Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 61 (3.8.1899)
- Date
- 1899-08-03
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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1884 ist, daß er schwer zu begreifen ist, wie sie auf unseren Hochschulen hat Eingang finden können. Wir meinen die Form der Mütze und die Art, sie zu tragen. Sie ist für den Kopf zu klein, wird auf dem Hinterkopf getragen, so daß dar Haar vorn nicht bedeckt ist, sondern auf die Stirn herabfällt. Damit verbindet sich eine etwa» nach vorn gebeugte unschöne, dem Studenten nicht wohl anstehende Haltung, vielleicht eine Folge der Mützensitzes. Die europäische Kopfbedeckung ist dem Juden bei seiner Schädelbildung unbequem. Er kann sie nicht gut tragen. Den Hut trägt er entweder auf dem Hinterkopf oder vorüber aufgesetzt und lies in die Stirn gedrückt. Da nun seit vielen Jahren die Zahl der jüdischen Studirenden in stetem Wachsen begriffen ist, so haben sie er durchgesetzt, daß in Korps, Landsmannschaften und Burschenschaften in dieser Beziehung Aller sich nach ihnen richtet. War hatten wir einst in den vierziger und fünfziger Jahren für hübsche, kleidsame Mützen!" Germania, verhülle dein Haupt ob solcher Schändlichkeit! Ein Glück noch für uns Deutsche — bemerkt ein hiesiges Montagsblatt — daß wir in dem Organ de- Herrn Liebermann v. Sonnenberg einen treuen Wächter für deutsche Sitte und die Unverfälschtheit arischer Kopfbedeckungen haben. So können wir denn im Vertrauen auf diese Säule deutscher Kultur mit einer in Rücksicht auf die Hitze und unsere Nachbarn etwas gedämpften Stimme singen: Lieb Vaterland, magst ruhig sein! Berlin. Um dem Antisemitismus neue Streiter zuzuführen, beabsichtigen die alten Führer nichts mehr und nichts weniger als die Gründung einer antisemitischen Volkshochschule, ähnlich dem Unternehmen des „Vereins für volksthümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern", das jenen Leuten natürlich nicht paßt. Also, eine „nationale Volkshochschule" gedenken die Herren Förster, Mosch und Böckel zu schaffen. Der Plan werde, so heißt es in der „Deutschen Reform", im Kreise hervorragender nationalgesinnter Männer erwogen. Ein solches Bildungsinstitut erscheine um so nothwendiger als von jüdisch-liberaler Seite bereitseit Jahrzehnten große Anstrengungen gemacht werden, das Volksbildungswesen ganz in die Hand zu bekommen. Große Summen würden von reichen Juden für diese Zwecke geopfert. Es dürfe nicht geschehen, daß die Juden zu den übrigen Monopolen, welche sie schon besitzen, auch noch das wichtigste', das Bildungsmonopol, erhalten. Die Juden werden nicht wenig erstaunt fein, zu erfahren, welcher neuen Schandthat man sie hier bezichtigt. Und die Männer, denen das Schul- und Bildungswesen in Preußen und Deutschland unterstellt ist, haben sicherlich bisher keine Ahnung gehabt von der drohenden Gefahr der, „Verjudung" des Volksbildungswesen». Aber noch ist es Zeit, und alle „wahrhaft Gebildeten und deutsch denkenden Männer und Frauen werden aufgefordert, sich für das Projekt einer „nationalen Volkshochschrle" zu interefsiren und behufs weiterer Verständigung ihre Adreffen an die Redaktion der „Deutschen Reform" oder an den Abgeordneten Böckel gelangen zu lassen. Vorläufig ist dieses Projekt noch nicht gesichert. An geeigneten Dozenten wird wohl kein Mangel sein; jeder antisemitische Agitator hat natürlich das Zeug zu einem Lehrer einer solchen Volkshochschule. Aber wir fürchten, daß die Hauptsache ausbleiben wird: das liebe Geld, ohne welches die antisemitischen Demagoge» bekanntlich nicht zu haben sind. Und so wird es vorläufig beim Alten bleiben: Nicht in Hörsälen der Hochschulen, sondern in rauchgeschwängerten Lokalen wird die antisemitische „Wiffenschaft" durch berufsmäßige Agitatoren „vertrieben" werden. Strnfiburg i. E. Der soeben erschienene „Israelit" Nr. 56 enthält eine Notiz von Friedrichstadt (Schleswig-Holstein), in welcher erklärt wird, daß Enten und Gänse mit schwarzem Schnabel als streng verboten zu betrachten wären. Diese Erklärung erfordert entschieden eine Richtigstellung. rrne rat» xvnttp byi:ya runo rmn •wren rm mwpn ptoi^r^ um mxipo ms^n by r'v nawna wrov ibn mm« -nnv viv-in vnb mm»n -iti„ dh1? ojöjb» 'v„ , "sbwv hjw kSi Tnvb -D’j mt ttrnta pcn ftsw?iki pjtre 'ji nam spi ernsin DTOW ^33 JWW p’O 0*0 ,TXD ppp will? ’E^ *p ^3 ."» ’)rPDtJV'3 f X3 pH fllWK Aber auch jtmwi vmt zu a*ß /o»d bringt beut* lich, daß Gänse mit schwarzem Schnabel *wi» sind und verweist yntmtr ibv tsc^o enswipa amnttn'n «anwi by oma« 71'3 -ibdi) nnm porann nwntr nwixn 1'L»3!1^ nam ♦ot nnn irx In der oben erwähnten Notiz von Friedrichsiadt wird des Weiteren bemerkt: Ursache dieses Verbots ist jedenfalls, weil solche mit schwarzem Schnabel versehene Enten und Gänse wilde Vögel sind. Ich möchte hierzu Folgendes bemerken. Schon wiederholt wurde ich in Betreff von Wildenten befragt und habe dieselben nach «anwi 0*3 sv'v p-nr nöx nie erlaubt und glaube auch kaum, daß irgend ein runn ™ dieselben w» sein möchte. Aus 3*b p’D .tut m -pun manem ist zwar ersichtlich, daß er die Wildente als ivus pjw erklärt. Allein aus 3*po a*y po 'nbvi ws ersieht man, nvyöb raruw obwohl er schreibt bbi pwpv Ha i'rinb na peo^ pK Selbstredend kann man daher Wildenten und Wildgänse gewiß nicht Tflö sein, nto xbi H ian bin aus dem wn von Wildenten, auch Enten und Gänse