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Der Israelit · 1898-02-03 · Heft 10 (3.2.1898) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 10 (3.2.1898)
Date
1898-02-03
Page
– (sequence 6)
Language
German
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182 mitheilc werden dann in die Schäften eingenäht und dabei wird als oberer, außen sichtbaren Faden der Nath Seide, als unterer, innen befindlicher Faden, Leincnfaden verwandt. Die Wolltheile werden also mit Leinenfaden eingesteppt, wobei der Leinenfaden direkt durch die Wolle gezogen wird. Solche Zugstiefel enthalten also mnp. Vermeiden läßt sich dieser Uebelstand nur dadurch, daß man entweder zu anderen Schuhsorten seine Zuflucht nimmt, oder daß man nur Zugstiefel mit Seidenzügen kauft, oder endlich, wenn solche nicht zu haben sind, in einem größeren Schuhmacherartikelgeschäft sich Seidenelastik geben und denselben von seinem Schuhmacher in die Zugstiefel einsetzen läßt. — Möge cs mir vergönnt sein, durch diese Zeilen zu einem a'ai beizutragen Wao yorü Vf '■pno. ** Stratzbttrg i. E. 2. Febr. (Zur Geschichte der Israeliten.) C. Th. Weiß bemerkte im Vorwort seiner 1894 erschienenen Dissertation „Geschichte und rechtliche Stellung der Juden im Fürstbisthum Straßburg" Folgendes: „Für die erste Hälfte meiner Arbeit fand ich noch einiges bisher unbenutzte Material im Bezirksarchiv und im Stadtarchiv von Straßburg. Ferner gelang es mir nach vielen Bemühungen und mit Unterstützung des Herrn Profesiors Euting-Straßburg, von dem Rabbinatsarchiv in Mutzig Kenntniß zu erlangen. — Leider find die Bestände der Gemeindearchive im Elsaß noch nicht verzeichnet, außer dessen in Rufach." In Baden hat der Oberrath der Israeliten schon 1893 an sämmtliche israelitischen Gemeinden folgende Rundfragen gerichtet: 1) Besitzt die israelitische Gemeinde ein sogenanntes Memoirbuch, welches in das vorige Jahrhundert, bezw. in frühere Jahrhunderte zurückreicht? 2) Sind Urkunden vorhanden, welche hinter unser Jahrhundert zurückgehen? 3) Befinden sich an dem Synagogengebäude oder auf Gegenständen, welche für den gottesdienstlichen Gebrauch bestimmt sind, werthvolle Inschriften aus früheren Jahrhunderten? 4) Befinden sich auf dem israelitischen Friedhofe Grabsteine aus früheren Jahrhunderten, und sind unter denselben einzelne als von besonderer Wichtigkeit bekannt? Im Interesse historischer Studien wäre es dringend zu wünschen, daß auch die elsaß-lothringischen Consistorien veranlaßt würden, eine ähnliche Rundfrage an sämmtliche israelitischen Gemeinden des Lander zu richten und das Ergebniß gemeinschaftlich zu veröffentlichen. Vielleicht erwirbt sich die historische Landeskommission das Verdienst einer solchen Anregung. P a l ä ft i n cl. Jerusalem, 29. Thebet. Ip'xa w top mm bs P’x na je xari!d^bti»3 brv. Es ist leider eine niederschmetternde Trauerkunde, die mir thränenden Auges die Feder in die zitternde Hand drückt. Die heilige Stadt und mit ihr die ganze Judenhett hat einen schweren und unersetzlichen Verlust erlitten. Ein empi p»s, auf den unsere Stadt seit 20 Jahren mit Ehrfurcht und Stolz geblickt, wn pnxn r«;n am b'pvn ppcn z'b xts y'&)' mo n^n \» bs ist leider gestern Abend pTwno, nach dem a'iro-Gebet verschieden. Als sich vorige Woche die Kunde verbreitete, daß der pnx schwer erkrankt, zog Schmerz und Trauer in all n Kreisen der heiligen Stadt ein. Groß und Klein, Jung und Alt eilte in die Synagogen und zu allen heiligen Stätten, um für den Brisrer Raw, wie der theuere Verklärte genannt wurde, zu beten. Leider hat der Allmächtige unser Fasten, unsere Gebete und Thränen nicht erhört und es in seiner heiligen Allmacht anders beschlossen. Als sich die traurige Kunde von dem Tode des prr: verbreitete, wurde in allen jüdischen Häusern der heiligen Stadt Weinen und Wehklagen gehört. Das Leichenbegängniß fand am anderen Morgen statt. Schon in aller Frühe durchwogten unzählige Massen die Straßen zum Trauerhause und der großen Synagoge sich drängend, wohin der Verstorbene, um ihn dort tbdb zu fein, getragen werden sollte. Von allen Vorstädten zogen die Bewohner herbei, um dem geliebten und verehrten großen Manne die letzte Ehre zu erweisen. Erft um 10 Uhr war die mno beendet und bewegte sich der unübersehbare Zug nach der großen Synagoge Tonn min' lra-i nanna. Ueberall, wo der Zug vorbeipassirte und die Bahre ansichtig wurde, waren alle mp, haben unter Jammer und Thränen ihre Kleider zerrissen, denn allgemein war man sich bewußt daß bxirr" u naa. In der großen Synagoge hielt unser Oberrabbiner tsax^HD bnir-w mo pwn trotz seiner Schwäche mit Schluchzen und schmerzdurchzuckter Stimme und nach ihm ^lw mo paan am wronano po’ja ergreifende cmccn, worauf der etwa an 40 000 Menschen zählende Zug nach dem Zionsthor sich begab. Hier hielt Herr Rabbiner Winograd rat' am min jd,b" trxn einen man und beim Ausgang des Zionsthores der Chacham Baschi, Herr Großrabbiner Eljachar Es bedurfte aber keiner Aufforderung zur Trauer, denn Alles, selbst die kleinen Kinder konnten die heißen Zähren nur durch lautes Weinen und Schluchzen stillen. Von dort bewegte sich der Zug nach dem dwh m, die Cawaffen des Chacham Baschi mit ihren großen Silberstäben und einige Sabties und Wachleute schritten voran, um bei dem großen Andrang die Ordnung aufrecht zu halten. Was Rabb. Diskin Vati war, sein ntsmp u. seine mpnx

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