Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 91 (17.11.1898)
- Date
- 1898-11-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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1688 Holland. Amsterdam, 15. Nov. (Versteigerung werthvoller jüdischer Werke.) Im Monate Februar nächsten Jahres wird durch den Buchhändler I. L. I o a ch i m s t h a l, dahier, die höchst belangreiche Bibliothek, enthaltend Hebraica und Judaica, Manns« cripte und Sifre-Thora, aus dem Nachlasse der berühmten jüdischen Gelehrten Rabbi Akiba Lehren, Rabbi Meyer Lehren und Rabbi Moses de Lima rn zum Verkaufe gelangen. Der demnächst zum Druck gelangende Katalog umfaßt ungefähr 4300 Nummern, worunter Hunderte von Exemplaren sich befinden, die durch ihre außergewöhnliche Seltenheit einen großen Werth repräsentiren. Die Sammlung ist vorzüglich erhalten und auch für Liebhaber von antiken Einbänden dürfte hier eine Fundgrube sein. Unter allen Umständen verspricht die Versteigerung äußerst interessant zu werden. Es ist uns unmöglich alle seltenen und merkwürdigen Bücher hier aufzuzählen. Wir wollen nur einige Griffe in die reiche Sammlung thun. Gleich die erste Nummer: Abudraham (om-vcx) ist eine größte Seltenheit; Fol. Lissabon 1489, dieses Exemplar enthält bei der Erklärung von 122 zwei Seiten mehr als alle späteren Ausgaben. Ferner erwähnen wir: '7k -rot, erste, höchst seltene Ausgabe; 4°. 1554. v"N7k HX 1554 o«» hx, mit beigebunden: 2'iix 'inv;, 1556. sehr selten, wobei zwei Blatt von der Hand von Rabbi Jom Tob Lippmann Heller, Verfasser des ü'in. min hx, mit Bemerkungen von W. Heidenheim. r»x min, 4°. erste, seltene Ausgabe, 1564. xapj; '21 ir iH’mx, 4°. sehr selten, 1545. i;rrn hd'x, 4°. erste Edition, sehr selten, 1554. m;iaxn, 4°. seltene Edition, 1555. tu'2 'iox, 8°. sehr selten. cjn: nax, 4°. erste Edition, sehr selten, 1539. zbw nJTD, 4°. sehr selten, 1484. pa: pi;, 4°. erste Edition sehr selten, 1561. Lw;x ir b:, fol. selten, gehört zu den wenigen in Belvedre bei Konstantinopel in dem Hause der Donna Reyna, Wittwe von Don Josef, Herzog von Naxos, gedruckten Werken. r;x t;:, erste Edition sehr selten fol. ** Wi, „ „ „ „ 4°. nnax -p-t, einzige sehr seltene Edition, fol. 1521. min; main erste Edition selten, fol. 1547. 72x171 men, erste höchst seltene Edition, 4°. 1510. iw, „ „ „ „ 40. 1551. Tivie» nv2n, erste höchst seltene vollständige Ausgabe, 40. (L'Hvv) irrr, erste Edition sehr selten, 4". 2 ia, sehr seltene Edition, fol. 1626. mw nnca, außerordentl. seltene Edition, 4". l 549. mm ins, sehr selten, 4°. 1536. stij txb, erste seltene Edition, fol. 1523. irr»?, 18X2, „ „ „ 40. 1556. '71172, „ „ „ fol. 1527. ix’jay nnarn, erste sehr seltene Edition, 4°. 1491. 4° 1535 „ ,, „ ,, ,, „ -r . iiio, erste, sehr selten, 4". 1532. nnaan 711122. erste sehr seltene Edition, 4". 1538. TkV'M'TI 1 5.50 ciax n;pa, selten und sehr gesucht,.4". 1523. pv"8 in;, erste sehr seltene Edition, 4°. 1538. mir 1;, „ „ HH!T „ „ „ „ 1588. 2'viL nv; '182. „ 1480. fol. 1545. onan ni;ns?, „ „ „ 4°. 1601. xiw px D7H2X 'li nny D, erste sehr seltene Edition, fol. 1488. 7'2iii 7>"7ix '8, „ „ „ fol. 1477. -'rix mny -c, „ „ „ „ U9o. 7112X nln; '8 27 max pic, sehr fett. Ed. fol. 1506. npiiTi, erste seltene Edition, fol. 1505. Auch unter den maimi mixr haben wir höchst seltsame Ausgaben aus dem 15. Jahrhundert gefunden; nicht minder ansehnlich ist die Zahl der vorhandenen Talmud-Exemplare; eine reiche Sammlung von p;n-Ausgaben enthält u. A. erste und seltene Drucke aus den Jahren 1460, 1511, 1518, 1520. 1541, also kurz nach Elfilidung der Buchdruckerkunst hergestellt. Mit Rücksicht auf den uns knapp bemessenen Raum konnten wir natürlich nur Einiges hervorheben. Deßhalb können wir uns auch nicht über die vielen Prachtausgaben, Pergamentdrucke u. f. w. verbreiten. Unsere MiUheilungen halten nur den Zweck, auf diese reichhaltige und große Bücherei hinzuweisen. Wahrlich eine seltene Gelegenheit für Buchliebhaber, die sich hier sicher um das Vorrecht des Besitzers so manches „Jncunnable" gehörig streiten werden. Hermiscfftes Köln, 15. Nov. 'Nachdem die jüdischen Wäliler zum Stadtvcrordnetenkollegium es in öffentlicher Versammlung adgelehnt haben, einen Kandidaten als Nachfolger d-s verstorbenen Stadtverordneten Liebmann zu bestimmen, mit der Begründung, dag im Stadtveroronelentollegium religiöse Interessen nicht zu vertieten seien, Hai die 6entrnuiSvartci in gestriger Sitzung den israelitischen Rechtsanwalt Karl EItzbach er, Theilhaber des BankgeschäftsI. L. Eltzbacher u. Eo, als Kandidaten aufgestellt Jerusalem, 2. Nov. Für seine zweiundfünfzigjährige Thäiigkeit in Bezug auf die Wohlthäligkeitsanftalten der heiligen Stadt erhielt der auch beit Lesern des „§$vadit“ seit einer langen Reihe von Jahren wohlbekannte Herr Selig Haus dar ff von Sr Majestät dem deutschen Kaiser, Wilhelm II, den Kronenorden HI. Klasse. iff ■■ ■in u * " "»»»