Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 6 (19.1.1899)
- Date
- 1899-01-19
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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106 würde er wohl zu seinem großen Schrecken bemerkt haben, welche Unwissenheit er hier niedergeschrieben hat. An dieser Stelle wird eben ein rp von on angeführt, daß ein pa seine nenx — ^db macht für nenn, obzwar sie augenblicklich keine nWn ist, nachdem selbst ein tone» seine ncnx auch toeß macht. Wenn also Sifra nicht gegen die Mischna wäre, müßte er doch denselben Tp wie en annehmen!! ES kommt aber noch besser. Herr H. sagt weiter. „Und wozu brauchen wir überhaupt erst auf den Sifra zu recurriren, da ja, so viel wir wenigstens wissen, es ausdrücklich in der Thora (3. M. 22, 13) heißt, daß die Wittwe oder Geschiedene eines ba~w wiederum die Hebe genießen dürfe? Wie wäre dies denkbar, wenn der Grundsatz gälte, daß nxa an sich nennn p n^we? Dergleichen windige Behauptungen aber werden von Herrn Dünner leichthin aufgestellt, ohne daß er sich auch nur der Mühe unterzöge, sie irgendwo zu begründen!" Soweit Herr Horovitz. Hier aber hat sich der Kritikus aus Breslau Blößen gegeben, die sich ein Jünger und Anfänger der Talmudwissenschast nicht geben dürfte, wenn er sich nicht von seinem Lehrer einen bekannten, aber unangenehmen Titel zuziehen wollte. Darf man es wirklich für denkbar halten, daß H. nicht weiß, daß der Ausdruck nennn p bäte, der bei r\’b npnr nas^x besagt, die Frau werde durch nxa für immer nenn'jn^ee, bei einer pw na stets nur sagt, daß die pa ns nur so lange nvnnb nbivv ist, als sie noch dem bx-ie»' angehört, sobald sie aber kinderlos nvna nao^x wird, in welchem Falle jede Verbindung mit dem ^xnen aufgehört hat, sie wieder nenn genießen dürfe, gleichgiltig ob die frühere Verbindung durch porrx oder durch nx’a stattfand?! (Vergl. nmi rn re n*n D*aen) Wer solche Dinge übersieht, nicht weiß, oder vergessen hat, der beginne noch einmal von vorne mit seinem „Lernen", oder unterlasse es in talmudifchen Dingen milzureden. In Erachin 30 a wird eine Braita citirt, in welcher festgestellt wird, daß bei der Auslösung des nrnx 7nis> stets zu Gunsten des ursprünglichen Besitzers verfahren werde, an leitet dieses aus dem Schriftverfe b nee npx vab ab und * - Wien an aus *]“wn nx svm. — Ebendaselbst im Gange der Diskussion wird eine zweite Braita angeführt, daß eben dieses Vorrecht auch für den w gelte. Der Wortlaut dieser Braita ist folgender: napm nass nssa nsaa narbjn bv rn bxaap raf? nsaan v"v x^x b px nsi vb w b"n pae bxnp'b. Vergl. ay ’d pernp. — Beide nvmna erscheinen ebenso in Sifra, die letztere auch in Jerusch, ppnp an x'B mit dem Zusatz — welcher in Bezug bv yt nar^jn bn nra weder in Sifra noch in den Parallelstellen inppnpi psnyaustritt — b"r\ nc neix 'an nrn nne2 rna» nibixan b: r'.zb sra. Dieser Zusatz gibt Herrn H. Gelegenheit, eine kritische Überlegenheit zu erweisen S. 391. Vernehmen wir diese Stimme, die aus den höheren Sphären wissenschaftlicher Kritik uns erklingt. Das n^ixan bi involvirt nach den Ergebnissen dieser Weisheit auch nrnx nnp, im Gegensatz zu den Ansichten der Commentatoren des Jeruschalmi. Aus dieser Auffassung entspringt frisch und keck eine hochgelehrte Notiz S. 392. In derselben bemerkt H. das Folgende: „Es ist lehrreich Erachin 30 a zu vergleichen, wo auf die Frage, woher wir wissen, daß das Lösegeld für nrnx nnp immer zum Vortheil des Verkäufers berechnet werde, die Antwort erfolgt: na: naprr naoa nasa am f^as cnn: yya n^xa nlrxa noan Es wird nun die Baraita citirt, die wir bereit» kennen, bis vb vt bv\. Hier gerade an der entscheidenden Stelle bricht die Baraita ab. Denn hier sollte der Ausspruch Rabbi's folgen, welcher aus dem dreifachen ia^xa' ableitet, daß für nrnx my und rv ^np* naoan dieselben Bestimmungen gelten, wie für maan 13aan yy. In Ermangelung dieser Deutung mußte man zu der Wortanalogie nfcxa n^rxa, die unseres Wissens im Sifra sich nicht findet, Zuflucht nehmen."- Ja, da ist es allerdings „lehrreich", zu sehen, daß H. in dieser Notiz Gelegenheit findet, einige recht hübsche und fette Böcke zu schießen u. z. 1. Wie kann jemandem einfallen, an dieser Stelle in Erachin von der v"a den Beweis aus dem dreifachen bay zu erwarten? Wenn jemand diese Stelle lernt, muß er doch nanwn nßppna sehen, daß es hier ein nonsens wäre, weil doch dann die unlösbare Frage bliebe, wozu der ganze vorhergehende pm in der ersten Baraita b iss npx vsb oder Pjmin nx swi!!! Auch zur Wortanalogie nbw ba: bemerkt cpa pw can zu pany wie folgt: anjt ns m nean p'o n'xi xnp 'an ab *xn by? 'ini x^ipS p^xn xtrps ’xnp 'an nzaa nnp yyz iea xan xn:pn päTxn traa janea rn ab bza p"aa mb przaa xb: vyz p\xp nrnx nnpa v nnan .'737 v: X3X7 'xnp xa'xn xnpn Diese Antwort ist nur möglich, bei Nichtanwendung des pnn des dreifachen iabxa'.- 2. H. meint, daß in „Ermanglung dieser Deutung" (des dreifachen iabxa') man zur Wortanalogie (nbixa n'nxa) Zuflucht nehmen mußte; er sieht also nicht, daß bei der Ableitung 5?"j?a w, wovon doch hier die Rede ist, unbedingt und ausschließlich die Wortanalogie nbixa nbixa angewendet werden mußte! 3. Ein dritter, schwerer Casus liegt bei dem Patienten H. vor, wo er in derselben Notitz die Erklärung RaschiS zu Kidufchin 20 b xbipb xvbrn ix nm