Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 59 (27.7.1899)
- Date
- 1899-07-27
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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WWßWM«MWMMMM^W?MWW 1245 Religionsgesellschaft, Herrn Markus gedachte, auf die derzeitigen Vorstände, Herr Vorstandsmitglied Rosenbaum aus Herrn Provinzial-Rabbiner Dr. Hirschseld und alle die, welche sich um den Bau Verdienste erworben haben. Dann ergriff Herr Vorstand G r ü n e w a l d nochmals das Wort, um Herrn Cantor Klein für seine großen Verdienste und vielen Bemühungen im Interesse der Religionsgesellschaft zu danken. Es brachte dann noch Hr. Cleve einen Toast auf die Damen aus; Hr. cand. phil. Bambergcr rief der Religionsgesellschaft ein herzliches 2-e Sio zu und leerte sein Glas auf die glückliche Erhaltung des neuen rarrn in und durch minyi mm; Hr. cand. phil. B. Hamburger regte in seinem Toast Pflege der min innerhalb der Religionsgesellschaft durch eine man an, was begeisterte Aufnahme fand und ' nra auch verwirklicht werden wird. Herr cand. Epstein brachte seine Wünsche im klassischen Hebräisch zum Ausdruck. Nachdem mit dem Tischgebet die herrliche bw rrrro rvoto beendet war, verrichtete man gemeinschaftlich das Gebet und trennte sich in fröhlicher Festesstimmung gegen 6^/2 Uhr, um sich um 8 Uhr zu einem Vergnügungsabend wieder zusammen zu finden. Die von Herrn Kantor Klein für diesen Abend mit einer Anzahl von ehemaligen und jetzigen Schülern und Schülerinnen unserer Religionsschule eingeübten Theaterstücke, sowie die vorgeführten lebenden Bilder, fanden alle reichlichen, wohlverdienten Beifall. Die Gemeinde brachte ihm ihren Dank durch Ueberreichung eines werthvollen Pokals zum Ausdruck. Erst in den frühen Morgenstunden verließen die Festtheilnehmer den Saal, in dem man so herrliche Stunden verlebt hatte. Unserer Religionsgesellschaft aber rufen wir zu pew pm! Möge es ihr auch weiter gelingen, ' .172 unter der Leitung unseres verehrten Herrn Rabbiners sich immer weiter zu entfalten, und wirklich jüdisches Leben sich imnier mehr und mehr entwickeln sowohl hier als in unserer Provinz ne'nprr i;mm pp nomS) Oesterr. - Un gar. Monarchie. Grotzwardein, 10. Ab. Heute betrauerten und beweinten wir einen großen Todten, den rühmlichst bekannt eit Präses der hiesigen orthodoxen Gemeinde b"' pxeSSix Srne" "i. Wie ein Blitz vom heiteren Himmel traf uns am pn nesr das sich schnell verbreitende Gericht, daß Sn pxaSSi« S«iL" n gestorben ist; ein Herzschlag hat plötzlich dem so theueren Leben ein Ende bereitet. Die ganze Stadt fiel in Trauer, die Tagesblätter veranstalteten Extra- Ausgaben und würdigten die Verdienste des Verstorbenen in leitenden Artikeln, Trauerfahnen sah man an vielen Enden der Stadt wehen, denn der Verstorbene nahm auch im politischen und sozialen Leben der Stadt hohe Stellen ein, er war Stadtrath, Vicepräsident der liberalen Partei, Mitglied der Handels- und Gewerbekammer und erfreute sich im Allgemeinen eines sehr hohen Ansehens. Was der Verblichene für unsere Gemeinde war, was er während seiner beinahe zwanzigjährigen Thätigkeit als Vorsteher unserer Gemeinde gewirkt, welche Institutionen er geschaffen, in welcher Achtung er bei der ganzen Bevölkerung der hiesigen Stadt stand, davon legte die heute stattgefundene mS beredtes Zeugniß ab. Eine unabsehbare Menschenmenge, Tausende und Abertausende gaben ihm mit gebrochenem Herzen das Geleite. Vertretungen von vielen Gemeinden Ungarns schloffen sich der Traucrgemeinde an, ein jedes Mitglied der hiesigen Gemeinde betrauert in ihm seinen Vater, seinen Schutz und Stütze, ein jeder war überzeugt, daß dieser Mann in seinem langjährigen öffentlichen Wirken selbst- und intereffenlos nur für L've» n«m mm gelebt, ja, während seines ganzen Lebens fein persönliches Jntereffe, sogar seine Gesundheit vernachlässigte und nur für das Gemeinwohl gelebt hat Man braucht nur die Institutionen der hiesigen n&mp nSnp zu betrachten, die cumc mm rpaa me, die koscheren Fleischbänke, welche bezüglich niere den ersten Rang in Ungarn einnehmen, die Schulen, welche in ganz Ungarn einen weitberühmten Ruf haben, eine Volksküche, in welcher täglich Hunderte von armen Leuten gespeist werden, dies alles war sein Händeweik, rastlos arbeitete er an der Größe der Gemeinde; sein Einfluß in den höchsten Kreisen war ein sehr großer, wo ein Jude in der ganzen Gegend, ja in ganz Ungarn in Drang und Roth gerathen ist, sein erster Trost war Sn Suis" n. Sein Wirken war aber nicht blos auf seine Gemeinde, oder auf die, welche ihn um Hilfe anriefen, beschränkt, er galt für ganz Ungarn als eine nrächtige Stütze für die strenggläubige Judenheit. Als Mitglied der orthodox n Durchführungs- Kommission leistete er Großartiges, seine große Weisheit, sein für die echte n:ia« warmschlagendcs Herz wiesen ihm immer den rechten Weg, den er einzuschlagen hatte und der auch von Gottes Segen begleitet war. Alle c\nse riefen aus Sb; Sinn iv '2 nrm «Sn Sx^tre ein. „Ihr werdet wissen, daß ein Fürst und Großer heute in Sjob» gefallen ist." Seine eiserne Willenskraft ließ ihn alle Hindernisse überwinden, wo es galt ein sich gestelltes Ziel zu erreichen, er schrack vor nichts zurück, wo die heilige mm im Spiele war und verhalf ihr auch immer zum Siege. Als Abkömmling großer Eltern (er war ein Sohn des berühmten ncSt? nijrr Sys fix;, ein Enkel des um nsn und Urenkel von riinxo b'Jb) war er auch ein ei2W epn, ein Großer in der mm und sein