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Der Israelit · 1899-03-23 · Heft 24-25 (23.3.1899) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 24-25 (23.3.1899)
Date
1899-03-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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457 x*m bevor die große Ehrfurcht gebietende Zeit eingetreten sein wird, der Gott so voll und ganz sein Gepräge gibt, daß sie geradezu die Zeit GotteS heißt. Der Vorläufer und Bahnbrecher dieser Zeit ist der Prophet Elijahu, welcher das Herz der Eltern den Kindern und das Herz der Kinder den Eltern wieder zuführen und so der zerrissenen Menschheit den heißersehnten Frieden bringen wird. Dieser Friede und sein Sendbote sind die Vorbedingung jener Zeit, in welcher Gott die Thräne aus dem Angesicht seines Volkes scheucht, in welcher ewiger Sabbat sein wird, dem kein Leid und keine wochentägige Sorge mehr folgt. Wenn einst die Stunde unserer Erlösung von allem Leid schlagen wird, so wird die vom Propheten Elijahu angebahnte Zeit, der nmnxn un^rxj jot*? nee n» sein, die in großen Zügen den Charakter trägt, der den ruhigen friedlichen, mit dem Sabbat verbundenen Ereb-Peßach auszeichnet. So lange Elijahu in dieser Zeitlichkeit lebte und wirkte, war dieses Wirken ein rastlos eifernde-, zündendes, zürnendes, allen Schlechten den Kampf ankündigendes. Sein Wirken, Zürnen und Eifern, hat dem göttlichen npn noen bip vorgearbeitet und ihm die Möglichkeit des Eingangs in die Geister und Gemüther seines Volkes gesichert. Sein irdisches glühendes Eifern gegen alles Unlautere findet dagegen in dem rastlos alles Gährende beseitigende des wochentägigen a-iy nvv seinen sprechenden Ausdruck. Der Friede und die heitere Ruhe des mit dem Sabbat verbundenen Ereb-Peßach zeigen uns was der Sabbat vermag und lassen uns den Sabbat in seiner ganzen Größe, als den „großen Sabbat" erscheinen. Dieses Sabbatwunder aber vollzieht sich in Wirklichkeit allwöchentlich, wenn er unserer aufreibenden, wochenlägigen Thätigkeit Halt gebietet, den Trübsinn aus den Geistern und die Sorge aus den Herzen scheucht, wenn er den Schweiß von dem Angesicht trocknet und die Furche von der Stirne glättet. Und diesen Friedensboten haben zahllose Kinder unserer Zeit fortgescheucht und sie wundern sich noch, daß sie aus der Sorge und Arbeit nicht heraus kommen, und den Segen nicht erreichen, den der Sabbat allein zu gewähren vermag. Sie haben eS vergesien, xn mpi Vna m er o, daß die Größe des Sabbat in der Heiligkeit wurzelt, mit der wir ihn verehren. — Deshalb wird uns alljährlich die Wahrheit nahegelegt, daß der Weg zum Feste unserer Freiheit nur über den Sabbat, den „großen" Sabbat führt, dessen Größe aber noch erhabener erscheint, wenn er unmittelbar vor der Sabbatruhe zur Peßachfeier, wie in diesem Jahre führt. Mr Einfliymg tu den Wer. Die man beginnt mit der Aufzählung der an den -ne-Abenden zu vollziehenden Gebräuche und Gesetzesvorschriften, die sie in 16 Wörtern ,«np t;d ,pr ,BBis ,pm u. s. w. zusammensetzt. Da jedoch die man zunächst eine Erzählung der enxe mpjp« Ereignisse, und kein -p-w pbvf kein Gesetzeskodex, sein soll, so dürfte es eine eigene Bewandtniß damit haben, warum unsere Altvorderen, die Verfasser der man, die Wörter prrn tnnp u. s. w. derselben an die Spitze gesetzt. Folgende Erläuterung, theilweise entnommen der nn:n des naxa r6ana "i, dürfte dies rechtfertigen und uns zeigen, daß diese Wörter nicht allein die rne-Ordnung vorzeichnen, sondern, daß sie vielmehr auch auf nnaeo und nnax onma Hinweisen, die die onaco nx'ae'-Ereignisse in ausführlicher Weise behandeln und einen Schatz von Ethik und Moral, nxir -low nr enthalten, die an diesem Abend zu vergegenwärtigen wir ganz besonderen Grund haben. — enp. Aehnlich wie in der Schriftstelle (bereitet euch rc.) ™ ern enttnpi (2. B. M., 19, 10) heißt enp auch hier vorbereiten. Bevor man sich anschickt, die ine- Gebräuche zu vollziehen, bereite man sich hierzu vor. Man setze sich nicht zum Seder nnei^e dv» nacaa, um herkömmliche „Zeremonien" zu üben, sinn- und gedankenlos, sondern cnp, man bereite sich für die zu übende ira» vor, durch die Vergegenwärtigung ihrer hohen Bedeutung, ihres reichhaltigen, beherzigenswerthen Inhalts. Gleich den B'aiwnn onw, von denen es heißt, nnx nytr ow rntp, daß sie vor dem Gebete eine Zeit lang in Erhebung ihrer Gedanken zu Gott verweilten, ozb uw» na a’oipa» cn’ax^, damit ihr Gebet dann eine zu Gott gerichtete, tiefe Andacht sei, so sammle am heutigen Abend ein jeder seine Gedanken und richte sie zu Gott a’a»a» rax1? ia^ pav na, denn »np, heilig; diese Nacht ist heilig, heilig durch ihre Geschichte, heilig soll sie dir sein, durch die Vollziehung der an ihre Geschichte erinnernden n:a;a, heilig durch alles, was an diesem Abend gethan, gesprochen und gedacht wird. Denke, spreche und thue daher nichts an diesem Abend, was sich mit n»np nicht verträgt. Führe keine müßige Reden e^tsa enan, denke keine unwürdigen Gedanken und thue keine Handlung itt, die mit dem Charakter der nmp nicht in Vereinbarung steht. Ja, »np, heilig ist diese Nacht, denn von ihr heißt eS: »np xnpe p»xm era, heilig ist Gott, denn von ihm heißt es: n ’ax mp 'a, heilig ist äxitf, denn von ^xiv" heißt es: 'w nnx mp ay o, heilig ist das Lied, das bin»' Gott am "ne Abend anstimmt, wie es heißt (30, 28 'b rrw) b'bs nab nrr iw an tnprn. So komme denn das heilige bx-i»' an dem geheiligten Abend und stimme an ein Heilige- Lied dem Heiligen aller Heiligen! Heilig ist Gott,

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