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Der Israelit · 1898-06-20 · Heft 48 (20.6.1898) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 48 (20.6.1898)
Date
1898-06-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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WJUX. Jahrgang. M 48. Der Israelit. Ein Genlrat-Hrgan für das orthodoxe Zudenthum Begründet von Dr. Lehmann in Mainz Montag, de« 20. Juni 5658 (1898), Da mit dem 1. Juli 1898 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die gßehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post da» Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. In der Postzeitungsliste pro 1898 eingetragen unter Nr. 3684. Neu eintretende Abonnenten (Postabonnenten gegen Vorlage der Postquittung) erhalten unser Blatt bis Ende März gratis. Leitender Artikel. jKabblner Kelliom« Fromm Schmerz and Weh nagenmn Herzenynllenvrnm, die immer das Glück halten, mit diesem herrlichen Menschen in Berührung zu kommen, ihm näher zu treten! Seine ehrwürdige Gestalt, seine durchgeistigten, edlen Züge, sein scharfes und doch so unvergleichlich treu blickendes Auge, seine gewinnende und überzeugende Sprache, seine unbeschreibliche Bescheidenheit, seine unbegrenzte Herzengüte, der Seelenadel, welcher sein ganzes Wesen beherrschte: alles dies ließen in ihm den echten vsn erkennen; sein so reicher Wiffenschatz pmra, seine nxv, seine nist, sein nrnon, sein n*ej, sein px jn, sie stempelten ihn zum rechten B2n mbn, zum wahren pn*! prarwo xbi p-nxn bi> bsrt: Ach, wie schmerzlich, daß uns ein solches Kleinod entrissen worden; 'xn'? xj'22 xp x-icy2 ^2-1 xtop: über solche Herrlichkeit, die nun in's Grab gesunken, haben wir alle Ursache, Thränen zu vergießen, zu weinen-! Der nwrr pnje war der Zweitälteste Sohn eines schlichten, braven, durch Frömmigkeit und Rechtlichkeit ausgezeichneten Mannes, Hirsch Fromm zu Großlangheim (Unterfcanken). Schon früh erkannte seine edle Mutter mit richtigem Blicke die im zarten Kinde schlummernden Anlagen und Vorzüge. Im Alter von 12 Jahren kam er nach dem nahen Wiesenbronn, um zu den Füßen des noch jugendlichen, aber damals schon berühmten Rabbi Seligmann Bär Bamberger V'pitt zu lernen. Nur am Schabbos weilte er im Vaterhause, während der Woche verblieb er in Wiesenbronn, und lag mit allergrößtem Fleiße bei seinem großen Lehrer dem Thorastudium och. M Mütter^ tichen Verwandten zu Scheinseld weilte, wurde er mit einem nra bekannt, der in Preßburg lernte. Er hörte von der dortigen n2'2" des ivw onn und unwiderstehlich zog es den Wissensdurstigen dorthin. Zudem war die Fürther Jüdische Hochschule polizeilich geschloffen; auch in Bayern versuchte die Neologie das überlieferte Judenthum an seinenMurzeln zu faffen.- So zog er als 17jähriger Jüngling hinaus in die Fremde, obgleich ihn sein Jugendlehrer nur sehr ungern ziehen ließ (rvjtpn.) Die beschwerliche Reise nach Preßburg währte drei Wochen; doch war er so glücklich, noch nwbn des V'pistt -ieiD onn mpn pxan mn *n-u sein zu können, deffen anw lauschen zu dürfen. Gegen ein Jahr genoß er das Glück, ein Schüler des btt zu sein. Doch schon anfangs u'Xpn mußte er seinen hochverehrten, großen Lehrer beweinen; B'p^x rbv mroi! Mit seltener Ausdauer und eisernem Fleiße war er dann unter der trefflichen und schon damals bewährten Leitung des ivw nro dSw px: um seine weitere Ausbildung bemüht, stets mit den denkbar größten Entbehrungen kämpfend. Studiengenoffen des iw, pnjt haben später oft erzählt, daß damals unter den vielen anin2 der Preßburger Jeschiba Kei-

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