Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 38 (16.5.1898)
- Date
- 1898-05-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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702 tragen waren, begab man sich zur 7,12a irwa, welche sich zu einem wahren Verbrüderungsfeste zwischen Herrn Posen und seinen Schülern gestaltete. Den Neigen der Festreden eröffnete Herr Rubin st ein, welcher geistreiche NTiTivetr nm zum Besten gab. Herr Lipinski, zweiter Vortragende am Tana, brachte den Schluß der 'riaaa mit dem Anfänge der nächstfolgenden rrv2' in Zusammenhang. Er that auch der Frau Posen Erwähnung, indem er hervorhob, daß es zwar viele Frauen in Frankfurt am Main gebe, die ihre Kinder fromm erziehen, aber nur nur wenige es sind, welche auf ihre im Tara Vortragenden Männer warten können, was unsere Weisen als Hauptverdienst der Frauen bewerthen maiii po:a pi rP2D ntoi “iy. Hierauf sprach Herr Posen in der nur ihm eigenen Weise und verband den Schluß s'v: mit der ersten rutpa dieses Traktates. Herr Dr. Neuwirth machte darauf aufmerksam, zu welch großem Danke man für die von Herrn Posen ertheilten Lehren ihm verpflichtet sei. Der nächste Redner, Herr Hoschander, Schüler Sr. Ehrw. des Herrn Dr. Horowitz, betonte, wer rrevb rmi zu lernen bestrebt ist, sei allen Gefahren zu allen Zeiten und an allen Orten gewachsen. Wie man nve»? mm zu lernen habe, dieses Beispiel giebt Herr Posen. Obzwar derselbe Geschäftsmann, mit Glücksgütern gesegnet, lernt er jahraus jahrein täglich einige inw mit Männern und jungen Leuten und lasse auch Andere aus dem Borne seines vielseitigen Wissens schöpfen. Nachdem Herr Koblenz und andere Herren Toaste ausgebracht, wurde mit dem pan im: der offizielle Theil der ava-Feierlichkeit abgeschlossen. Noch lange aber blieb die Gesellschaft beisammen und unterhielt sich in der ungebundensten Weise. Gegen Mitternacht verabschiedeten die Anwesenden sich von Herrn Posen, ihm wünschend, noch viele Mate solche 7112a erfüllen zu können. Auch wir wünschen ihm, in der gleichen Weise weiterhin paia a'212 Nim zu sein, und wünschen dem Tarn, das unter solch bewährter Leitung steht, daß es weiterhin eine Pflanzstätte echt jüdischen Geistes sein möge. F. G. X. Frankfurt " M. (Israelitische W a i s e n a n st a l t.) Im Jahre 1897 hat diese Anstalt 33 Knaben und 21 Mädchen erzogen. Die Knabenabtheilung erhielt an Geschenken Mk. 10,454. Die Jahresbeiträge beliefen sich auf Mk. 5565, die Beiträge für bestimmte Zöglinge auf Mk. 2858. Einschließlich der Zinsen aus Stiftungen betrugen die Gesammteinnahmen Mk. 28200, die Ausgaben Mk. 29,043. Das Vermögen hat einen Bestand von Mk. 90,000. Die Schiff'sche Stiftung vereinnahmte Mk. 3755, darunter Mk. 1055 Geschenke, und verausgabte Mk. 5163; ihr Vermögen besteht aus Mk. 50,000. Die Z. M. Spanier'sche Stiftung hat Mk. 18,000, die Goldschmidt'sche Stiftung für Knaben Mk. 5100, die Oppenheimer-Prins'sche Stiftung Mk. 7100, die Neubau-Kaffe Mk. 5375 in Vermögen. Die Mädchenabtheilung erhielt Mk. 4626 Geschenke und Mk. 2602 Jahresbeiträge, ferner Mk 2495 für bestimmte Zöglinge. Die Einnahmen betrugen im Ganzen Mk. 13,348, die Ausgaben Mk. 13,294. Die Dreyfus-Stiftung hat einen Bestand von Mk. 36,400, die Goldschmidt'sche Stiftung für Mädchen von Mk. 15,100, die Sonderkaffe für Unterstützung von zur Aufnahme ungeeigneten Waisenmädchen Mk. 6326. Worms. Der Jahresbericht des hiesigen isr. Unterstützungsvereins (37. Vereinsjahr) vom 15. Febr. 1897 bis dahin 1898 ist erschienen. Derselbe gedenkt zuerst des schmerzlichen Verlustes, den der Verein durch den Tod seines Ehrenmitgliedes, des Herrn Julius Blün erlitten, welcher das mühevolle Amt eines Rechners während 29 Jahre verwaltet hat. Ueber die Thätigkeit des Vereins wird berichtet, daß sich die Zahl der Unterstützten auf 1817 gegen 1694 im Vorjahre belief. Die für dieselben verausgabte Summe betrug Mk. 3 348 gegen Mk. 3 172,90 im Vorjahre. An Geschenken wurden dem Vereine Mk. 676,40 und dem unangreifbaren Kapitalstock drei Gaben in der Höhe von Mk. 800 zugewendet. Die Gaben wurden vertb?i0 «« lt:o Handwerker, 194 Gewohnheitsbettler aus dem Jnlande, 1070 aus dem Auslande, 268 verschämte Arme, 49 Hausierer, 23 Gelehrte und Lehrer, 36 Kaufleute und zwei Künstler. Durch Postanweisungen sind 294 Gaben übermittelt worden. Das Vermögen des eisernen Stockes beträgt Mk. 24 486,66. Kleinfteinach. Den meisten unserer Glaubensbrüder der Diaspora wird es unbekannt sein, daß sich das Grab des 'ibn ui lana bmav» ttto, des Verfassers des Tunt??6nj ibd auf dem hiesigen TinapTi nn befindet. Ein einfacher Stein bezeichnete bisher das i2p dieses brriL"2 ‘bn;. Dieser Tage kam ich auf das paby n'2 und bemerkte zu meinem Bedauern, daß der merkwürdige Stein umgefallen und zersplittert ist. Der Zahn der Zeit hat sein Recht gefordert; denn am 6. Jjar 4541 war der Sterbetag dieses Mannes. Vor einiger Zeit nahm ich zufällig die Aufschrift des Steines ab und eben dadurch ist es möglich, das Andenken dieses Grabes zu erhalten, aber nur dann, wenn eine neue würdige na*o aufgestellt würde. Dies könnte in bester Weise geschehen, wenn der Kostende' trag durch allgemeine Spenden gedeckt würde. Hierzu ein Schärflein beizutragen, wäre Pflicht eines jeden gesetzestreuen Jehudi, denn gerade das berühmte Werk dieses großen Mannes ist für die