Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 92 (21.11.1898)
- Date
- 1898-11-21
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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1708 zog der andere Theil nach dem Aemen (p'), wo das noch von Salomo her mit den Israeliten befreundete Reich Saba (iar) exiftirle und siedelte sich dort an. Von diesen J-raelilen wanderten später einige hundert Familien nach Abyssinien (van) aus, und wurden so die Väter der beuligen FalaschaS. Was nun die in der arabischen Wüste zurückgebliebenen Juden anbelangt, so sind sie noch heute Nomaden und wohnen zumnst in der Umhegend der Sladt Teuma (kb'ti) in der gleichen Oase. Sie sollen dort ein Fürstenthum bilden, das gänzlich unabhängig ist. Einige dieser jüdischen Nomaden kommen manchmal auch mit ihren Heerden hinab nach dem Süden Arabiens, wo es gute Weideplätze und reichhaltige Wasterquellen gibt. Nebst diesen Jaden wohnen in der arabischen Wüste auch die Wahabilen, die sich bekanntlich im Anfänge dieses Jahrhunderts von ihren Glaubensbrüdern, den Moyamedanern, losgesagt und zu einer besonderen Sekte vereinigt haben, die Mohamed nicht als Propheten, sondern nur als weisen Mann anerkennen, der seine Lehren einfach aus den Büchern Moses geschöpft habe. Man glaubt daher und dies nicht mit Unrecht, daß die Juden in der arabischen Wüste den Anlaß zur Gründung der genannten Secte gegeben haben, da sie ihre Nachbarn auihren heiligen Schriften überzeugten, daß Mohamed die Hauvtbestandtheile seiner Lehre der Bibel entnommen habe. -> Personalien, -f Mem«elSdorf \wn P''P verschied im hohen Alter von fast 86 Jahren nach nur mehrtägigem Krankenlager Herr Samuel Korn von hier. Derselbe erfreute sich bis ins Greisenalter einer seltenen Rüstigkeit des Körpers und des Geistes Bei der Beerdigung schilderte Sr Ehrwürden Herr Rabbiner Dr- Bamberger aus Burgpreppach in längerer Rede den Lebensgang und die Lugenden des Verstorbenen. Derselbe war ein Mann von aufrichtigem, ossenen und biederen Charakter und das dVPip pppn die echte Friedensliebe, welche das Kennzeichen des Frommen ist, zeichnete ihn in besonderem Maße ans. Auch die hiesige Eultusgemeinde beklagt tief den Heimgang ihres ältesten Mitgliedes. Weder Kälte noch c^turm scheuend, war er trotz seines hoben Alters allzeit der erste beim Gottesdienst. Möge er in den lichten Höhen den Lohn für seinen gottgefälligen, frominen Lebenswandel empfangen. T' pyjn Kei der Jüeftaction neu eingegangene Kücher (Besprechung Vorbehalten). Politischer Z i o n i s m n S und die C o l o n i f a t i o n Palästinas, von Siegmund Bromberg. Verlag des Verfassers Drohobycz 1898. Me kor Ehaiim, ») ausführliche Biographie des Rabbi Chaim ibn Attar, b) Minhage Trefot (niinü uruo) der jüdischen Gemeinde in Fez von Rabbi Inda ibn Attar (nach ms. Berlin), von Dr. Jakob 'Nacht. Verlag des Verfassers. Drohobycz 1898. Predigt zu P"DP ü"JPn DJiCT IMO, von Bez.-Rabb. Dr Mayer in Bühl. Bühl 1898. Sind originale Svnagogen - und Volksmelodien bei den I u b c n nachweisbar? Vortrag gehalten im Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Berlin von Professor Emil Breslau. Leipzig 1898. 'Wegweiser für den jüdischen Religion sunterr i ch t- Abhandlungen, Entwürfe und Lehrproben aus allen Zweigen des jüdischen Religionsunterrichts. Unter Mitwirkung erfahrener Schulmänner hrransgegeben von Dr. M. Spanier und E. Flanter, Lehrer. Heft I. E. Thiele, Berlin 189.s. Die Bedürfnisse der jüdischen Bevölkerung Rußlands. Denkschrift, gerichtet an die Repräsentanten- Eonterenz der Jewish Eolonisation Association in Paris, im Oktober 1896 von Dr. L>. O- Grusenberg prakt. Arzt in <c-t- Petersburg. Albert Katz. Berlin 1897. I ubelworre. Eine Sammlllng patriotischer Easualceden- Anläßlich des öttjährigell Negierungöjlibiläums Sr. V!aj. des Kaisers Franz Josef L, herausgegebeu und versehen mit einer einleitenden Skizze „KönigStreue u. Judenthum" von Jakob B- Brandeis. Prag 1898. -nyp bdnpb myn pyiy eyprE pyT &?&;,-) nnüP 'd is pdid hpp yjypxnpy yjnx’zr .iyriNi yru ts juuti ■nyspy ,bd*n pynsDjypy? p'dnii \ymyn |yp ijnnypyp □NP *pN NH D'JTü) D’PEDD D’ErnDI D"W ]NS ]yjjl? uin cyir’pPNyp nt .jyuyppy ist noN syp jypTii pyn , iynynyE tpsjn np'£'o üjiwya nnp’ mson ü’d n"BO 'sn pnjpid tp^d ip *ö jjnipjn syp d*d *]pn pp dppp Tip mir? p"n udd .pH pyH'vyp ph npv hHip J^DlOn ’JPPH PP D1SPP DD1J .N"y ^UNNNp^N' p"pp PP .D'PPH ttfpND ,P"JD D’IPjyTNP P’ND PHD jjip’nyp jypyp B"LP.PN' vrip oyp jjnnypppy , nu# pp Ine , ltsphn’ iym t£rpp dph "jpn npi B"pg'BP'n pjin rnvr p"n ’3dd .cty'ppn dtedi d’»p"d v"lvp> mw ]ne pnp . n'ppn wpNS . N''y puNNNpoN' p"pp PP O",P!7 . O'IP^'INP .12 Vermischtes Frankfurt ä. M. Ein gewiß seltenes Vorkominniß hat sich vor Kurzem hier ereignet. Eine ans Bockenheim gebürtige Frau kam utit drei Knaben Q'ppy im Alter von 5, 31/2 und 2 Jahren von Amerika hier an. Durch Vermittlung des Herrn Baron von Rothschild wurden die Knaben in das Sara Nothschild'sche Spital ausgenommen. Der hohe Herr besorgte drei Bettchen und durch den Mohel Posen wurde der heilige Akt an den Knaben vollzogen. Die Frankfurter Religionsgesellschaft nahm sich mit aller Wärme der armen Frau an. die unweit ^an Francisco auf plattem Lande wohnt und wegen ihrer ärmlichen Verhältnisse keinen Mohel besorgen konnte. Die Frankfurter ReligionSgesellschaft miethete für die ariite Frau eine Wohnung mit vollständigem Zubehör. Lehrer Härter- Wreschen, 13. Rov. Am Vortvöchcntlichcn Sabbat wurde unseren Gemeindemitgliedern ein seltener Kunstgenuß zutheil. Herr Eantor H cl i schkow s ki in Rawitsch, welcher auf einer Familieurciie hier weilte, wurde von seinem Schwager, Herrn Eantor C z erh a n o w i c z Hierselbst, ersucht. das Gebet für Monatsverkündigung und Mufsaph zu übernehmen Mit erhabener Andacht lauschte die Gemeinde ans den wohlgeschulten Svnagogalgesang und die trefsttchen Worte des Vortrages. Reichliche Lobes- und Dankeskuudgebuugen wurden dem geehrten Gaste geäußert