Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 47 (15.6.1899)
- Date
- 1899-06-15
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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WW WWW WWW 1PP 905 errichtet. Als die Schule organisirt war, da trat der Rabbiner an die reifere Jugend heran. Er hielt Vorlesungen aus rrcr^n min und ähnlichen Werken, wie freie Vorträge über das Wiffens- und Schätzenswerte im Leben. Die befähigteren Jünglinge wurden zum Talmudstudium herangezogen und also der Grundstein zu der zweitgrößten Jefchiwah Ungarns gelegt. Neologen dieser Bewegung, ein Nachgeben $’». wäre ihnen sehr erwünscht gewesen. Wie ein Fels im Meere stand er da, ließ die brandenden Wogen auf sich losstürme« und hielt Stand den drohenden Fluthen. Die prinzipielle Gegnerschaft gegen das System Hildesheimer blieb bestehen, keine Partei konnte sich der andern unterordnen. Dennoch waren die p e rvr. Israel Hildesheimer m. wr* — Wir hatten oben bemerkt, daß die Gegnerschaft der frommen Gesinnungsgenossen vorläufig ruhete. Als aus Nah und Fern Jünger herbeieilten und in der Eisenstädter Jeschibah deutscher Unterricht eingeführt wurde, da brach der Sturm der Entrüstung in seiner furchtbarsten Gewalt los. In Schrift und Rede wurde diese Neuerung bekämpft und wieder alle Hebel in Bewegung gebracht, um diese Maßregel zu unterdrücken. Mit fieberhafter Spannung folgten die sönlichen Beziehungen zu Dr. H. die besten. Als die hervorragendsten ungarischen Rabbinen als Deputirte bei dem Kaiser Franz Josef I. erschienen, um für die Jünger der Preßburger Jeschibah die Gleichstellung mit den geistlichen Candidaten anderer Confesfionen zu erbitten, da halten sie Dr. H. aufgefordert die Führung zu übernehmen. Die frommen und gelehrtesten Rabbinen zogen H. zu ihren Berathungen heran und forderten für jeden Akt seine Zustimmung und Unter-