Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 43 (2.6.1898)
- Date
- 1898-06-02
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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JBer ^Israelit Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Alätter für die israet. Schute. 2. Juni 1898,] iM tNr. 5. tmmmmmms Ifrrrin Der jiidislhell Lehrer in Rheinland unü MeWcn. Zwölfte Konferertz der Bezirke 2 und 3 des Vereins. Dieselbe fand am 19. d. Mts. zu Euskirchen im Saale der Repräsentanten statt und gestaltete sich dank der freundlichen Aufnahme der Kollegen seitens des dortigen Synagogenvorstandes, der Schulkommission und Repräsentanten zu einer der anregendsten, die der Bezirk jemals abgehalten hat. Machte schon das festlich geschmückte, mit lieblichen Blumen gezierte Berathungszimmer einen gewinnenden Eindruck, so gestalteten sich die Berathungen selbst überaus lehrreich und interesseerweckend. Nachdem der Vorsitzende Goldschmidt die erschienenen Lehrer und Gäste begrüßt und als Vertreter des Vorstandes und der Schulkommission die Herren von der Walde und Dr. Wallach begeisterte und begeisternde Worte an die Versammlung gerichtet hatten, gab der Unterzeichnete Schriftführer den Bericht über die vorige Konferenz. Hernach begab man sich in das ebenfalls festtäglich aussehende Schulzimmer, in welchem Kollege Dr. Heilberg-Euskirchen mit der ^berklasse eine Lehrprobe abhielt über „Die Mehrzahlbildung der hebr. Hauptwörter". Zwanglos unterhielt man sich hierauf bei Kaffee und Kuchen, der allen Festtheilnehmern gespendet wurde. Rach beendigter Mahlzeit trat man in die Diskussion über die Lehrprobe ein. Diese Diskussion gestaltete sich sehr eingehend und anregend, da die verschiedensten Ansichten über die Behandlung der hebr. Grammatik in der j jüd. Rel. Schule vertreten waren. Dr. Heilberg erntete allseitigen Beifall und Dank. Von verschiedenen Seiten wurde der Wunsch laut, bei jeder Konferenz möchte eine Lehrprobe gehalten werden. An der Diskussion betheiligten sich namentlich die Kollegen Baum-Zülpich, Do b ro wo lsky-MüNstereifel, Halber st ad t-Meckenheim, Dr. H e i l b e r g - Euskirchen, Kalten- Poppelsdorf, G o l d s ch m i d t, Gut und Sulmann- Köln, sowie die Herren Dr. Wallach, v.d.Walde, Hanauer. Schweizer, Wallach sen.-Euskirchen. Nunmehr hielt Kollege Sulmann ein Referat über das Thema „Wie ist die Schule unseres Bezirkes entstanden, wie hat sie sich entwickelt und was hat sie geleistet?" Rauschender Beifall lohnte den Redner für seine gediegenen, feffelnden Ausführungen. Es würde den Rahmen eines Protokolls über eine Bezirkskonferenz weit überschreiten, wollte ich auf das Referat näher eingehen. Unter allseitigen Dankesworten, mit einem sichtlichen Gefühle allgemeiner Befriedigung wurde die äußerst schön verlaufene Konferenz Abends geschloffen. Ich kann diesen Bericht nicht schließen, ohne auch an dieser Stelle dem Euskirchener Synagogenvorstande und den anderen betheiligten Kollegien Namens des Vorstandes unseres Vereins den herzlichsten Dank auszusprechen. Der Schriftführer: Elias Gut.