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Der Israelit · 1899-04-24 · Heft 32 (24.4.1899) · p. Seite 606

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 32 (24.4.1899)
Date
1899-04-24
Page
Seite 606 (sequence 4)
Language
German
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WWWWWW 606 zuversichtlichen Erwartung, datz derselbe die Anstalt zu weiterer gedeihlicher Entwicklung führen wird. Unsere Schule wurde Ende Dezember 1898 von 201 Knaben und 197 Mädchen, zusammen von 398 Schülern besucht. Dar Lehrerkollegium bestand aus 6 ordentlichen Lehrern, einer ordentlichen Lehrerin und 4 Hilfslehrkräften. Die alljährlich von der städtischen Schulbehörde vorgenommenen Revisionen gaben zu unserer Genugthuung recht befriedigende Resultate. Diese für uns so erfreulichen Ergebnisse wurden ohne jegliche staatliche oder städtische Unterstützung erreicht. Wir sind vollständig auf uns selbst angewiesen und daher genöthigt fort und fort aus den Wohlthätigkeitssinn unserer Freunde zu rechnen und an dar Herz unserer Glaubensgenossen zu appelliren. Nur zum kleinsten Theil sind die meistens ganz unbemittelten Eltern unserer Kleinen imstande das Schulgeld, so gering es auch ist, zu bezahlen, und unseren großen Ausgaben stehen, abgesehen von einem bescheidenen Zinsenerträgniß, nur die Eingänge aus Geschenken, freiwilligen Jahresbeiträgen und den Zuschüsten gegenüber, welche uns einige wohlthätige, den Schulbesuch unbemittelter Kinder fördernde Stiftungen zuwendeten. Diesen Stiftungen, der Kaffe zur Ermöglichung de- Schulbesuches unbemittelter Kinder, der M. I Klrchheim'schen Stiftung und der Louis Mayer Maaö'fchen Stiftung statten wir hiermit für ihre werkthätige Unterstützung unfern wärmsten Dank ab. Von einem edlen Gönner, der uns schon wiederholt in hochherzigster Weise bedachte, wurde unsrer Schule eine Gabe von M. 5000 zugewiesen, mit der Bestimmung, daß dieselbe unantastbar zu bleiben habe, und nur deren Zinsen verwendet -würden. Auch an dieser Stelle danken wir aufs herzlichste für diese Zuwendung, über welche im Sinne dieses Menschenfreundes verfügt werden wird. Dank, innigsten Dank allen Gönnern und Freunden unserer Anstalt, die uns durch Jahresbelträge, Geschenke und durch besondere Spenden bei freudigen oder traurigen Veranlaffungen unterstützten! Mögen sie in ihrem wohlthätigen Sinne nicht Nachlassen, und möchte doch ihr Beispiel einem immer größeren Kreise zum Vorbild dienen! Unsere diesjährigen Einnahmen belaufen sich auf M. 26v25,32, wogegen unsere Ausgaben den Betrag von M. 28l0O.— überschreiten. In dem kommenden Jahre stehen wir sogar vor einem Deficit von ca. M. 8500.—, so daß wir mehr denn je auf die Unterstützung, auf ausgiebige rasche Hilfe aller Menschenfreunde angewiesen sind. Paderborn, 20. April. Seit vergangenen Sonntag weilt in unserer Stadt zum Besuch seiner Jugendfreunde, der durch die Palästinareise unseres Kaiserpaares bekannt gewordene Lazaristenpater Schmidt aus Jerusalem, geboren zu Haawen bei Paderborn, nachdem derselbe in vergangener Woche von unserem Kaiserpaar in mehrstündiger Audienz empfangen worden war. In Begleitung seines Freundes, des Freiherrn von Fürstenberg, stattete derselbe dem Prediger hiesiger Synagogen-Gemeinde, Herrn Weiter, am gestrigen Tage einen längeren Besuch ab. Der hochwürdige Herr, eine echt patriarchalische Erscheinung, sprach sich über Palästina, den Kaiserbesuch und den Zweck seiner Reise in leutseligster Weise aus. Tadelnd äußerte er sich über die maßlosen Kritiker unseres hl. Schriftthums, die „Zersetzer der positiven Religionen". Diesem uns gemeinschaftlichen Feinde gegenüber, müßten wir ein gemeinsames Bollwerk zu schaffen suchen und zwar durch Gründung einer Universal-Bibliothek, die alle Schriften sammeln solle, die auf die hl. Schrift Bezug hätten, gleichviel in welcher Sprache, wann und von wem sie verfaßt seien. Da dieses auch im Jnterresse des Judenthums läge, hoffe er auch auf deffen Unterstützung. Herr Prediger Weiler versicherte dem hochw. Herrn sein Interesse für das ideale Unternehmen und versprach ihm, zu diesem Zwecke einige werthvolle Bände seiner jüdischen Bibliothek zu überlaffen. Mit „Boruch hascholaum" endigte der erfreuende Besuch des hochw. Gastes. Unter den Büchern, die Herr Weiler dem hochwürdigen Pater Schmidt zum Geschenke übergab, befindet sich das e'aan u*y mxa icd. In dasselbe schrieb Herr Weiler einige Widmungsworte in pvb BHpn und nahm darin Bezug auf eine Anmerkung, die auf der zweiten Seite dieses Buches gedruckt steht und die zur Kenntnißnahme unserer Antisemiten- Häuptlinge hier wortgetreu im Urtext folgen möge: lli'Tk ny iccnjp D'“!Con bzz p: nn -?aaa la-up na ^a nman rnn xb ',b e'ainn* ma:x ixn a'^ay bv mn m nyy anp vrat? muianpn meixrr am« bv 0« '2 *ianp ry naiy DJ*« nny an»« uxsp me:x.n bv xb b’SSip um« cmmen emra amarn ux: arnrna emax :nja x^x , bbs m xbx cbbpbi cmzb ':b nax; namx pto ,ppnan p nxi ryn vbv nx *,tm ainaa craro aai^iy an-nb rnarnna bzv ynn unyitma s]xi a'bv czb n'N' aai^tya 'a aa^a a^outr aicn cVias anS aPa^ a*'.pa ux a’csa uxty maixn ♦ nn |aia :Sxn a'a'a uay O e st e r r. - U n g a r. Monarchie. Wien, 20. April. (Der Nachlaß der Baronin Hirsch.) Von informirter Seite wird mitgetheilt, daß der gesammte Nachlaß des Baron Hirsch mit 620 Millionen Francs zu beziffern ist. Ein großer Theil dieses Vermögens wurde nach dem Tode des Baron Hirsch im Sinne seiner testamentarischen Bestimmungen an Verwandte, die Erbansprüche haben und welchen er solche zuerkannte, außerdem den von ihm geschaffenen humanitären Institutionen zugewen-

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