Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 26 (31.3.1898)
- Date
- 1898-03-31
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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jeden böswilligen feindlichen Angriff hinterrücks vertheidigen lassen. Sind erst die intelligenten Lenker des türkischen Staatsschiffes über den hohen Werth genügend aufgeklärt, den das jüdische Kolonisationswerk in Palästina für die Wohlfahrt des Reiches hat, so wird sich dieses Werk selbstredend ihres Wohlwollens erfreuen, und die mit seiner praktischen Ausführung Be trauten würden, bei bedeutender Ersparnis von Zeit, Mlilie und Kosten, viel riesigere Fortschritte machen können, als es bisher der Fall war. Wir sind hier'recht weit von unserem eigentlichen Thema „Zur Kolonisationsgeschichte des Hauräns“ abgeschweift, Die oben erörterte allgemeine Frage des Rechtszustandes jedoch übt in ihren Einzel Wirkungen auch auf diesen günstigen Theil der praktischen zionistischen Arbeit lähmend und nachtheilig ein. Darum haben wir diese Frage hier in ihren Hauptgrundzügen zu behandeln für angemessen erachtet, und vornehmlich, damit gerade jetzt, wo auch ausserhalb des zionistischen Lagers sich eine gehobene Stimmung zu Gunsten einer ernsthaften, radikalen Lösung der jüdischen Frage im Allgemeinen bemerklick macht, die mitten inH der Aktion stehenden Gesinnungsgenossen, über den weit ausgesponnenen Plänen und träumerischen Schwärmereien des morgigen Tages die handgreiflichen Thatsachen von heute nicht vergessen, und notkwendige Ergreifung derjenigen vernünftigen Massregeln, welche sich aus den faktischen Umständen von selbst ergeben, nicht vernachlässigen. Zuerst müssen wir uns um die Sicherstellung^unserer bisherigen Errungenschaften und ihre gedeihliche Fortentwickelung auf solider, fester Basis bekümmern. Ist uns dies voll und ganz gelungen, dann mögen wir mit unserem noch überflüssigen materiellen und geistigen Kapital uns auch an weitergehende, in grösserem Massstabe ersonnene Spekulationen wagen, aberiauch dann^nur nach genauer Prüfung und Richtigbefindung aller daran geknüpften und Ausschlag gebenden, tkatsächlieken Voraussetzungen. Wir wollen jetzt mit einer kurzen statistischen Beschreibung des bis Mitte M ä r z v. I. ausgeführten Arbeitsprogrammes und noch einigen Mittheilungen der allerjüngsten Nachrichten betreffs der Kolonisation" des Hajuräns diesen Artikel schliessen, müssen aber zum besseren Verständnisse 'derselben gleiclizeitig’etwas über die Pläne (oder bei manchen auch Planlosigkeit) berichten, welche die verschiedenen Gruppen bei ihrem Ansiedelungswerke befolgen wollen, d. h. soweit diese Pläne uns überhaupt bekannt geworden. Die New-Yorker Gruppe hat ihre vorläufigen 8000 Dunam in 50-Dunam Theile gesondert, also im Ganzen in IßO^Theile. Nur 4 der ca. 70 Mitglieder eignen jedes einen dieser Theile, die grosse Mehrzahl je zwei, und manche je drei, vier oder fünf. (Fortsetzung folgt) Briefkasten. BflP An alle meine geehrten Herren Correspondenten die ebenso höfliche als dringende Bitte: 1. Die p)HprGelder, ohne jede besondere Erinnerung, mindestens halbjährlich einzusenden. 2. Die Spenden-Liste von den brieflichen Mittheilungen stets getrennt zu halten. 3. Die Spenden-Liste, mag sie selbst noch so bescheiden sein, nicht auf dem Abschnitt der Postanweisung, sondern auf einem Blatte Papier verzeichnet einzusenden. 4. Für die Spenden-Liste niemals die jüdische Eurrentschrift in Anwendung zu bringen, und falls die Spenden für verschiedene Rubriken und Zwecke bestimmt sind, sie auf ebenso vielen einzelnen Blättern zu verzeichnen. 5. Nur wo eine Spezialbescheinigung unbedingt nöthig, — beispielsweise zu Belegen bei Glemeindeakten u. dgl. mehr — eine solche zu verlangen, sonst jedoch davon gütigst absehen und das sofort, oder einige Tage nach der gemachten Geldsendung erhaltende neueste Spenden-Verzeichniss als Empfangsbetätigung betrachten zu wollen. 6. Mit der Veröffentlichung der eingesandten Spenden stets einige Geduld zu haben. Nicht bloss die alphabetische Reihenfolge, die, der leichteren Hebersicht wegen, hei den Ortsnamen eingehalten wird, sondern auch der Umstand, dass die „Sp enden-Verzeichnisse“ aus verschiedenen Gründen schon einige Wochen vor ihrem Erscheinungsdatum gedruckt werden, ruft? öfters eine Verspätung in der Veröffentlichung mancher Spenden hervor, die sich heim besten Willen selbst nicht umgehen lässt, unveröffentlicht bleibt aber selbst die geringfügigste Gabe nicht. Die gütige Beachtung dieser bescheidenen Bitte von Seiten meiner geehrten Herren Correspondenten würde mir viel unnöthige Mühe und Zeitverlust ersparen, eine Rücksichtnahme, die gewiss jeder billig Denkende als eine vollkommen berechtigte und dringend gebotene bezeichnen wird. Jedem sie mir Gewährenden schon im Voraus den herzlichsten Dank dafür! 8. in W. Die für die Rubriken V und VIII bestimmten 4 Mk. werden Sie nur in diesen verzeichnet finden. •I. IT. in E. Die von Ihnen für diverse Zwecke gesammelten 10 Mk. habe ich den betreffenden Sammelstellen dafür zugehen lassen. Wwe. ML. <*. in R. Die von Ihrer Sendung für Rubrik III bestimmten 10 Mk. werden Sie nur in dieser veröffentlicht finden. 8. F. in Wurzburg. Je 10 Mk. am 23. und 31. Dezember 1 897, sowie am 10., 16., 21. Januar und 8. Februar 1. J. richtig erhalten. E. T. in ©. Nach je längeren Zwischenpausen das rrin-Geld eingesammelt wird, desto geringer ist das Ergehniss und desto mehr kommen die Spenderinnen vom regelmässigen Einwurf in das n^n-Büchschen ab. Das ist eine unwiderlegbare Thatsache, die auf langjährigen Erfahrungen begründet ist, und zu der auch Ihr diesmal zu langes Säumen mit dem Einsammeln der Spenden einen neuen Beweis geliefert hat. Senden Sie darum gütigst in Zukunft das n^n-Geld min destens halbjährlich ein! R. P. in Strass bnrg i. E. Ich bitte Sie recht sehr, die „Bitte!“ auf der ersten Seite von Nr. 650 gütigst zu berücksichtigen! Druck-der Joh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei Actien-Gesellschaft, Mainz.