Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 35 (4.5.1899)
- Date
- 1899-05-04
- Page
- Seite 94 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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DWMWMWWWWWDßMWWDWWWWWMWWM Versäumte wurde am 28. November 1897 Bachgeholt und in Verbindung mit der Feier des sechzigsten Geburtstages des Stifters der Anstalt, des Herrn Consul A. M. Simon, dem damit zugleich einmal gezeigt werden sollte, welche Freude es seinen Mitarbeitern bereitet, an dem von ihm begründeten Werke mitrat hen und mithelfen zu dürfen. Namens des Vorstandes weihte Herr Handrabbiner Dr. Gronemann den Saal, in welchem die AnstaltsangehSrigen und die Gäste sich versammelt hatten, zum Bet- und Schulsaal ein, und liess am Schlüsse seiner Rede das Geschenk des Vorstandes und Kuratoriums enthüllen: ein lebensgrosses photographisches Brustbild des Herrn Simon, in einfachem, mit Birkenrinde verzierten Holzrahmen, der auf der Anstalt selbst hergestellt war. Ansprachen und Beglückwünschungen erfolgten : Namens des Kuratoriums durch Herrn Justizrath Dr. E. Berend. Namens des Damen-Comites durch Frau Baurath Ella Oppler. Namens der anwesenden Repräsentanten der Gemeinde Hannover durch Herrn Sie gm. Federlein Namens der Zionloge durch Herrn R. A. Gustav Heinemann. Namens der Lehrer und Beamten der Anstalt durch Herrn Sil b erb erg. Herr Justizath Dr. Berend übergab zugleich ein Schreiben des Herrn Alphons Jacobson in Leipzig, durch welches dieser treue Freund Ahlenrs eine Schenkung von tausend Mark stiftete, aus deren Zinsen jährlich am 17. November, dem Geburtstage des Herrn Simon den besten Schülern Prämien in Form von Sparkasseneinlagen feierlich überreicht werden sollen. Herr Jacobson fügte noch 85 Mk. hinzu, deren Vertheiluvg sogleich erfolgte. Im Anschlüsse an seine Dankesworte erklärte Herr Consul Simon, dass auch er eine Stiftung machen wolle und zwar zur Unterstützung entlassener Zöglinge, zu welchem Zwecke er zunächst tausend Mark bestimme. Das Damen Comite überreichte als Geschenk einen Chanukah-Leuchter. Das mit Schnitzwerk verzierte Palt, von dem aus die Redner ihre Ansprachen hielten, war von Herrn Jacob Salomon gestiftet worden, es passt in Holz und Styl zu dem bereits vorhandenen Sefer- Torah-Schranke, für welchen demnächst die Zionloge einen Vorhang schenkte, der von der Hand des Fräulein Elsa Hildeheimer höchst kunst- und geschmackvoll gestickt ist. Die durch Gesangs vor träge verschönte Feier machte auf die Anwesenden ersichtlich einen tiefen Eindruck, der sich u. A. auch durch weitere Geschenke äusserte. Es spendeten für den Unterstützungsfonds: Herr Jacob Salomon, Hannover Mk. 2"0. Herr Senator Fischer. Linden Mk. 50, Fräulein Konstanze Levy, Hannover 30 Mk. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, dass der Vorstand beschlossen hat, die im Vermögen der Anstalt befindlichen 216 80 Mk zur Unterstützung ehemaliger Schüler der neuen, besonders zu verwaltenden Stiftung zu überweisen; die fragliche Summe scheidet mithin aus dem Vermögen der Anstalt aus. Für den Jacobson-Fond spendete Herr Siegm. Fe der lein 100 Mk. Ein ungenannt gebliebener Freund schenkte jedem der 73 Zöglinge der Anstalt eine Sparkasseneinlage von 5 Mark. Die Frankfurt-Loge überwies mit ihrem Glückwunschschreiben eine Spende von 300 Mk., die Henry Jores-Loge in Hamburg eine solche von 100 Mk. Herr Gustav Tuch in Hamburg überwies 100 Mk. zur Beschaffung landwirtschaftlicher Bücher für die Bibliothek. Glückwunschschreiben und Telegramme liefen, ausser zahlreichen an Herrn Simon persönlich gerichteten, ein: von den B’n6 B ’rith - Logen in Berlin, Cassel, Dresden, Gleiwitz, Halberstadt, Kattowitz, Ratibor und Stargard, sowie von einer Anzahl Freunden, die am persönlichen Erscheinen behindert waren. Als unmittelbare Folge der herzerhebenden Einweihungsfeier kann der Berichterstatter verzeichnen, dass alle an der Leitung der Anstalt Mitwirkenden aufs Neue Muth schöpften, um die grossen Schwierigkeiten der ihnen obliegenden Aufgabe zu bekämpfen. Möge es allen Mitarbeitern vergönnt sein, die erhofften Früchte ihrer Thätigkeit zu schauen! f > }! > Die palästinensischen Hölzer. Das Holz, das in Palästina verarbeitet wird, ist theils Oliven-, theils Eichen-, theils Balsamholz. Zu diesen Holzarten gesellt sich aber bisweilen noch ein schwarzes Material, das wie Ebenholz aussieht, seine Farbe aber dureh Beizung erhält. Der 0 e 1 b a u m findet sich an vielen Stellen des nördlichen, wie des südlichen Palästina. Die ältesten Olivenbäume birgt der kleine, von einer Mauer umschlossene Gethsemanegarten am Westflusse des Oelberges; sie haben die Gestalt kolossaler uralter Weiden, und haben sicher weit >