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Der Israelit · 1899-01-26 · Heft 8 (26.1.1899) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 8 (26.1.1899)
Date
1899-01-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
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140 ist es auch nicht recht. Die Konfession hat doch mit der Frage der Gerechtigkeit nichts zu thun. Kultusminister Bosse: Warum solle er nicht den Ausdruck „jüdische Herren" gebrauchen? Ist das etwa ein Verbrechen? Wenn man mich einen christlichen Herrn nennt, so werde ich es nicht übel nehmen. (Beifall rechts.) Altona, im Schewath. (Gedanken zu Chamischah-Assar.) Am Id. Tage des Monat Schebath ist die Jahreswende der Bäume, 23372 totti 17x2 x. Wollen wir daher an diesem, für die Bäume so wichtigen Tage unsere Gedanken ihnen zuwenden, um zu lauschen, was sie erzählen und verkünden, um vielleicht auch von ihnen eine Lehre für'S Leben zu ziehen, 'rbsen nobc bzo — Bieten uns doch die Bäume ein Bild des menschlichen Lebens, seines Kummers und seiner Freude, seines Verzagens und seines Höffens. Im Herbste welken die Blätter und fallen ab, und im Winter scheint der Baum zu verdorren uud abzusterben. Aber inmitten dieser Erstarrung der Natur, am 15. Schebath, erhalten die Bäume frische Säfte, um im Frühling wieder aufzublühen, unser Gemüth zu erheitern, unser Auge zu ergötzen, und im Sommer uns mit ihren Früchten zu laben und zu erfreuen. — Zum Danke dafür wollen wir ihnen heute, an ihrem 23372 37x2 unser Ohr leihen, um zu vernehmen, was sie uns zuflüstern. Im TiTtr pie heißt es: IX ,d'2eix 2237237 px2 r,x X2 '2 -»"Tr '3k7 bi ujt Die Bäume des Feldes sprachen, „dann werden jubeln die Bäume des Waldes, wenn er kömmt, die Erde zu richten." — Am Schluffe der 212122 ,-1222 bemerkt -12 x"2 2-1 “2X3P 212*B 13733'v> .'X237 pTD ’3^'X bi p22X 2T 22X '37X .n^n 1323 ssr-, ne xs73 py 2 Einst werden auch die unfruchtbaren Bäume Früchte tragen, denn so spricht der Prophet. Joel 4 der Baum trägt seine Feucht, *) Feige und Weinstock ihren Reichthum. Als Gott die Welt in's Dasein rief, erschuf er die ganze Natur, die Erde mit ihren Wesen, Thieren und Bäumen in ihrer höchsten Vollendung und in ihrer schönsten Pracht -X223 cnjr6 E22ipS 03223:22). Nachdem aber der Mensch gesündigt, wurde auch der Erde ihr Segen und ihre Fettigkeit genommen, tiii^x "p2y2 nenn, und die Bäume ihres ursprünglichen Wohlgeschmackes und Neichthumes beraubt, 2x2 23013 m*En, sogar manche Bäume ganz zur Unfruchtbarkeit verurtheilt. 3) Aber einst, wenn die Menschheit ihre Bestimmung erreicht, wenn alle Sünden und Vergehen geschwunden, wenn Gott mit der Erde ab- -2’"p 212*22 ''572—p“C f!?*X 27 X573 1'2E ]'V *2 l1 .2*02*2 x*y X" p 23372 37X2 2,222 ('- Siehe c:32 po (:J gerechnet hat, — dann verjüngt sich auch die Natur und kehrt zu ihrem Glanze und ihrer früheren Pracht zurück, x'my '"X rrrriy r,Dv 12 x"n 2-1 2cx .x-'p 212:22 212'B 13733' pT2 '3*>'X1 2"p p— .2^"2 '^21 21XpDl!?3 Mit der Erlösung der Menschheit, wird auch die Erde, die ganze Natur erlöst. v'ioix 22372 yb'x Die Bäume des Feldes sprechen daher; »aw bi i33*r» tx, dann werden auch die Bäume des Waldes, welche bis dahin unfruchtbar waren, ihren Segen und Fruchtbarkeit zurück erhallen, p*»x2 2» xa '2, wenn Gott mit der Erde abgerechnet hat, wenn ihre Vergehen gesühnt und getilgt sein werden. Darum flehen heute, an ihrer Jahreswende, die Bäume zu uns: Kehret zurück ihr Menschen zu eurem Gotte, denn dadurch erwirkt ihr auch unser Heil, mit eurer Erlösung werden auch wir erlöst und unserer eigentlichen höheren Bestimmung zugeführt. Aber auch jeder einzelne Baum scheint uns dazu aufzufordern und zu ermuntern, die Pflichttreue gegen Gott und sein Gesetz zu wahren und darin zu beharren. mölK HiKD Der Feigenbaum spricht: „->323 ms “?2X2 23X2", wer die Feige pflanzt, genießet ihre Frucht, wer das Gute säet, erntet den Segen. 1ÖD Die Palme spricht: „1222 p'28 23V" p32*?2 nx2 n-!d'," Der Gerechte, wie die Palme blüht er, wächst hoch, wie eine Ceder am Libanon. Der Gerechte, der seiner Pflicht gegen Gott und Menschen nachkommt, 2'2iv bwoi 2212 vereint, er gleicht sowohl der Dattelpalme, welche die herrlichsten Früchte reift, wie auch der Ceder, welche die größte Widerstandskraft und Stärke besitzt. "ivli-r sD*! Der Granatapfel ruft uns zu: 2'X22 *]237 D'3p'2 li"BX -,223k!? 2722 *]2p2 pC22 2°?L2" p2’->2 213:0 4)" Selbst der Geringste unter euch, Israel, hat ja Gelegenheit, für die Beachtung der 618 Gebote, entsprechend der 613 Kerne der Granate, den höchsten Lohn von Gott zu erhalten. men Ganz begeistert ruft der Apfelbaum aUS: *22372 '2222 1^82 0*322 p2 '212 [2 27'2 '872 21B22 *22^ p*22 1’tbi. 5) Nur Du o Gott, bist der höchste Gott über alle Wesen und Götter, in deinem Schatten und Schutze zu ruhen sehne ich mich. Denn deine Frucht ist süß, und deine himmlische Gnade macht dauernd glücklich. >?X22" '321 2370 2-2" 7x6) Zu jener Zeit, wo Israel und die ganze Menschheit zur wahren Erkenntniß und Liebe zu Gott emporgeschwungen, uno eine gemeinsame Lobeshymne ihm, dem Weltenherrscher 33"2 p 23'32 2222 (4 .*“372 2. B'2*372 2*37 (5 •2'27^ 2'tt" IX x!>X 22X3 X1? 217 IX .17220 (6

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