Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 35 (4.5.1899)
- Date
- 1899-05-04
- Page
- Seite 93 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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0. J. in K. 5 M. Ober-Geemeu. Durch S. Frank 5 M. Oftrowo. Durch D. Hartmann 5 M. Pfungftadt. Durch Direktor Dr. Barnaß 4 M. Rotenburg a. Fulda. Aus R. I 5 M. Etuttgart. I. M. Levt 10 M. Schlangen. B. M. Meyrr 5 M. 8. 8. in M. 5 M. Spaugeuberg. Durch Lehrer Blumenkrohn 4 M. Wüfteusachse« Durch Lehrer I. Grünewald S M. Weißeuburg. Frau Guts Gerfchel 5 M. Lvefel D^rch Lehrer S. Spier 5 M. W. K. in Z 5 M. Z. 50 M. Die israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem bei Hannover. Dritter Bericht. Umfassend den Zeitraum vom 15. September 1897 bis zum 1. September 1898. (II. Fortsetzung und Schluss.*) Neben der grossen Einbusse an der Gärtnerei haben wir im Jahre 1897 eine ebensolche in der Höhe von etwa 6100 Mark an dem Betriebe der im Frühjahre 1897 eingerichteten Verkaufsstelle in Hannover zu beklagen. Der mit dieser Verkaufsstelle gemachte Versuch ist gescheitert, theils weil die Firma S. Minden und Co. nicht einen genügenden Umsatz zu erzielen vermochte, theils weil der von uns gemiethete Laden sich als für Blumenverkauf ungeeignet erwies. Der Betrieb der Verkaufsstelle verschlechterte sich im Jahre 1898 derart, dass wir nach gründlicher Erwägung aller Verhältnisse das Lokal zum 1. October 1898 kündigten und bereits am 15. Juni die vorhandenen Bestände nebst Einrichtung an Herrn 8. Minden und dessen neugewonnenen Geschäftstheilhaber verkauften Die Rechnung des Ladens wird für das Jahr 18 98 einen weiteren Verlust ergeben. Die im vorigen Berichte schon erwähnten Erweiterungen der Anstalts-Liegenschaften, Gebäude und Einrichtungen sind im Jahre 1897 vollendet worden und haben in der Jahresrechnung ihren ziffermässigen Ausdruck gefunden. Hinzugekommen sind noch rund 8 4 0 Mark für Fertigstellung der Bäckerei-Baulichkeiten. (Zwei Backöfen waren schon bei der ersten Anlage der Gebäude mit eingebaut worden.) Wir setzten die Bäckerei Anfang 18 98 in Betrieb und sind mit dem Ergebnisse desselben im Ganzen zufrieden. Mancherlei Störungen, die ja bei keinem neuen Unternehmen ausbleiben, mussten wir allerdings auch hierbei in den Kauf nehmen, werden aber voraussichtlich die Rechnung für 1898 ohne Verlust abschliessen. Sobald wir erst eine grössere Kundschaft herangezogen *) S. Nr. 6S6. haben, rechnen wir auf einen kleinen Ueberschuss aus der Bäckerei, die uns überdies die Möglichkeit bietet, ein gutes, nahrhaftes Brod zu mässigem Preise für unsere Zöglinge zu beschaffen, wie aueh einzelne unserer Zöglinge in diesem wichtigen Gewerbe anzulernen. Zur Konsolidirung unserer Schulden, die ja ausschliesslich durch Erweiterungen der Anstalt entstanden sind, war es das Empfehlenswerteste, ein hypothekarisches Anlehen aufzunehmen, und solches gleich so hoch zu bemessen, dass wir auch noch fernere Erweiterungen aus den daraus gewonnenen Geldern vornehmen konnten. Unsere Verhandlungen mit der Jewish Colonication Assoziation führten im Frühjahre 1898 zu einem für unsere Anstalt höchst erfreulichen Ergebnisse. Die genannte Gesellschaft gab uns ein Darlehen von 150,000 Mark zur ersten Hypothek, gegen einen Zinsfuss von nur jährlich 1 Prozent und der Verpflichtung einer Tilgung von jährlich l1/, %, so dass wir im ganzen nur 21/2 % jährlich zu zahlen haben. Um weitere Kreise namentlich in Süddeutschland für die Unterstützung unserer Anstalt zu gewinnen, veranlassteu wir Herrn Rabbiner Dr. Finkei in Breslau zu einer Reihe von Vorträgen über unsere Bestrebungen. Herr Dr. Finkei konnte uns von manchem schönen Erfolge berichten; wir verdanken ihm die Bildung einer grösseren Zahl von Local-Comites und den Eingang nicht unbedeutender Spenden. IV. Einweihung der Anla. Das im Frühjahre 1897 fertig gewordene neue Schul- und Beamtenhaus war z. Z. sang- und klanglos bezogen worden, weil uns die Zeit zu einer Festlichkeit nicht geeignet schien. Das