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Der Israelit · 1899-07-03 · Heft 52 (3.7.1899) · p. Seite 1014

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 52 (3.7.1899)
Date
1899-07-03
Page
Seite 1014 (sequence 10)
Language
German
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1014 B09DH n’3 nEHtso D’pny und schilderte die unvergleichlichen Verdienste depns ,D3n ,p6« Dr. Hildesheimer, ihn zu onjD in unserem Wochenabschnitte vergleichend, indem er hinweisend auf d n Midrasch hT'PS nr DnjE, ausführte, wie sanft, mild, edel, gutherzig, liebenswürdig, fegenverbreitßnd ein wie guter Engel auch Dr. Hildesheimer im Leben und Umgänge mit Menschen, insbesondere väterlich und freundlich gegen seine zahlreichen Schüler gewesen, so war er nichtsdestoweniger ein dhjs, ein niNaa 'i wpo ein ‘l roorDD Dm?, ein feurig-eifriger Kämpe, wo es sich um die Vertheidigung eine- Buchstabens unserer p"rnn, um ein pt m unserer nampn rum« banbeite. Zur Verherrlichung seiner Verdienste um die Verbreitung der nN"Vi min erwähnte der Redner auch, daß Dr. Hildesheimer mit gerechtem Stolze den vormaligen Rabbiner Dr. Lehmann y'BT, den Begründer de- „JSraelit" in Mainz, der so unendlich viel zur Erstarkung des glaubenstreuen Judenthums im allgemeinen, in Deutschland in-besondere geleistet hat, zu seinen Schülern zählen konnte. Mit schönen erhebenden '121 ")DtD naat D’Din’J schloß der geehrte Redner seine inhaltsvolle tiefe Trauerrede, die nachhaltigen Eindruck bewirkte, welcher mächtig ergreifender D’Dm n>d folgte. Hierauf wurde bei bereiteingebrochener Rächt anj/D gebetet. Die Straßuitzer Gemeinde hat somit den Trauertag würdigst begangen. RikolOvur-, 26. Juni. Ewar eine schlichte, aber erhebende Trauerfeier, die in unserer Altfchul, um den verstorbenen Director de- Berliner Rabbinersemtnars Herr Israel Htldesheimer^"Ll, Sonntag, 25. Juni abgehalten wurde. Nachdem da- Minchagebet verrichtet und vom Obercantor Neuseld ein passender Psalm reritirt wutche, hielt Rabbiner Dr. David Fenchtwang eine formvollendete, Gemüth und Herz ergreifende Rede, in welcher er einen sehr gelungenen Vergleich zwischen dem Vec bttchenen und pan Drus und dem Propheten tn’7N durchführt. So wie di« zwei letzteren ihr ganzes Leben hindurch sich in den Dienst Gottes gestellt, für Gott geeifert haben und bis zu ihrem letzten Arhemzuge ihrer Mission treu geblieben sind, so war auch Israel Hildesheimer ein Eiferer, ein gewaltiger Träger der Tradition. Er war es, der der Welt gezeigt hat, daß sich moderne Bildung mit ungeheuchelter Religiosität, profanes Wissen mit echtem. ungefälfchtem Judenthum vereinigen kann. Ferner sprach der Redner von dessen ungewöhnlicher Wohlthätigkeit, von seiner rastlosen Thätigkeit, von seinem Wirken als Lehrer der Rabbinen, und sowie der Prophet Elischa, als ihm sein Lehrer und Meister Elijahn entrissen wurde, in die Worte au-br«ch.- „Mein Vater, mein Vater, Israels Stleitwag n und Reiterei", so müsse auch er der Redner alehemaliger Schüler de- Dahingeschiedenen au-rufen; „Plein Vater, mein Vater, J-rael- Wagen und Reiterei! Nach Beendigung der Rede, die auf die Zuhörer einen sichtlichen Eindruck machte, sang der Oberkantor ein D’Dm s?D >n, sagte Dr. Feuchtwang das L"tp-Gebet, womit die erhebende Trauerfeier schloß. G-l»1hurn nona ittry nyaty nach dem Minchagebet hat unser Rabbiner Herr Struck einen lEon auf Tr. I. Hilde-heimer in der Synagoge gehalten, welcher einen liefen Eindruck auf sämmtliche Zuhörer hlnierließ. Der Redner begann mit den Worten Jeremia's jrr ’O 'Dy na na# ly ddv naaw , iym vyi , d*ö. Eine Sentenz des Talmuds eeaaL'i dnp' ,w D”nn mp' mson als Einleitung benutzend schilderte Redner den Lebenswandel des großen Meister« als ein tma in. — nias? Dan TDPn W mir unmöglich alle- Ihnen hier zu wtedexHalen, da der Hesped über zwei Stunden dauerte. — Ml- Redner klagend ausrief: „^Oa tzp iidjt ’Ot". Wer wird jetzt on die Spitze sich stellen al- Kämpfer, wenn unsere heilige Religion angegriffen werden sollte, blieb kein Auge thränenleer. S. Vertier, 29. Juni. Leiche nbegängniß Dr. Hildesheimers.) Nachtrag zur Präsenzliste: Bezirks- Rabbiner Tr. D. Fenchtwang—Nikolsbnrg, Mähren. Zeitungsnachrichten und Eorrespondenze«. Deutschland. Berlin, 24. Juni. Soeben ist der 14. Jahrgang des statistischen Jahrbuchs des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes erschienen. Das Buch ist auch diesmal seinem Ziele hinsichtlich der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Angaben erheblich näher gebracht worden. Es enthält das geopraphische Verzeichniß der jüdischen Gemeinden im Deutschen Reiche, die Angaben ihrer Seelenzahl, Vorsteher, Beamten, Vereine u. s. w. Ferner eine Tabelle von jüdischen Volksschulen, ein alphabetisches Register der jüdischen Gemeinden im Deutschen Reiche, ein Verzeichniß der staatlichen Behörden für jüdische Gemeinden, Verwaltungen und Gemeindeverbände, der höheren Lehranstalten und nichtjüdischen Volksschulen, an denen jüdischer Religionsunterricht erthetlt wird, der Vereine für Volksbildung und Bibliotheken, der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur, der jüdischen höheren Schulen, der Rabbiner- und Lehrerseminare, der Vereine von Rabbinern und Lehrern, der Stiftungen und Vereine zu Gunsten von Gemeindebeamten, der Anstalten zur Beförderung des Handwerks unter den Juden, der Vereitle für Arbeitsnachweis, der Institutionen für berufliche Ausbildung des weiblichen Geschlechts, der Vereine für jüdische Krankenpflegerinnen, der Waisen- und Er ziehungshäuser, der Altersversorgungsanftalten und Asyle, der Kranken- und Siechenhäuser, der Vereine gegen Wunder- und Hausbettelei, der Benai-Brith- Logen, der Vereine für Volksverpflegung, der jüd. Zeitungen und Zeitschriften, der jüdischen Pensionate, der Kurorte, in denen sich eine Synagoge befindet, und der jüdischen Buchhandlungen. Den Abschluß bilden die behördlichen Entscheidungen und Verordnungen, die diesmal in großer Zahl gesammelt sind. Das ganze Werk ist ein unentbehrliches Handbuch für Jeden, der sich mit den Angelegenheiten der Juden beschäftigt. Es ist sorgsam redigirt und vortrefflich durchgeführt. Der Preis ist ein sehr geringer. Für 1,60 M. ist es franco vom Büreau des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes, W., Sigismundstraße 5, zu beziehen. Richen b. Eppingen, 25. Jum. In einem Zeitalter des Rückgangs echt religiösen Lebens, er-

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