Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 97 (8.12.1898)
- Date
- 1898-12-08
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
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31 Bne Brith-Logen 1795.60 Mk., Herr Julius Bien in New-York spendete 500 Frcs. — Unser unermüdliches Verwaltungsmitglicü Herr Bezirksrabbiner Dr. Salven di in Dürkheim a. d. Haardt übersandte zur Verwendung tYir Waisenhaus und Schule 8100 Mk , fiir den eisernen Fond 1100 Mk. und für den Fond für entlassene Zöglinge 200 Mk. — Unter den Gaben des laufenden Jahres gedenken wir insbesondere einer Zuwendung von 500 Fr es., die uns durch Vermittelung unseres eifrigen Kollegen Herrn Grossrabbiners Zadoc Kahn in Baris von Herrn Baron E d m u n d v. Rothschild zu Theil geworden ist. Allen Spendern widmen wir unseren tiefgefühlten Dank. Obgleich wir wiederum zu unserem IUdauern eine Anzahl beitragender Mitglieder verloren, so hat sich dieser Verlust reichlich ersetzt durch die Bemühungen des Herrn Direktor Dr. (f rünhut, der die Gelegenheit seiner Anwesenheit in Europa benutzte, um dem Verein in Bud ap es t, Breslau und Berlin neue Freunde zu gewinnen. Desgleichen hat sich im laufenden Jahre Herr August Löwen gar d, angeregt durch den Besuch, (len er unseren Anstalten abgestattet hatte, in Oöln mit Erfolg bemüht, unserer Sache nützlich zu sein. Wir sind in der That dringend darauf angewiesen, dass nicht nur unsere alten Gönner dem Verein ihr Wohlwollen forterhalten, sondern auch neue Einnahmen uns zutliessen; denn während einerseits unsere Erträgnisse durch die Zinsherabsetzung der deutschen Papiere und durch die Reduktion des Zuschusses, welchen das Kuratorium der Lämraelschule uns zu gewähren in der Lage ist, sich vermindern, stehen uns neue schwere Lasten und Aufgaben bevor. Die neu gebauten Räume sollen doch nicht nur dem schönen Aussehen unseres Hauses dienen, sie sollen bewohnt werden von jnugen Kindern, denen wir die Eltern ersetzen, Nahrung, Kleidung, Erziehung und Unterricht gewähren wollen. Dass dies geschehen könne in der schönsten, gottgefälligsten Weise, dazu erbitten wir uns die Mithilfe aller Derjenigen, die ein Herz haben für unmündige Waisen unseres Glaubens und Verständnis^ besitzen für die Bedeutung einer guten Erziehung und Ausbildung der jüdischen Jugend im heiligen Lande. (Fortsetzung folgt.) -oOOgJOOo- Bericht übnr flioThbtigkeit des Kolonisaüons-Comiles in Odessa vom 1. Jjar5G!)3 bis zum 1. Jjar blM (lb. April 18V)3 —13. April 189b). (II. Fortsetzung.*) -r—-**»>*> Grundwasser befindet, sich in massig* r Tief*-*, jedoch müsste bei Anlage von Brunnen hier eine Vorrichtung getroffen werden gegen Schlammbildung, da das Erdreich sehr weich ist. Diese Bodenart findet sich an den Sümpfen Ata und Jbrechtas. Eine dritte Bodenart findet sich zwischen diesen Sümpfen und der Meeresküste an den Abhängen der Hügel, welche sich von dort sanft zum Meere hinabsenken. Dieser Boden ist an vielen Stellen mit einer Sandschic.bt bedeckt., doch tritt der kalkhaltige Untergrund des Hügellandes vielfach zu Tage. Die Abhänge sind gegenwärtig mit T e r e b i n t e n, Johannisbrod-, Eichen- und anderen Bäumen bestanden, zwischen welchen ein sehr gutes Futtergras wächst. Die Thäler zwischen den Hügeln wären zum Anbau von Oliven, Mandeln, Wein und Johannisbrot! wohl geeignet, wenn nicht die Entfernung dieser Bodenart von den Wohnungen der Kolonisten diese An- *) S. Nr. tm Pflanzungen zur Zdi unrathsam erscheinen Hesse. Bei etwaiger Vergrößerung der Kolonie würde sich jedoch eine Bewachung derartiger Anpflanzungen gut ermöglichen lassen. Vor Stürmen würden die Anlagen durch die Hügel selbst geschützt sein. Die beiden übrigen Bodenarten finden sich aüf und zwischen den Hügeln im Süden der Kolonie. Die erste Hügelreihe zeigt kalk- und eisenhaltigen Lehmboden von röthlicher Farbe; der Boden ist zum Anbau von Wein, Feigen und Oliven, in den Thälern auch für Feldfrüchte geeignet. Auf diesen Hügeln haben die Kolonisten ihre Weingärten angelegt. Die zweite Hügelreihe bestellt aus Sandboden, welcher in einer Tiefe von 15—80 cm rothen, steinigen Lehm zum Untergrund hat. Hier haben die Kolonisten von Rischon l’Zion ihre Weinberge angelegt; an geschützter Stelle könnte man dort auch Mandel bäume pflanzen. In nassen Jahren gedeihen hier Melonen in grosser Happigkeit.