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Der Israelit · 1899-06-12 · Heft 46 (12.6.1899) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 46 (12.6.1899)
Date
1899-06-12
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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m Anstellung pfälzischer israelitischer Lehrer auf Ausstellung des Reserves verzichtet und diesen die gleiche Wohlthat einer definitiven Stellung gewahrt werden wie ihren christlichen Kollegen der Pfalz. Ein weiters Moment, das für die in Ausficht genommene Vereinigung spreche, bilde die finanzielle Unterstützung, welche durch Anschluß an einen größeren, finanziell gut situierten und geleiteten Lehrerverband dem Einzelnen bei gänzlichem oder theilweisen Verlust des Einkommens, in Krankheits- und Todesfällen U. s. w. gewährt werden könnte. Diese größeren, israelitischen Lehrervereine wie der „Israelitische Lehrerverein für das Königreich Bayern", oder der Südwestdeutsche israelitische Lehrerverband sind keine Lehrervereine im herkömmlichen Sinne, sondern Unterstützungsvereine, wie diesbezüglich des ersteren auf der Würzburger Hauptversammlung seitens des ersten LandeSvereinsvorstandes ausdrücklich konstatiert wurde. Die angeführten Gründe in Verbindung mit den in der Versammlung gemachten weiteren Mittheilungen überzeugten die Anwesenden von der Nothwendigkeit einer Vereinigung sämmtlicher israelitischer Lehrer der Pfalz. Diese Vereinigung soll aber eine freie und freiwillige sein und sich innerhalb der oben angedeuteten Ziele bewegen, weshalb die Versammlung den einstimmigen Beschluß faßte, „eine freie Vereinigung der israelitischen Lehrer und Religionslehrer der Pfalz" zu gründen, die Frage des Anschlusses an einen bereits bestehenden größer» israelitischen Lehrerverband behufs weiterer Information zunächst offen zu lassen. Einem dreigliedrigen Ausschüsse, bestehend aus den Herren Feibelmann in Dahn, W a l d b o t t in Speyer und S t e i n e m in Landau, wurde die weitere Regelung der Angelegenheit übertragen. vollen Band »Die heilige Schrift der Israeliten", reich illustrirt von Gustav Dore. Hierauf trug Frl. Strauß ein von einem ehemaligen Schüler des Herrn Jubilars verfaßtes Gedicht vor unter Ueberreichuug eines prachtvollen Blumenbouquets. Aufs Tiefste gerührt dankte nun der Jubilar für all' diese Allszeichnungen, die er i, solch hohem Grade nicht erwartete. Kopenhagen, 6. Juni. Heute morgen lvurden die sterblichen Reste einer Frau der Erde übergeben, die zu den Seltenen gehörten, von denen in Wahrheit gesagt werden kann, daß sie im vollsten Sinrre des Wortes eine?Tl nsJW war. Aach kurzem uiib langsame:! Stwinden der Kräfte ist Frau Rose Melchior im Alter von 86 Jahren gestorben. Sie gehörte einer Familie an, die von der frühesten Kindheit her in der heiligen Religion erzogen, die Gesetze treu und aufrichtig erfüllte und bei denen sich auch die höchste und edelste Menschenliebe in Wort und That als Gruudzug des Eharakters und Leitfaden durchs Leben geltend gemacht. Wer daS Glück hatte, diese herrliche Frau näher Zll kennen, auch jener, der bloß einmal mit ihr gesprochen, der fühlte sich gleich wunderbar angezogen, ebensosehr durch ihre kluge und umsichtige, als durch die sanfte, bescheidene und milde Redeweise. Mit innigster Liebe umfaßte sie alle, die ihr nahe kamen und ihr Heiin tvar stets der Sammelpunkt der zahlreichen Familie, wo Junge unb Aeltere mit Ehr furcht und Ergebenheit sie rungaben. Schon in früher Ehe verlor sie ihren Gatten, und vor drei Jahren hatte sie den Schmerz, einen Sohn in'S Jenseits übergehen zu sehen. Doch in ihrem festen Gottvertrauen fand sie ihren Trost — wie sie auch selbst Andere zu trösten stets bemüht war. Ihr Andenken wird Allen unvergeßlich sein. vermischtes. Berlin An der. gelegentlich des hier tagenden Kongresses zur Bekämpfung der Tuberkulose als Volkskrankheit erösfueten „Ausstellung für Krankenpflege" in den Räumen der Philharmonie hat sich der „Verein für jüdische Krankenpflegerinnen" mit der Darstellung des llllterrichtsziurmerS für Krankenpflege Schülerinnen in sehr bemerkenSwerther Weise betheiligt. Feuilleton. Personalien Bamberg Am 14. Mai waren es 2b Jahre, daß Herr Lehrer Frankel dahier alS Religions- und Volksschul lehrer in der hiesigen israelitischen Eultusgemeinde seine Thätigkeit entfaltet. AuS diesem Anlaß veranstaltete die Gemeinde am Sonntag in dem Schulsaale einen Festakt, wie er inniger lind herzlicher nicht gedacht werden konnte. Anwesend bei dieser Feier waren u. a. der Ltadtschulreferent, Herr geistl. Rath und Stadtpfarrer Benker, die Herren Rektoren der beiden kgl. Gymnasien und der kgl. Realschule, eine Deputation des Stadtmagistrats, d e Herren Vorstände der Eultusgemeinde mit Herrn Rechtsanwalt Dr. Werner an der Spitze die Schuljugend und zahlreiche Freunde und Verehrer des Herrn Jubilars. Auch die Damenwelt war gut vertreten. CultuSvorstand Dr. Werner schilderte die langjährige segensreiche Wirksamkeit des Jubilars in der Gemeinde mit Worten der Anerkennung und des innigsten Danke- und überreichte als äußere- Zeichen der Hochachtung und dankbarer Verehrung Namens der Gemeinde ein großes Etuis mit werthvollen Eßbestecken. Hierauf begann Herr Rabbiner Dr. Eckstein seine Ansprache an den Jubilar und überreichte Namender Schule einen großen Prachtiebet eure Weinde." Eine apologetische Erzählung -&--$«»#» Von Etnaltr Mann. 1L) Nachdruck verboten. Als Seligmann Feist begann, verstummte sofort Alles im Saale: „Nur zu einem kurzen Wort, meine Herren, gleichsam nur zu einer Erklärung, erbitte ich mir Ihr Gehör. Noch bin ich viel zu fassungslos über den Aufwand von Bosheit und Niedertracht, der dazu gehört, um solche Angriffe möglich zu nrachen. Ich kann meinem Vorredner in die labyrintischen Gänge seiner Anwürfe nicht folgen — dazu bin ich einfach nicht im Stande, weil ich — weil ich mein

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