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Der Israelit · 1899-04-17 · Heft 30 (17.4.1899) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 30 (17.4.1899)
Date
1899-04-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
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F67 ein zelle Schenkungen nicht gerechnet werden kann, sondern daß wir hauptsächlich auf die Vermehrung der regelmäßigen Einnahmequellen durch Gewinnung von Ehrenmitgliedern bedacht sein müssen, damit wir nicht später einmal gezwungen werden, die jährlichen Pensionen, die immer weiter zu erhöhen wir uns als vornehmste Aufgabe gestellt haben, zu reduziren. Die Zahl der ectiven Mitglieder betrug am 31. Dezember 1837 376; am 31. Dezember 1896 363. Die Zahl der Ehremitglieder hat auch in diesem Jahre durch die Bemühungen einiger Herren, denen wir dafür nochmals unfern Dank abstatten, einen Zuwachs erhalten; sie beträgt jetzt 1000. An Jahresunterstützungen wurden M. 15,244.— in 103 Theilen zu je M 148.— an 84 Unterstützte gegen M. 14.400 — in 100 Theilen zu je M. 144.— an 80 Unterstützte im vorigen Jahre vertheilt. Zur Bestreitung außergewöhnlicher Unterstützungen wurde aus dem Reservefond der Betrag von M. 1639 verausgabt. Das Vereinsvermögen beträgt nach Abzug der zur Vertheilung kommenden Summe Mk 236,041.90 gegen M. 227.385.20. im vorigen Jahre. Aus Württemberg, 3. April. Die Correspondenz aus Buttenhausen in Nr. 24 u. 25 des „Israelit", welche die Vertheidigung des Herrn Rabbiner Laupheimer aus Buchau zu Ausfällen gegen Herrn Kirchenrath Dr. Kroner in Stuttgart gestaltet, kann Einsender dieses nicht unbesprochen lasten, da die Schuld in der Bestellung eines Religionslehrers für den erkrankten Lehrer Forchheimer keinen der beiden Herren trifft. Die Bestellung eines Stellvertreters für einen erkrankten Elementarlehrer ist Sache der Oberschulbehörde, und an diese hatte sich die Gemeinde unter Vermittelung der Orts- und Bezirksschulbehörde zu wenden unter Darlegung der örtlichen Verhältnisse. Die Rücksprache der Oberschulbehörde mit der israel. Kirchenbehörde bei der Berufung von unständigen Lehrern ruft gewöhnlich Verzögerungen hervor, ohne Verschulden dieser Behörden. Was die weiteren Bemerkungen über die Wirksamkeit des Herrn Kirchenraths Dr. Kroner be trifft, so bedürfen auch sie der Berichtigung. Die Leitung der religiösen Angelegenheiten der württ. Israeliten, zeigt in der neuen Aera einen konservativen Charakter, und wenn die religiösen Institutionen in manchen Gemeinden noch vieles zu wünschen übrig lasten, so liegt die Schuld darin, daß hier d:ix px gilt, daß die Anregungen des Dr. Kr. bei seinen Visitationen von den Vorständen nicht beachtet werden und fromme Wünsche bleiben Die Ovationen, die Herrn Dr. Kr. in den Gemeinden entgegengebracht werden, hat derselbe weder verlangt noch angeregt und sie als vnp gegerwfcer den Bekennern anderer Glaubensbekenntnisse angenommen. In Stuttgart selbst hat Herr Dr. Kr. schon vieles für ,n-nri non rsbvss\ ,rm3y geleistet. Trotz seiner vielen dienstlichen Obliegenheiten ist er mm pro, hat die Religionsschule erweitert und durch Gründung verschiedener Vereine das Jntereste für das Judenthum und philantropische Zwecke gefördert. Hannover. Dem dritten Bericht über die Israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem bei Hannover pro 18^7/98 entnehmen wir: Um weitere Kreise, namentlich in Süddeutschland, für die Unterstützung unserer Anstalt zu gewinnen, unternahm es Herr Rabbiner Dr. Finkel in Breslau, durch eine Reihe von Vorträgen belehrend und aufklärend über unsere Bestrebungen zu wirken. Herr Dr. Finkel hat durch seine Vorträge an vielen Orten irrige Ansichten und Voreingenommenheit zerstreut; wir verdanken seinen Bemühungen die Bildung einer größeren Zahl von Lokal-Comitees, sowie den Eingang nicht unbedeutender Spenden; im Jntereste unserer Anstalt hoffen wir daher, daß es ihm möglich sein wird, seine ersprießliche Thätigkeit für dieselbe noch weiter fortzusetzen. Um die uns in Süddeutschland gewonnenen Sympathien festzuhalten und den dort gebildeten Lokalkomitees einen festen Rückhalt zu geben, sowie zur Bildung weiterer Lokalkomitees anzuregen, haben unsere Frankfurter Freunde ein Zw.igbureau der Anstalt in Frankfurt a. Main (Langestraße 21) errichtet, desten Leitung Herr Otto S. Strauß freundlichst übernommen hat. Das Bureau ist in der Lage, jede etwa gewünschte Auskunft über die Anstalt zu ertheilen. Seit der Abfastung des letzten Berichts beendeten 15 Lehrlinge ihre Lehrzeit, es sind somit im Ganzen bislang 29 Lehrlinge auSgebildet worden. Von diesen haben Stellung gefunden: 17 in Deutschland, 4 in Oesterreich, 1 in Nordamerika (am botanischen Garten zu St. Louis), 1 besucht die höhere Gartenbauschule, zn Geisenheim, 1 besucht aie Ackerbauschule zu Jaffa, 2 haben zu Ostern n. I. Anstellung in Deutschland gefunden, verbleiben bis dahin in der Anstalt, 1 wird voraussichtlich in Oesterreich Anstellung finden, 1 (Galizier) genügt z. Z. seiner Militärpflicht, 1 Zögling hat sich einem anderen Berufe zugewendet. Die mehJach gehegte Befürchtung, daß wir unsere jungen Gehülfen nicht würden unterbringen können, hat sich also bis jetzt als unbegründet erw'esen. Die Zahl der Zöglinge betrug am 31. Dezember 1898 50 Lehrlinge, 3-2 Schüler. In der Fortbildungsschule ist zu den bisherigen Fächern noch „Bienenkunde" hinzugefügt, nachdem Bienenzucht in der Anstalt eingeführt worden. Ein Schulgarten von etwa ]/a Morgen ist auf Anregung unseres Erziehungs- Inspektors Herrn Silberberg neu angelegt und von den Kindern recht hübsch gepflegt worden. Wegen

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