Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 55 (13.7.1899)
- Date
- 1899-07-13
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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1164 Hingegen hält der Vorstand der Versicherungsanstalt Baden, inUebereinstimmungmitderReichs- Versicherungsanstalt, nach wie vor daran fest, daß in den Fällen, in welchen ein israel. Religionslehrer oder Kantor von dem Synagoge» rath gleich zeitig mit der Vornahme des Schächtens beauftragt ist, die VerficherungSpflicht wegen dieser letzteren Thätigkeit nicht begründet erscheint, weil dieselbe ein in tegrirender Bestandtheil seiner übrigen, der Versicherungspflicht nicht unterliegenden, dem isr. Gottesdienst oder Religionsunterricht gewidmeten Dienstverhältnisse anzuseh.n ist. Wa» für Baden paßt, gilt selbstverständlich für das ganze deutsche Reich. L. Homburg v. v. H. Am 4. Juni feierte Herr Louis Lehmann dahier seinen 70. Geburtstag. Es war ein schrecklicher Regentag, als ich mich anschickte, dem Freunde persönlich die herzlichsten Glückwünsche entgegcnzubiingen, aber selbst waa d'd na.nxn nx nar^ 'by ab. Und als ich den Freund tiefergriffen inmitten vieler Freunde und Verehrer fand, da freute ich mich erst recht, Zeuge einer so einfachen, aber herzlichen Feier zu sein. Wer die jüdischen Zeitschriften seit ihrem Entstehen bis heute mit Aufmerksamkeit verfolgte, dem wird der Name Louis Lehmann, nicht nur durch seine Mittheilungen, sondern auch durch seine tiefsinnigen Gedichte aus dem jüdischen Familienleben bekannt sein. Ebenso bekannt ist er aber auch den vielen Fremden, die alljährlich Homburgs Heilquellen besuchen, durch zwei von ihm begründete und wie wirkliche Kinder gepflegte Vereine: Holzverein und Mädchenausstatinngsverein. Kein Fremder verläßt Homburg, ohne daß der Jubilar denselben für seine Vereine zu begeistern und zu erwärmen verstanden hätte. In aller Frühe schon hatte sich die Deputation dieses Vereins bei ihm eingefundcn, um ihm ihre Glückwünsche auszusprechen; es folgte eine Deputation des Vorstandes der jüdischen Gemeinde, Rabbiner Dr. Kottek, fast alle Mitglieder der israelitischen Gemeinde. Um 4 Uhr fand ein gemüthliches Zusammensein aller Verwandten des Jubilars statt, auch Herr Rabbiner Dr. Kottek hatte sich ein gefunden, bei welchem ernste und humoristische Ansprachen und Vorträge gehalten und eine große Anzahl Depeschen und Briefe — solche auch von hervorragenden christlichen Persönlichkeiten Homburgs zur Verlesung kamen. Die vielen Freunde Lehmann's stimmen gewiß mit vollem Herzen in den Wunsch des Rabbiners ein: Möge der Allgülige den Jubilar gesund und kräftig erhalten o^iwr ,nxe mv, Rothschild — Worms. Ladern, 3. Juli. Gestern Abend fand in hiesiger Synagoge unter Beteiligung der ganzen Gemeinde der Trauergottesdienft für Rabbiner Dr. Israel Hildesheimer ‘r»' statt. Die Gedacht - nißrede hielt unser Herr Rabbiner Dr. Staripolsky von dem "'v zu nnoc e ausgebend! men b'c: ,-ns nnxa .nat zb'vz mm :,naSn irwaa na» 7aa nar nn:a:a na* 7aa nai naana nat tb'vn bz sax nrm naa rixrs esc* nonr: ptr pia?ti»*x ‘raa nai rwr 'na ne» .noSe* ptr c^a nx dt. *nra bv vnwr 'rna; x7 d:' nian7on B'aiasS xT pan a^p*? x7 *a trnir.n mn jmbi ns? a fn cyn^ x7 en atny B'jiaj1’ x^ eji cnS B'iaan^ ern *bnr ba n nax na : *?ax .nnm jsi ,Dbz nx mp* *;• :,to;3 ma; ^nn' Sxi irenaa, wies derselbe nach, daß die Wirksamkeit des unsterblichen Rabbi Israel Hildesheimer befruchtend und segnend sich in dem Rahmen der drei mm bewegen konnte, weil seine Kraft nur der Thora geschöpft war. Klagend rief der Redner mit einem Citate des Jerusalemer Talmud aus: irrax na x;nec "xn 'py nnc pwa *27 -pn na :x vnx bs wx *nanv czb st' -na a'na ,"b‘B 'xtfatr nrxxstian pxc mann* -ax bv pwc n nx 'jnaxtr .nna wpa Dieses po*D (Zeichen-Wegweiser) haben wir sichtbar verloren; wir können jedoch das pre im Geiste erhalten, wenn wir uns bestreben auf diesen Pfaden zu schreiten, die er uns sein ganzes Leben vorgezeichnet hatte. In würdiger Weise, mit dem Gebete xSb 7x am, vorgetragen von Cantor Wolf, wurde diese erhebende Feier geschloffen. Insterburg, im Tamus. Von Herrn Rabbiner Dr. M. Beermann ": erhalten wir folgende Zuschrift: 7WD12 TDn7 sehe ich mich penöthigt, die Herren auf zwei Dinge bei nirnw besonders hinznweisen: 1) ihre Gemeindemitglieder nsmn mic psw D'pDa — zu instrniren, daß jede ^topfgans VL'wi np'na erfordert, zumal hier in Ostpreußen, wo das Stopfen der Gänse oft mit 'o CPm □P'U’j/ vorgenomnien wird, oft ohne Zweifel np'na nörhig ist — otm wrojm wv ’isci n*3tt* nvw yw 2) bei dem Transport, namentlich von schweren Gänsen, wie sie hier gezüchtet werden, entstehen sehr häufig mnijm die zu ntm über n’EJN natw oder rpn taetw führen, wo ber.p“* HTD in vielen Fällen des Sosiks wegen und somit L'sntr 7L' pDO tcsd sein muß. Dies kann manchmal durch den tarnte vermieden werden, indem dieser vorder niwnip durch feststellt, ob die Flügel pasju oder Viantw sind und so 7>'7W 7L' 71312 7'Lt3 ist: a Denn findet der tomty eine Nmjm vor der nc’nitf so kann der betr. "7i,n' ohne namhaften Schaden das einem '"DJ verkaufen. b) findet der urnttf aber vor der HDTitF keine Nniy'n, so kann s in diesbezügliches Zeuguiß den nxmn mic oft veranlassen, die 7l7dt^ für 7L'3 zu erklären. O e st e r r.- U n g a r. Monarchie. Wien. (D e r M o r d i n P o l n a.) Am 1. d. M. erhielt die „Oesterreichisch-Jsraelitische Union" von der Eultusgemeinde Jglau die Mittheilung, daß im Walde Brezina bei Polna an jener Stelle, wo die ermordete Agnes Hruza aufgesunden wurde, an einem Baume sich ein Bild befinde,