Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 10 (2.2.1899)
- Date
- 1899-02-02
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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188 zu denen man gewisse Farben oder gewisse Thiere oder Personen von einander unterscheiden kann, 3) die Bezeichnung 'spia oder ye tsh und 4) nenn prr. Die späteste unter diesen Zeitangaben ist natürlich die letztgenannte, d. i. der Sonnenaufgang, wobei es für die Praxis fast ohne Beveutung ist, ob der Aufgang des oberen oder des unteren Sonnenrandes oder des Mittelpunktes gemeint ist, (rspre st pm •ap*o>, da die Dauer des Aufgangs der Sonnenscheibe nur zwei Minuten im Durchschnitt beträgt. Dem nvnn pn geht jedenfalls unmittelbar die Zeit ooran, zu welcher man die verschiedenen Unterscheidungsmerkmale wahrnehmen kann. Die Reihenfolge derselben dürste wohl die folgende sein asi pa toto 2^, sodann mrmb "non pa, nachher rvan ins iT'Vv und schließlich pbb n^n /'2 und 'ni2^> nfran pa. *) Für den Fall, daß rr» i'sn und vpia identische Definitionen find, wäre noch zu untersuchen, ob nntpnov »der n-iton yo *rxn den früheren Zeitpunkt angibt. Cs ist mir bisher nicht gelungen zu einer Entscheidung zu kommen, auch nicht klarzustellen, wie viel sie von einander ev. abweichen. Daß der "iano in den oben erwähnten cye'o für die verschiedenen nate verschiedene Zeitpunkte festsetzt, wird an den betr. Stellen erklärt. Gr handelt sich für uns nun darum festzustellen, »b die angegebenen Daten sich nicht sozusagen astronomisch wiedergeben lassen. Allerdings sind die Erscheinungen, an welche der Eintritt der Morgendämmerung geknüpft ist, theilweise subjektiver Natur, weil das Auge des Beobachters eine zu große Rolle dabei spielt. Trotzdem aber müßte, so genau es eben die Umständen erlauben, festgeftellt werden können, bei welchem Sehungsbogen der Sonne intpn u» beginnt. Der praktische Vortheil einer solch präzisen Ausdrucksweise bestände darin, daß man für jeden Ort der Erde, sobald man nur seine geographische Breite annähernd kennt, für jeden Tag des Sonnenjahres die gewünschten Daten berechnen könnte, ähnlich wie man bereits jetzt Tabellen für oyiaian nsx hat?- Während aber im letzten Falle die zu erreichende Genauigkeit höchstens biauf 3 bis 5 Minuten geht, würden im ersten Fall die durch Rechnung gefundenen Werthe wegen der unsicheren Definition des zu berechnenden Datums 5 bis 10 Minuten von den einem einzelnen Beobachter sich darbietenden wahren Werthe abweichen können. Ich glaube nicht zu irren, wenn ich annehme, daß invn nop als der erste Tagesschimmer dem Be- 1) Diese Auslegung, welch« dem tsnEJD in Ton widerspricht, verdanke ich einer Privatmittheilung des Herrn Dr. Hoffmann in Berlin. 8) Dieses Problem ist jetzt durch die Tabellen von Dr. 9- E»hu gelöst, wie in Nr. 9 des „Israelit" eingehend -e-eigt wurde. Redaction. ginne der astronomischen Dämmerung gleichkommt. — Es würde mich zu weit führen, hier auch die Beweisführung einzugehen und erwähne nur, daß die vom otoi in der Erklärung zur ersten in rnaia erwähnten 6/5 Stunden dieser Annahme entsprechen; im Aequator nämlich, wo die myoi rw stets den Stunden zu 60 Minuten entsprechen, dauert die astronomische Dämmerung ungefähr eine Stunde Tl Minuten. Verhältmßmäßig beginnt der Tag am Morgen also früher als er abends schließt, da im letzteren Falle schon das Ende der bürgerlichen Dämmerung die Nacht einleitet. Eine Andeutung dafür, daß wir die Nacht mit der Sichtbarkeit dreier Sterne beginnen sollen, den Anfang des Tages aber nicht von ihrem Verschwinden abhängig machen, findet der Verfasser des <£"' nW *-n •: pSro nan iss in dem Verse: „und Gott setzte die große beuchte ein zur Herrscherin des Tages und die kleine Leuchte zur Herrscherin der Nacht und die Sterne." Die Worte „und die Sterne" scheinen sich auf den zweiten Theil des Satzes auf „Herrscherin der Nacht" zu beziehen; wir haben also den Eintritt der Nacht vom Sehen der Sterne, den Beginn des Tages aber von der Sonne abhängig zu machen. Auch physiologisch läßt sich die Sache erklären, indem man morgens, an die Dunkelheit der Nacht gewöhnt, schon mit i Helligkeit bezeichnet, was man abends durch das Tageslicht verwöhnt, schon Nacht nennt. Ueder den Zeitpunkt \spna und mran ys Tsn kann ich, wie gesagt, mich nicht äußern; es hat dies um so weniger zu sagen, als heute keine rfcnna^ mas aber nan nur vom rrsn atyänQt.'3) Dagegen müßte sich leicht feststellen lassen, wann die Erkennung eines Bekannten in vier Ellen Entfernung und die Unterscheidung zwischen himmelblauer und weißgrauer Farbe wahrgenommen werden kann. Ich habe bis jetzt keine derartigen Beobachtungen angestellt, glaube aber behaupten zu können, daß dies keineswegs voc Beginn der eingangs definirten zenithalen Dämmerung, wenn ich sie so nennen darf, eintritt, d. h. wenn die Sonne noch 12 Grad unter vem Horizont sich befindet. Zeitungsnachrichten und Correspondenren Deutschland. Schenklengsfeld, sa 's *p nst? beging Herr Hirsch Weinberg hier sein 25jähriges Amtsjubiläum als Kreisvorsteher des Kreises Hersfeld. Herr 3) Aus demselben Grunde habe ich die in ttDT)’D'Pttfn’ an der betr. Stelle e »geführte Zeitbestimmung "\nttfn rb't*. »elfte auch 7"rn Ntfni 'n in feiner Erklärung zur ersten ruitfD in maia citirt, nicht weiter in^ Betracht gezogen.