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Der Israelit · 1899-02-02 · Heft 10 (2.2.1899) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 10 (2.2.1899)
Date
1899-02-02
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Xli. Jahrgang. Erste Beilage M M 10 -es „Israelit". Leitender Artikel. Der Kkginn der Tizer ffic die reüsirrrresttzillhe Prarlr. ade. Die im jüdischen Ritus von der Zeit abhängigen Gebote sind im allgemeinen an einen bestimmten Monaistag, und soweit sie sich täglich wiederholen, an eine bestimmte Tageszeit gebunden. Nun ist wohl bekannt, daß der Beginn des Monats im jüd. Kalender durch gewisie RechnungSreqeln festgelegt ist, so daß der wirklich eintretende Neumond — astronomisch ausgedrückt, die Zeit der Konjunktion zwischen Sonne und Mond, welche nebenbei bemerkt, sich nicht mit dem sogen. Moled deckt, sondern um einige Stunden von ihm abweichen kann — vollständig ohne Bedeutung für die Festsetzung unserer Festtage ist. Ganz anders liegen die Verhältniffe für den Beginn des Tages. Während das Ende des Tages im jüdischen Sinne durch zwei Daten bestimmt ist, durch den Untergang der Sonne und durch die Sichtbarkeit dreier Sterne mittlerer Helligkeit — für die heutzutage geltenden religionsgesetzlichen Vorschriften ist nur der letztgenannte Zeitpunkt maßgebend — geht aus dem Talmud wegen der verschiedenen Ausdrücke, die sich dafür finden, nicht klar genug hervor, was unter Tagesanbruch zu verstehen sei. Bevor wir auf dieses Kapitel näher eingehen, sei es uns gestattet, den natürlichen Vorgang bei Tagesbeginn, so wie er sich einem nach Osten ausschauenden Beobachter darstellt, etwas eingehender zu schildern. Lange bevor wir den Sonnenkörper selbst den Horizont berühren sehen, können wir tief im Osten einen hellen Schimmer wahrnehmen, den wir Morgenröthe nennen; sie ist das uns durch die Atmosphäre resiectirte Llcht der Sonnenstrahlen. Selbst wenn nämlich die Sonne noch tief unter dem Horizonte steht, beleuchtet sie die über uns lagernden Schichten der Luft, welche das erhaltene Llcht nach der Erdoberfläche wiederspiegelt. Je näher nun der Sonnenrand an den Horizont heranrückt, desto größer wird der von ihr beschienene Theil des uns sichtbaren Himmelsgewölbes sein; aber erst, wenn die Sonne über den Horizont getreten ist, wird allgemeine und zwar direct von den Sonnenstrahlen herrührende Helligkeit eingetreten sein. Aus zahlreichen Beobachtungen haben die Astronomen gefolgert, daß der Mittelpunkt der Sonne noch ungefähr 18 Grad in Höhe sich unter dem Horizont befindet, wenn wir den ersten Lichtschimmer im Osten bemerken, — es beginnt die astronomische Dämmerung. Bei ca. 12° Sehungsbogen der Sonne ist das Himmelsgewölbe bis gegen den Z mthpunkt, also zur Hälfte erleuchtet, und erst wenn der Bogen der Sonne unterhalb des Horizontes ca. 61/2 Grad beträgt, beginnt die sogenannte bürgerliche Dämmeruna d. h. man kann nun im Freien ohne künstliche Bel uchtung lesen und ist nicht mehr im Stande, die Sterne zu erkennen. Die bürgerliche Dämmerung schließt mit dem Aufgang der Sonne, d. i. wenn ihr Mittelpunkt den Horizont zu berühren scheint; scheint sage ich, denn dies ist nur ein*: Folge der Brechung der Lichtstrahlen. In Wirklichkeit bt findet sich dann der Sonnenmittelpunkt noch 83 Bogenminuten unter dem Horizont. Die Dauer sowohl der astronomischen, als auch der bürgerlichen Dämmerung ist im Sommer am längsten, im Winter aber länger als im Herbst und Frühling, und sie steht außerdem im direkten Verhältniß zur geographischen Breite des Ortes; sie währt also desto länger, je näher man sich zum Nord- oder Südpol befindet. Nach diesen einleitenden Bemerkungen gehen nur dazu über, die bekannteren in rrr* sich vor findenden Ausdrücke für „Tag werden" einzuführen, rnar pa ra*e*e ne-x tn rr-rra yee* rx pp Tß'xe . crc x c r*a*a) irrsb r&sn p neix xn pp nxiee* p x\ne *xpa -nx nxnn nrntrn fei r:n ex re Tan x"e bt xei'> panae> ny man ba rxn naix ~b:o nnrn nicy npTC pa*, (et? xev xne; p*y re ♦ c*a re xer ,re xt ran) na;n rx*npe xa nreene» B'eya nen pa -e:x y*n ibzb axi pa -a*e*e naix rn tc x e .«'s sp nana) '*a: rvan rx xtb x’xi nmyS rm nenne* nye*a an: bv rrna: nre*y *ex 'Pn nenn p;n y*;ety pyn*,* nn: n;e*n pxir nxijwn. Der Vollständigkeit halber erwähnen nur vom n*x m ,nae* ]ibb nae* Par pa'—Te rnre fei ,ro n-> fc*c p*n*a rxp *ey b'r~ iran Px nxntb fPen fei x"c 'b;e*a r*an rx nx*ra r’-ne* bw trp fei re t; p*e ,nex h ,r*cx 'n pirna rsaep iey bern p;n cy b*nr.*e* nr*xe -ner Per fei x*e bt fe*c '.e n*xn* *nrn mey nbye*e Pern ex* ne* a*rana nenn . (ee* x"a p*y) xx* man Die Angabe des Zeilpunktts na^n rxTp, der bloß für gewisie Handlungen im Heiligthum maßgebend zu sein schien, kann für die folgende Untersuchung wohl unberücksichtigt bleiben, da sie viel zu unbestimmt ist, um sie mit dem Stand der Sonn-.' in Zusammenhang zu bringen. Es bleiben uns daher noch folgende den Begriff des Tagesanbruchs d.- finirenven Ausdrücke: 1) wn Tay,. 2) die Zeiten,

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