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Der Israelit · 1899-02-23 · Heft 16 (23.2.1899) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 16 (23.2.1899)
Date
1899-02-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
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288 Einen so alten eingefreffenen Jrrthum kann Graf Pückler jedenfalls nicht als solchen gelten lassen, denn sonst wäre seinem Kartenhaus der ganze Grund entzogen und er könnte nicht fortfahren: „So ziehen die Juden nun umher in aller Herren Ländern, seit über 1800 Jahren, ruhelos unstet und flüchtig. Ohne Tempel, ohne Heiligthümer, ohne Gott mußten sie verkümmern und so wurden sie mit der Zeit eine verfluchte Gesellschaft. Wir beschränken uns darauf dieser Rohheit folgende Worte von Ferdinand GregoroviuS gegenüber zu stellen: „DaS tragische Schicksal der Juden, in der Zerstreuung unter allen Völkern der Erde ewig fortzudauern, ist so beispiellos, daß es der christlichen Sage als die Wirkung dcS göttlichen Fluches erschien. Tie Anhänger des Moses überlebten leidend aber nicht handelnd, die Wandelungen der Geschichte, die furchtbaren Katastrophen der Jahrhunderte. Sie vermochten das nicht auder Kraft ihrer Rasse, sondern auder Energie ihres keine Assimilirung duldenden Glaubens. Dieser machte den Verlust de? Vaterlandes erträglich, wenn er dasselbe auch nicht ersetze« konnte, und niemals auf Erden ist ein stärkeres Zeugniß von der Echtheit religiöser Urkunden gegeben worden. Das ist ungefähr die Graf Pückler'sche Halsstarrigkeit der Juden und ihrer Urkunden nach der Auffassung eines Historikers vom Schlage Gregorovius. Diese Juden müßten nach Graf Pückier verkümmern, wir erfahren ferner wenige Sätze später, daß sie ohne Geist sind, und daß sie nie im Schweiße ihres Angesichts zu arbeiten begonnen haben. Und trotz dieser Arbeitsscheu wird uns wieder einige Sätze weiter erzählt: „Das Judenthum gleicht einer großen Spinne, die rastlos und emsig arbeitet und ihre Fäden immer weiter und weiter zieht" »c. Wie sich beim Herrn Grafen Pückler die Verkümmerung und Geistlosigkeit der Juden ausnimmt, erfahren wir aus folgenden ergötzlichen Stellen: „Obgleich von Gott in alle Länder zerstreut, bilden die Juden dennoch eine innige Gemeinschaft. Sie haben eine festgefügte Organisation, die sogenannte Alliance isra^lite universelle, deren Sitz in Paris ist.*) Von geheimen Oberen geführt und geleitet,^) bilden die Juden überall einen Staat im Staate, eine Nation in der Nation und arbeiten mit furchtbarer Konsequenz auf ein bestimmtes Ziel hin; das ist die Errichtung des jüdischen Weltreichs auf 1) Diese alte Lüge ist sckon unzählige Mal aktenmäßig widerlegt worden. Die Alliance Jsraelite hat so wenig irgend welchen politischen Charakter als - B. der Gustav Adolf-Verein. 2 Wir und noch mehr die Gesinnungsgenossen deS Herrn Grafen — wären demselben sehr zu Dank verpflichtet, wenn er auch nur einen Einzigen dieser geheimen Oberen nennen könnte. DaS wird aber nicht wohl möglich fein; denn sie existirrn, außer in der Phantasie des Herrn Grafen, nirgends. den Trümmern der christlichen Staaten, auf den Ruinen der bestehenden Gesellschaft. Die Juden selbst machen auch gar kein Hehl aus diesen ihren Zielen; denn der Jude Cremieux in Paris hat es einst offen bekannt vor aller Wett, itOem er sagte: „Ein neues messianisches Reich, ein neues Jerusalem muß erstehen an Stelle der Kaiser und Päpste."8) Und wer wollte leugnen, daß die Juden von heule sich der Verwirklichung des Weltreichs mit furchtbarer Schnelligkeit nähern! Noch herrschen sie nicht offenkundig mit irdischen Machtmitteln, aber desto sicherer im Verborgenen und Geheimen. An allen Höfen, in allen Kabinetten und Ministerien haben die Juden ihre geheimen Freunde und Helfershelfer: sie sind orientirt über alles, was auf der Welt vorfällt, sie kennen den Gang der großen Politik und wißen, wo die Fäden zusammenlaufen; sie machen ihren Einfluß geltend überall, ja, man sagt sogar, daß sie schon Krieg und Frieden in der Hand halten A) Bei allen ihren Plänen und Zielen kommt den Juden ein ungeheuerer Reichtum zustatten; sie besitzen die Schätze dieser Erde in des Wortes vollster Bedeutung und man kann dreist behaupten, daß sie schon jetzt ein Drittel des deutschen Nationalvermögens besitzen. Noch einige Jahrzehnte weiter und sie haben das ganze Vermögen der Nation in der Tasche; und dann wehe uns, dann sind wir die gehorsamen Knechte und Sklaven des Judenthums. Die Reichthümer des Hauses Rothschild zählen nicht mehr nach Millionen, sondern nach Milliarden. ') Könige und Fürsten haben bei ihnen geborgt und sind ihnen zinspflichtig; und der politische Einfluß dieses Hauses vermöge seines kolossalen Reichthums ist schon jetzt ein sehr bedeutender. — Aber nicht nur durch ihren Reichthum herrschen die Juden wie Könige über die Menschheit, sie sind auch die Tonangeber im geistigen Leben der Nation. Sie besitzen einen großen Teil der Tagespreffe, sie beherrschen die Theater und die Litteratur, sie drängen sich in dichten Scharen auf die Schulen und die Universitäten, sie belagern die Gerichte, kurz, unser ganzes öffentliches Leben wird durchtränkt und zersetzt von dem jüdischen Geiste.8) 8) Tiefe# unb die anderen in diesen Erpectorationen erwähnten Citate Eremieur, erklären wir so lange alle für erlogen, als nickt die Quelle angegeben wird, wo inan dieselben nacklesen kann. Sie existiren so wenig, wie die geheimen Oberen. 4) Es scheint, daß unser Kaiser glücklicherweise darüber etwas anders denkt als unser Herr Graf. Dem Baron Alfred von Rothschild in London wurde kürzlich der preuß. Kronenorden I. Klasse verliehen, u. a. wegen der Verdienste, die sich Rothschild um die Herbeiführung eines besseren Einvernehmens unter den Mächten erworben hat. Unser Kaiser belohnt somit, was GrafPückler beschimpft und verdächtigt. 5, Haben fle dieselben gestohlen oder sonst unredlich erworben? Im Uebrigen sei aus die Anmerkung Nr. 4 verwiesen. — 6) Die Geistlosen.

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