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Der Israelit · 1899-06-29 · Heft 51 (29.6.1899) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 51 (29.6.1899)
Date
1899-06-29
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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999 lieh, dass nur reifes und nicht allzu saures Obst Magenkranken gereicht werden soll.*) Am besten eignet sich das Obst für die Zwecke der Krankendiät in Form von gekochtem Obst, den sogenannten Oompots. weil durch das lange Kochen die unverdaulichen Pflanzenzellen theilweise gelöst werden. In dieser Beziehung steht Apfelmus obenan, dem sich Birnen-, Kirschen- und Pflaumeneompot anschliessen. ln rohem Zustande eignen sich zum Genüsse für Magenkranke nur diejenigen Obstsorten, welche wenig Faserstoffe und wenig körnige Bestandtheile enthalten; dazu gehören vor allem Aepfel, Birnen undWein- 1 raubeil; es ist natürlich, dass die Schalen und Körner, die ja bei diesen Obstsorten leicht entfernt werden können, nicht mitgegessen werden dürfen. Dagegen sind die körnerreichen oder faserreichen Obstarten, zu denen Stachelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Brombeeren sowie Datteln, Apfelsinen, Ananas und andere mehr gehören, von dem Genüsse für Magenkranke auszuschliessen. Selbstverständlich lässt sich gegen den Genuss der ausgepressten Säfte dieser Früchte nichts einwenden; bei fieberhaften acuten Erkrankungen der Verdaungsorgane bilden sie, mit Wasser vermischt, als Limonaden, ihnen voran die Citronenlimonade, ein wohlschmeckendes und erfrischendes Getränk. Gerade der Kranke, dessen Verdauungsorgane darniederliegen, bedarf solcher anregenden Mittel, die im Stande sind, die Absonderung der Verdauungssäfte anzuregen und den gesunkenen Appetit zu heben. Denn ohne Reizung seines Geschmacks- und Geruchsinnes würde der Kranke, der sich ohnedies in der Wahl der Nahrungsmittel sehr empfindlich zeigt, gar schnell die Aufnahme der Nahrung verweigern. Und darin eben liegt die Bedeutung der Genussmittel und Würzstoffe, als deren wirksame Substanz sich irgend ein Reizstoff, sei es ein Oel, ein Alkohol, eine Säure, ein Harz oder ein Salz, erweist; ihre Bedeutung liegt darin, dass sie den Appetit reizen und einen gewissen Gaumenkitzel ausüben. (Fortsetzung folgt.) *) Aus den angeführten Gründen warnt schon Maimonides mit Nachdruck vor dem Genüsse unreifen oder sauren Obstes. (Canones etliiei Cap. UI.) Zeltrms-nachrlchterr tut* Eorresportdenre«. Deutschland. Berlin. Dem Vereine für jüdische Krankenpflegerinnen zu Berlin ist eine Hohe Auszeichnung zu Theil geworden. Derselbe hatte bekanntlich in der Ausstellung für Krankenpflege in den Räumen der Philharmonie ein Unterrichtszimmer mit allen für die Ausbildung der Schwestern erforderlichen Lehrmitteln, Instrumenten, Apparaten, Büchern, sowie schriftlichen Arbeiten und technischen Darstellungen der Schülerinnen ausgestellt, welches sich allseitigen Beifalls, insbesondere bei den die Ausstellung besuchende« Aerzten zu erfreuen hatte. Auch Ihre Majestät die Kaiserin verblieb, empfangen von der Oberin Fräulein Blau, längere Zeit in dem Unterrichtszimmer und hatte die Gnade, von der anwesenden Schwester einen Blumenstrauß huldvollst anzunehmen. Bei der am 16. dss. Mts. stattgehabten Preisvertheilung ist dem Verein für jüdische Krankenpflegerinnen eine von den sechs, von Ihrer Majestät der Kaiserin für die Ausstellung gestifteten Medaillen von der Jury zuerkannt worden. Wir meinen, daß dieser Thatsache eine Bedeutung beizulegen ist, welche über das spezielle Interesse des Vereins selbst weit hinausgeht und uns ermuthigen soll, auf allen Gebieten der Wohlfahrtspflege rüstig fortzuarbeiten. Berlin, 16. Juni. Der „Hebräische Litteratur- Verein Mekize Nirdamim" versendet folgendes Cirkular. Die geehrten Mitglieder erhalten den Rechenschaftsbericht für den 14. Jahrgang, zugleich mit den noch zum nnwn gehörigen Bogen, welche die Einleitung und die Nachträge des Herausgebers enthalten. Zu unserem groben Bedauern haben wir nicht auch zugleich die früher in Aussicht gestellte Fortsetzung der Diwan Jehuda ha-Levi'S beifügen können. Der Druck dieser Lieferung hat zwar begonnen, konnte jedoch bis jetzt nicht zu Ende geführt werden. Herr Dr. Brody ist durch die Uebernahme des Rabbinats in Nachod nicht im Stande gewesen, die nölhige Zeit für diese Arbeit, bei der manche Strophe mehrere Tage eifrigen Nachdenkens erfordert, zu erübrigen. Wir hegen aber die Hoffnung, daß wir diese Fortsetzung in dem neuen Jahrgange werden erscheinen lassen können. Derselbe wird zugleich enthalten: 1. rwn vnj, exegetische Erklärungen de« Anselm Astruc nach den Handschriften in Oxfort und Mailand. «an uss, die nähere Darstellung eines Streitiyaafa»»ww(r»iii«ii iw»—*

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