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Der Israelit · 1898-08-04 · Heft 61 (4.8.1898) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 61 (4.8.1898)
Date
1898-08-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1110 D'csn ’-rö^n h eran g ez og en werden; in dieser Stunde soll das msrin und nurpa der ung. min 'ja erhalten und fortgepslanzt werden! Diese Stunde soll das Rettungsboot der schiffbruchgefährdeten, urwüchsigen, kernigen und kräftigen, vollen und gehaltreiche« N^IN-Pflege, wie sie auf den gehandhavt wird, sein? Aber noch ein anderer wichtiger Faktor spricht gegen das erwähnte System. Kinder, die eine höhere Schule besuchen, haben Schulsorgen. Eine schwierige Konstruktion, neu durchgenommene Rechenoperationen, das Aufsatzthema füllen ihnen Kopf und Herz; sie machen ihnen Sorgen. Wenn aber für irgend eine geistige Beschäftigung, so muß man für das verständnißvolle „Lernen" über einen freien Kopf, über freie Gedanken verfügen. Dies besitzt auch der inn- Schüler in vollem Maße. Daher das blitzende Auge, die strahlende Stirn, das Leben, der Geist, das intensive markourchdringende Empfinden bei einer scharfen »rrp owm Und in Ungarn, wo sie noch so glücklich sind, ein mn zu besitzen, mn-Schüler zu erziehen, sollte man sich doch hüten, dieses mit einer höheren Bürgernd rn^n-Schule zu vertauschen. Das gibt nachher eine höhere Bürger- und eine niedere mm niv^ri- Schule! Wie aber die brennende Frage der Zeit lösend Wie bei dem alten inn-System „gebildete" Menschen erziehen, mm mit pH “pn verbinden? Hierauf findet sich die Antwort schon seit zehn Jahren in dem Werke eines ungarischen pur. — In dem dritten Theil des „troruen me" von pnp 'ex ne^r ':n, Rabbiner in Karezag, das wie alle Werke des groben Autors von hinreißendem Scharfsinn und immenser Belesenheit de» Verfassers zeugt, wird folgender, sehr beachtenswerther Vorschlag gemacht: Die ungar. mnm werden in drei Rangstufen eingetheilt. Die erste und unterste nimmt die jüngsten B'ira auf; darnach richtet sich der Lehrplan und die aufzunehmende Zahl der Schüler. Rach zweijährigem, erfolgreichen Studium wird der junge Mann, versehen mit einem BefähigungSzeugniß, in eine mit erweitertem Lehrplan ausgestattete mm befördert. Rach weitern zwei Jahren fleißigen „Lernens", in welchem der junge Mann sich starke Gewandtheit in mehreren D"m na», in nr« und tv erworben, findet er Aufnahme in eine der drei größten nvrn, woselbst neben gründlicher Pflege der mm auch für methodisches, zielbewußtes Studium weltlichen WisienS umfichtig gesorgt wird. . . Nach erwähnter Einrichtung stellt sich das Erziehungssystem ungarischer Kinder, deren Eltern keine oberflächliche, leichte und seichte, sondern eine gediegene, gehaltvolle rnrn-Bildung geeint mit pn "pn erstreben wollen, etwa folgendermaßen: Vom sechsten bis dreizehnten Lebensjahre genügt der Knabe seiner Schulpflicht in einer Volksschule und lernt dabei, nach Maßgabe des Alters, e'weri pm trom und mos. Daß bei einem Volksschulbesuch von häuslichen Arbeiten in oben erwähntem Maße und Umfange auch nicht annährend die Rede sein kann, und daß der Volksschüler auch keine sog. „Schulsorgen hat", bedarf kaum der besonderen Hervorhebung: es bleibt also reichlich Zeit für genannte Disciplinen. — Vom dreizehnten bis zum fünfzehnten Lebensjahre wird der dem Schulpflichtsalter entwachsene Jüngling ausschließlich von einem no^e unterrichtet und für das höhere nic^rn-Studium, für die mm, vorbereitet. Vom fünfzehnten bis siebzehnten Lebensjahr besucht der junge -nm die Unterstufe, vom siebenzehnten bis neunzehnten die Mittelstufe der mm. Freilich wird dem jungen Manne die Möglichkeit nicht verschlossen, die in der Volksschule gewonnenen Elemente des Wissens zu befestigen, sie event. durch eine Privatstunde zu erwei lern. Immerhin hat der im neunzehnten Lebensjahre stehende junge Mann sechs Jahre hinter sich, die er zum weitaus größten Theile der mm hat widmen können. Wer je eine Winternacht durchgelernt, wen je die Gefühle beseelt, die man nach einer durchgelernten Winternacht empfindet; Gefühle geistiger Fülle, die wohlthuende Empfindung, daß man heute mehr weiß, mehr kennt, mehr besitzt als gestern. Wer je den p auf nro in einer Winternacht sich zu eigen gemacht, wer in die geistsprühenden Imperien des -jbeS rutwe auf *?ee mm in einer Winternacht eingedrungen, der weiß, was man in sechs Jahren leisten kann, wenn diese ausschließlich der mm zur Verfügung stehen. Die geistige Zunahme hält nicht Schritt mit der Zeit, sie wächst nicht in gleichem Verhältniß mit den aufgewandten Stunden, Tagen und Jahren, sie schwillt im Quadrate und im Kubus an. Man wird einem mmon pi>s, einem immer stärker werdenden Quell, einem pem uw nm, einem nimmer versiegenden Strome gleich. Es ist also nicht übertrieben, wenn wir annehmen, daß der vor dem Eintritt in die Oberstufe, im neunzehnten Lebensalter stehende junge Mann ein mm p ist, ein mm p, in dem Sinne, dem nichts in dtp und emtwn, in m» und ti» fremd, keine Frage neu, keine These unbekannt erscheint. Dieser junge mm p also beschäftigt sich von heute ab auch mit weltlichem Wissen und zwar unter vorzüglicher Leitung; unter Leitung drei der bedeutendsten Professoren Ungarns, die an den drei nom angestellt sind. Der Ernst des Alters, die Reife des Verstandes, der an logische Scklüsse gewöhnte, an klares Denken geübte Geist wirken harmonisch zusammen; sie alle arbeiten an dem Werke mit; man geht mit Riesenschritten voran; Pensen, die in der Schule nach Semestern zählen.

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