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Der Israelit · 1898-12-29 · Heft 102-103 (29.12.1898) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 102-103 (29.12.1898)
Date
1898-12-29
Page
– (sequence 20)
Language
German
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1932 Die Ausstattung des Gebetbuches, das wir hiermit allen gesetzestreuen Juden aufs wärmste cmpfehlen, ist eine einfache, aber gediegene. 112T» -V £*,11 lt»X18 ^12 121 p^>1 12A Six 182 . P"S^ P'l'fi N"2 DJB» i112D3>1B2 p’2 21128 121 VTCH Der rühmlichst bekannte Gelehrte R. Abraham Bick aus Preßburg, dessen Schriften schon mehrfach in lobendster Weise im „Israelit" besprochen wurden, hat vor Kurzem das achte Bändchen seines großen Werkes im» Stk herausgegeben. Bei einem Werke, das bereits so weit fortgeschritten und dessen Verfasser ein in weiten Kreisen bekannter und geschätzter 221 TcSn ist, darf sich der Rezensent seine Aufgabe erleichtern. xm»p mcn\xi 8122 m»nx. Der Verfasser schreitet rüstig fort aus dem Wege, den er seit Langem verfolgt und er ist mit diesem Theile bei dem Buche der Psalmen angelangt, über dessen erste Hälfte — bis Ps. 89 — sich derselbe erstreckt. Für Diejenigen, denen die früheren Arbeiten des Verf. nicht fremd sind, bedarf sein Verfahren keiner näheren Auseinandersetzung. Auch in diesem Theile ist er seiner bewährten und geistvollen Methode treu geblieben. Die scheinbaren Unregelmäßigkeiten des heiligen Schristwortes z. B. jedes 2'nrn mp, jede Abweichung im Genus und Numerus, jede anormale Punktation, die von den Grammatikern als Ausnahmen bezeichnet werden, sucht er in Anlehnung an die midraschische Auslegung in haggadischer Weise zu erklären. Man kann behaupten, der Verf. hat seine Methode zu System ausgebildet, denn gcwisie oft auftauchende Schwierigkeiten sucht er stets in derselben Weise zu lösen. Bei Stellen, wo die maßoretische Ueberlieferung syrK» ins lautet, weist er stets nach, daß der Gedanke in der ersten Hälfte des Satzes noch nicht abgeschlosien ist und durch die zweite Hälfte ergänzt werden muß, so daß die Pause keine vollständige ist. Daher kann auch die Punktation keine oer Pause vollständig entsprechende sein. Bei Lösung seiner Aufgabe kommt ihm seine große Belesenheit, sein reiches Wissen zu Gute, für jeden Gedanken weiß er eine Fülle von Belegstellen aus Talmud und Midrasch, aus bekannten und unbekannten Werken beizubringen. Statt aller Beschreibung will ich auf einige Beispiele aus dem Werke selbst, und zwar in dem vorliegenden Theile, Hinweisen. Ps. 30,5: 1*2 ‘ii'ö *jm*n finden wir bei mm» ein 2'i2i mp. Nach dem Keri ist n» Infinitiv mit Personalsuffix und die Stelle zu übersetzen: „Du hast mich neubelebt, um nicht hinabzusinken in die Gruft." Nach dem Ketib 'iiiv ist u. W. Stal. constr. das Particip., Plural, und wäre zu übersetzen: „Du hast mich neubelebt von Jenen, oder durch Jene, die in die Gruft hinabsanken." Beides ist richtig. Das Keri drückt den einfachen Wortsinn aus. Das Ketib findet seine Erklärung durch die Worte des noiSi nmn im mm iytt> Cap. VII: „Wer seinen Nebenmenschen ungerecht anklagt und verleumdet, der ladet auf sich die^Sünden des unschuldig Angegriffen nen und was er selbst an Verdiensten etwa besitzt, kommt dem Angegriffenen zu Gute. Ein Frommer sprach daher einst zu seinem Verleumder: „Habe Dank für das Geschenk, das Du mir gemacht hast." So konnte auch David im Hinblick auf seine Verleumder Doög und Achitofel ausrufen: „Von Jenen, die in den Scheol hinabfahren, ist mir Neubelebung durch Dich zu Theil geworden."^Vgl. Sanhedrin 90. Gelungen und geistreich ist die Erklärung S. 32 b in Bezug; auf den Numeruswechsel in dem Verse "pn ns»xi 121 »2üi« 12» T.nn. Ebenso auf folgender Seite, wo die defektive Schreibweise von mon p«n erklärt wird. Vgl. ferner die Erklärung des 21p in dem Psalmverse 71, 20 auf Seite 55 a. Die Einzahl des Keri bezieht sich auf die Person Davids, während die Mehrzahl im Ketib den Gedanken ausdrückt, daß die Leiden des Königs, weil er Repräsentant des Volkes ist, solche oer Gesammtheit sind.KAehnlich lautet die Erklärung ^von^Hirsch Si in seinem Psalmenkommentar. Noch viele treffliche und gelungene Erklärungen könnten wir aus diesem Werke anführen. Das Erwähnte wird jedoch genügen, um die Kenner auf das Werk und auf den würdigen arbeitsamen Verfasser aufmerksam zu machen, damit ihm auch für seine Mühen und Auslagen eine entsprechende Entschädigung zu Theil werde, durch den Ankauf seines Werkes. Jeder Berufene, der die jüdische Literatur bereichert, verdient Anerkennung und Förderung und der Verfasser ist der Berufenen Einer. Dr. H. E. Zeitungsnachrichten und Corresponderrzen Deutschland. Berlin, 21. Dez. Ich gestatte mir die Aufmerksamkeit Ihrer geehrten Lesern auf den im fünfzehnten Jahre hierlbestehenden Israelitischen Fortbildungsverein „Montesiore" zu lenken. Von angesehenen Männern zum Gedächtniß Sir Moses Montcsiore's s. A. im Jahre 1884 ins Leben gerufen, hat der Verein nach § 3 seines Statuts den Zweck „das Studium der Bibel, der jüdischen Ge-

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