Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 14-15 (17.2.1898)
- Date
- 1898-02-17
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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258 inufcte entfernt werden und wurde durch einen einfachen Stein ersetzt, der blos seinen Namen, den Titel seine» Werke» und da» Datum seine» Sterbetages und -fahre» trägt. Mit dem Hmtritt diese» merkwürdigen Mannes ist ein Stern untergegangen, eine Krone ist gefallen vom Haupte eine» Königs! Und ein hoher Priester ist gestorben, betrauert und beweint von ganz Israel! (,T3 'X bxv'e>) b hdd7 *?X7L" bs bx'cv rer. (Vergl. R. Wolf Boskowitz N71OX 7LN2, R. Elaser Fleckeles, N2NXV.121^ I. Nr. 174.) Seine irdische Hülle wurde in Boskowitz zu Grabe getragen, aber sein Geist bahnte sich den Weg zu den Herzen aller, die noch jüdisch denken und leben wollen. Ist doch sein Werk ein unentbehrliches Hülfsmittel geworden zur Erforschung der nsbn. Ja, Dein Geist, unsterblicher iwn, wird stet» unter uns weilen, Dein gesegnetes Andenken gehört der Ewigkeit! 71272b p'IL 72s, p'IL rWP obl? 72T^! Zeitungsnachrichten nud Correspondenze«. Deutschland. Berlin, 15. Febr. Wir erhalten folgende Zuschrift: In Nr. 13 Ihres gesch. Blattes pag. 236 veröffentlichen Sie eine Correspondenz aus Berlin über die jüngste hiesige Zionistenversammlung, in der Ihr Berichterstatter mich sagen läßt: Er (ich) vertraue auf Gott, der die Rückkehr verheißen, und Gott soll man nicht vorgreifen. Daran schließt sich die Klammerbemerkung: „(Beifall und Lachen, welch' Letzteres kaum der religiösen Aeußerung an und für sich galt, sondern wohl mehr dem Umstande, daß sich eine solche im Munde des stadtbekannten Redners gar eigenthümlich anhörte.)" Hierin liegt eine Insinuation, als hätte ich eine mir fremde Gesinnung zur Schau getragen. Thatsächlich habe ich gesagt: „Und nun will ich ein Geftändniß ablegen, das mich wahrscheinlich in den Augen der „starken Geister" unter Ihnen herabsetzen wird, das Bekenntniß nämlich, daß ich in der Tiefe meines Herzens die Zuversicht hege: Gott werde die Verheißung unserer Rückführung wahr machen. Aber diese Rückführung wird er selbst vornehmen, er selbst und kein Bote, er selbst und kein Beauftragter, er selbst und kein Anderer." M. A. Klausner. Köln,!5. Febr. Von der „Zionistischen Vereinigung für Deutschland" erhalten wir folgende Zuschrift: In Berlin ist vor Kurzem ein Flugblatt von angeblich zionistischer Seite gegen den Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens verbreitet worden. Ohne vorläufig aus den Inhalt diese» Flugblattes einzugehen oder die Stellungnahme des erwähnten Vereins einer Kritik zu unterziehen, halten wir es zur Vermeidung von Mißverständnissen für geboten oie Erklärung abzugeben, daß diese» Flugblatt nicht von der Leitung der zionisttschen Vereinigung für Deutschland ausgeht und der Vorstand erst nach Erscheinen desselben zufällig von demselben Kemttmß erhalten hat. Wir bemerken noch ausdrücklich, daß die zionistische Vereinigung für Deutschland das Organ der deutschen Zionisten gemäß den Baseler Beschlüffen darstellt, und daß unsere sämmllichen Veröffentlichungen mir der Unterschrift dieser Vereinigung versehen sind. I. A. : Der Vorsitzende D r. B o d e n h e i m e r, Rechtsanwalt. Altena (Wests.), 13. Febr. Eine äußerst zahlreich besuchte Versammlung — auch dio Nachbargemeinden Plettenberg, Werdohl, Iserlohn und Hohenlimburg waren vertreten — tagte heute Nachmittag im „Weißen Saale" des Hotel Klincke dahier, wo Se. Ehrwürden, Herr Dr. Lange—Marburg, von der hiesigen Chebra GemilluS Chaffodim eingeladen, das Thema „Symbolisches über Tempel und Opferwesen" behandelte. Ausgehend von dem Glauben an rrcrcn nx'2 ,c'ran r;nn und xsn zb'V, wies der Vortragende mit treffenden Worten, denen er überall Belegstellen aus der Bibel anzufügen wußte, die gegen diese Grundpfeiler des jüdischen Glaubens so oft erhobenen Einwände zurück, um alsdann — übergehend zu dem eigentlichen Thema — darzuthun, ein wie großer Raum überhaupt der Symbolik innerhalb des Judenthums und des jüdischen Gesetzes zugestanden sei. Herr Dr. Lange führte den Beweis, indem er zuerst an die gestern verlesenen jito-h mv» und die mmS w erinnerte, hierauf, dem Gange der gestrigen .thd folgend, den nc"rx nira in den Kreis feiner Betrachtungen zog, worauf er sich über das «npo und die rra27p nebst deren Symbolik sehr eingehend verbreitete. Es würde zu weit führen, wollte ich diese geistvollen Ausführungen auch nur im Auszuge hier wiedergeben. L bhafter Beifall lohnte den verehrten Redner für den interessanten, inhaltlich wie rhetorisch gleich vollendeten Vortrag, dem sich eine recht lebhafte Diskussion anschloß. Rach Schluß derselben machte ein Herr aus der Versammlung daraus aufmerksam, daß Herr Dr. Lange "J, der Rabbiner des „Verein zur Wahrung der orth. Jntereffen des Judenthum in der Provinz Westfalen" den heutigen Vortrag ohne jedweden Entgelt — nicht einmal Entschädigung der Reisekosten — gehalten habe und empfahl den Anschluß an den genannten Verein, welcher