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Der Israelit · 1899-07-10 · Heft 54 (10.7.1899) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 54 (10.7.1899)
Date
1899-07-10
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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keiten. Zunächst sollte es in der Gemara heissen: nsirettn rirpn 5W wozu die nochmalige Wiederholung des Wortes 2^n, wenn beide Male gleich zu lesen ist? Denn ist es gegen jeden Sprachgebrauch, ein Fett das aussen und zwar in der Mitte, also an der höchsten Stelle liegt, als mpn "pni, im Innern des Magens zu bezeich neu. Ferner ist doch eines dieser beiden Fettstücke als wirkliches sSn anzusehen und mc verboten, da sollte sich doch der *12*2 zunächst auf das Erlaubte und nicht noch auf das zum Genuss Verbotene erstrecken? Betrachten wir nunmehr Rasclus Erklärung Zu den Worten 12‘p-: *pn2 bemerkt er: cnpn 2^1. Was ist darunter zu verstehen? Zunächst denkt man an die Gemarastelle oben Oh ul. 49 b, wo zu den Kriterien des verbotenen Fettes?)Pp;i crp gerechnet wird und, wie Raschi oben 50 a bemerkt, ist jrrrio auch s^pr c*ip. Nur ist nicht einzusehen, warum Raschi nicht deutlich heraussagt jnrr’io 2^“, was jede Missdeutung ausschliescn würde. Man mag diesen Fragen kein entscheidendes Gewicht beilegen — i^yj; x^ o’JtiTm ’iytr — so habe ich, abgesehen von alledem, in meiner Arbeit nachgewiesen, dass in der Raschihandschrilt, die ich benutzt habe, ausdrücklich mp.“ 2^1 steht, ebenso in der ed. pr. In der darauffolgenden Venezianerausgabe von n'Si steht dann abgekürzt 'npi, woraus dann in der Bamberger Ausgabe trpn gemacht wurde. Es kann demnach kein Zweifel obwalten, dass Raschi tpnpn geschrieben hat. Was bedeutet nun mpi i^n? Jedes Fett ist doch mp, wenn man überhaupt auf das natürliche Fett diesen Ausdruck anwenden kann! Vergleicht man aber dazu, dass Raschi Chull. 116 a unten, ,12'pi durch nrpn "pri2 mp 2Pn erklärt, so ist es klar, dass auch an unserer Stelle gelesen werden muss und Raschi meint damit die geronnene Milch im Labmagen der Kälber, die in der That repü ist. Die Gemara sagt demnach, dass man sowohl das Fett auf dem Magen, als auch die geronnene Milch im Magen, die zur Käsebereitung gebraucht wird, dem Kohen geben muss. Dass man nach Raschi und den Gemaratext so lesen und erklären muss, das steht felsenfest, darüber ist kein Wort zu verlieren und ich begreife nicht, wie F. sich sträubee kann das anzuerkennen. Zu bewundern ist es, dass R. Jesaia Berlin, als 5p"iy asn, hier die richtige Lesart enipn divinatorisch geahnt hat. Da ihm weder die ed. pr. noch die Handschrift zu Gebote standen, so muss er von selbst auf diese, ich kann nicht anders sagen, geniale Conjectur gekommen sein. Ich gehe noch weiter und sage, dass alle jene E'paie, wie t'2x*i mx“! im ^122'X u. Maim., die ebenfalls das Wort zbn doppelt zitiren, wahrscheinlich auch das eine mal gelesen haben. Dazu bemerkt F.. ,,aus Ililclmth Bickurim IX, 19 möchte ich das Gegentheil schliessen, denn im Schlusssätze heisst es: nsiP coro“ i;n: *1221 na’pr.“ Dieser leiztere Satz entscheidet gar nichts. Maim. kann der Meinung gewesen sein, dass nur das Lab allein den Eigentlmmern des Viehes überlassen wurde und nicht auch das Fett. Dafür sprechen folgende Umstände. 1. ist es ein gelegentliches Produkt, das sieh nur bei jungen Kälbern findet; 2. ist es ein Fremdkörper und nicht wie das Fett angewachsen,* 3. hat cs nur für den Eigenthümer, der eine Milchwirtschaft besitzt einigen Werth, während der Koben im Gewöhnlichen nichts damit anzulängen weiss. Auch sieht es wie ein Widerspruch aus, wenn es auf der einen 8eite Chull. 49 a heirst: "irr“ 12 i;,“3 ceia 12^1 Pyty und andererseits ü>jrt3 E’PyaS *“i:n;i ns* py 12 i:nj: liessf man jedoc11 das eine Mal und das andere Mal 3?F, so ist jede Schwierigkeit behoben. Nachträglich sehe ich jedoch, dass in der ed pr. des c-E'i die beiden Worte “rirctf* 2Pni fehlen und ebenso in verschiedenen älteren Ausgaben. Diese Lesart bat Vieles für sieb, weil auch im tp*“ diese Worte fehlen. Nach dieser LA darf Maim. nicht zu denen gezählt werden, die gelesen haben. X. In der ersten Mischnah von i;n rrß’xi lesen alle Handschriften und alten Drucke diei n-ö roc, was ich als die bessere Lesart anselie, weil damit cnei n:2 distributiv auf jedes einzelne der Selmfe sieb bezieht. Aus den Worten des x"22'"> gebt hervor, dass so gelesen werden muss, denn sonst ist die dort gegebene Erklärung nicht verständlich. Der Hinweis F.’s auf Daniel 5, 25 ist gut und treffend und ich freue mich, mit dieser zustimmenden Bemerkung schliessen zu können; ,12122 211 IX. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen Deutschland. Frankfurt a. O. Der „Rathgeber für Gartenbau" bringt eine Abbildung der Rose, genannt „Mine Sancy de Parabere“ an einem alten Obstbaum im Rothschildschen Park in Frankfurt

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