Im Selbstoer lag der Verfasserin: Wien. Alserstraße Nr. 14. Familienblätter zur Erinn.erung an unseren verewigten Vater Raphael I. Karger. Im Namen der Familie herausgegeben von Dr. S. Gronemann, Landrabbiner zu Hannover. A. I. Hofmann. Frankfurt a. M. 1898. Pflichten isr. Schulmänner nebst Erziehungsu. Nnterrich tsl ehren. Zum Gebrauche für Lehrer, für Mitglieder der Schulu. Gemeindevorstände, wie auch für Eltern schulpflichtiger Kinder und für alle Schulfreunde, von Rabbiner Israel sing er, Hauptlehrcr u. Gvmnasial-NeligionSprofessor zu S.-a.-Ujhelp (Ungarn). Preis 40 Kr. Ö. W. gleich 8o Pfg. Im Selbstverlag des Verfassers. Anleitungzur Stimmbildung undzuin fließenden Sprechen, von A. Kuijvers. Karl Krebs. Gießen 1*99. T ie Aga,da der p a l äst ine ns i.sch en Amoräer, Dritter Band : Die lebten Amoräer des heiligen Landes. (Vom Anfänge des 4. bis zum Anfänge des 5. Jahrhunderts) von Dr. Wilhelm Bacher, Professor an der Landes.Rabbinerschule in Budapest. Karl I. Trübner. Straßburg 1*99. Herr Mozkin und vie Wahrheit über die Kolo nisation Palästinas, von W. Bambus. Verlag Zion. 1898. > vermischtes. PnriS Aus dem Jahresberichte des Rothschtldspitales ist zu ersehen, daß im Jahre 1898 nicht weniger als 10OO0 Kranke in diese Anstalt aufgenomnien worden sind. Darunter waren auch zahlreiche Ehriften. Die Einnahmen des Hospitals beliefen sich im verflossenen Jahre auf 263,000 Francs, während die Ausgaben 315,000 Francs etrugen. _ Feuilleton. iebet eure Weinde." mnt apologetische Grzählung ■£••••£•• •£•• Von mtann 38) Nachdruck verboten. Mit gutem Vorbedacht vermied Wegner die Eisenbahnfahrt. Die paar Mark, die er in der Tasche hatte, konnte er später, wenn er am Ziele war, gut gebrauchen. Darum mußte er sie jetzt sparen. Und das Gehen that ihm so wohl! Er hatte ja lange genug geseffen. Und Zeit hatte er aucy. Dahin, wohin er wollte, kam er immer noch früh genug. Es stand ihm so klar vor der Seele: er mußte dahin — dahin! Es drängte und trieb hin, wie eine Naturgewalt — unwiderstehlich! So schritt er kräftig weiter und zog nach etwa zehntägigem Marsche in die Thore von Hamburg ein. Die Weltstadt mit ihrem ungeheuren Handelsgetriebe machte wenig Eindruck aus ihn. Wie ein Träumender fast durchzog er ihre Straßen. Ihn drängte es dahin, von wo die großen Damfer ihre Fahrt über den Ozean antraten. Bald hatte ers gefunden. Er stand im Hamburger Hasen, und weiter, immer weiter! Dort, das große, stolze, schmucke Schiff, es fuhr nach Rew-Aork, hatte man ihm eben gesagt. Wo man sich zu melden habe, fragte er weiter. Dort drüben, war die Antwort, am Gebäude der Generalagsntur. Aber er möge sich beeilen, in einer Stunde fahre der Dampfer ab. Wie er rannte! Wie er lief! In einer Stunde schon! Das Herz schlug ihm höher und höher! Da stand er am Schalter der Generalagentur. O weh! Sein Geld reichte nicht einmal mehr für das Zwischendeck. Er halte unterwegs zu viel gebraucht. Er verwünschte seinen Leichtsinn! Nun war alles aus — alles! Da kam ihm ein Gedanke. Wie ein Blitz! „Dann könnte ich vielleicht auf dem Dampfer gebraucht werden?" fragte er schüchtern den Beamten. „Ra, als was denn?" antwortete dieser ungeduldig, denn es harrten hinter Wegner noch eine Anzahl Leute der Abfertigung.

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