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Der Israelit · 1898-01-31 · Heft 9 (31.1.1898) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 9 (31.1.1898)
Date
1898-01-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
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164 ziehung des vvPN pn läßt sich auch vielleicht der Vers hindeuten apsn 'p^ vopo um ^urpH pn '2, man müßte ihn dann so nehmen: Was für Israel ein unergründliches Gesetz, bewirkt eine Gerechtigkeit (eine Gerechtsame) seitens des Gottes Jakow uns gegenüber. nw vn Und dort stellte dann Gott sie auch gleichzeitig mehrfach auf die Probe, namentlich aber durch den jo (Manna), indem er ihnen zum pn gemacht, nichts davon auf den anderen Tag übrig zu lassen. Simon Frankfurter—Wesel. Zeitungsnachrichten und Correfpondenze«: LR. Berlin, 27. Januar. (Nach ah me ns« werthes Beispiel.) DieCommerzienrathJacob Israel-Stiftung, jPensionskasse für die Angestellten der Firma N. Israel zu Berlin, hielt am 23. dss. M. ihre Generalversammlung ‘ ab. Das Stiftungskapital von 250,000 M. hat sich erhöht, so daß augenblicklich ein Vermögen von 340,000 Mark vorhanden ist. Bei dem hochherzigen Sinn der Herren Hermann und Berthold Israel werden der Stiftung wohl für die Zukunft noch 'größere Vortheile erwachsen. Dem Welthause N. Israel wünschen wir auch ferner BlühenIund.Gedeihen! Frankfurt a. M., 18. Jan. Der Verein „Mekor Ehajim" hielt gestern unter zahlreicher Betheiligung seine 23. Generalversammlung ab. Der Bericht schildert die fortschreitende Entwicklung des nunmehr 165 Mitglieder zählenden Vereius. anw finden wöchentlich sechs statt; xraj und mps je zwei, erstere unter Leitung des Herrn Gerson Posen, letztere unter der des Herrn Dr. I. H. Bon di, eine o'bnn-Vorlesung des Herrn Julius Hirsch, sowie allsabbatlich ein Sidravortrag seitens der Mitglieder. Der Besuch sämmtlicher Schiurim ist ein durchaus zufriedenstellender und sich stets steigender, nicht selten reichen die Räume kaum für die Zahl der Hörer. In Folge einer Anregung aus Mitgliederkreisen ist eine weitere Bereicherung des Lehrplans durch Vorträge über Literatnr, Geschichte u. drgl. geplant. Der Bericht erwähnt weiter, daß im nächsten Jahre der Verein auf das erste Vierteljahrhundert seines Bestehens zurückblicken könne, und es ihn mit freudigem Stolze erfüllen dürfe, während dieser Zeitepoche seiner Aufgabe, mm paro zu sein, in immer vollkommener Weise entsprochen zu haben. Doch dürfe man sich des Errungenen nicht freuen, ohne dessen zu gedenken, was zu thun noch übrig bleibt. ptruw pm, die Worte, die beim Schlüsse eines ivo gesprochen werden, müssen auch hier die Losung sein. Immer neue Freunde müssen dem Verein gewonnen, immer neue, namentlich jugendliche Hörer den cnw zugeführt werden, um dort mmn '2-12 bs Photo geistig und sittlich zu erstarken. Das jüdische Leben der Gegenwart kranke an demselben Gebrechen, welches seiner Zeit die Erlösnng aus dem egpptischen Exils hinausschob und welches in den Worten des Wochenabschnitts gezeichnet ist: rmpö rwa bx wt? xbi n^p mnayo*. m, — man hört nicht, man beobachtet nicht das uns von npo überbrachte Gottesgesetz aus Geisteskürze und aus Ueberbürdung. Indem der Verein für Belehrung sorge, habe er den Kampf ausgenommen gegen nn rmp, gegen Unkenntniß und Verkennung jüdischer Lehre, und er habe die o'-wp so gelegt, daß npp rroay nicht als Entschuldigung dienen kann, sagen doch auch unsere Weisen in kbv: dtopp 2"N0 ciom p n 2"N0 bbn, es gebe keine Ausflucht für die Entziehung vom Lernen, Niemand hatte mehr um sein Brot zu kämpfen als der so große Hillel, und Niemand ein umfangreicheres, gewaltigeres Etablissement sein eigen zu nennen, als ornnn p npHu "1, dessen Handelsschiffe die Zahl Tausend erreichten, und doch wußten Beide Zeit und Muse zu finden, o'bnr auf dem Gebiete der mm zu werden. Trage Jeder sein Scherflein bei — schloß der Bericht — daß nn rmp, die Unkenntniß, mehr und mehr aus dem jüdischen Lager schwinde, denn das ist die Vorbedingung auch jener großen nfc»u, die wir in täglichem Gebete erflehen, die zu der Aufklärung und Helle der Geister auch die Sonenstrahlen eines freundlichen Geschickes fügen wird, wie es Jesaias in den Worten schildert (Kap. 1, V. 1): '2pv ‘rn: nx ixr “jpinn o'2^nn vpn an'b» ™ nx mo^at pxn. „Wenn erst dem Volke, das heute in Finsterniß wandelt, das große Licht der rinn aufgegangen, so wird über ihnen, die bisher im Lande finstern Todesschaltens, im Lande der Verkennung und Verfolgung wohnten, auch der Lichtschein heiteren, glücklicheren Lebens erstrahlen!" Nach Beendigung dieses Berichtes, an welchen sich eine kurze Debatte knüpfte, wurden die Wahlen vorgenommen, welche zu Gunsten des seitherigen Vorstandes, Herrn I. Wohlfahrt, Präses, Herren A. I. Hofmann, Louis Hamburger, Nathan Hamburger und M. Weiskopf entschieden. Nachdem Herr Joseph Bender noch in Anregung brachte, daß zur Feier des im nächsten Jahre bevorstehenden Jubiläums die Stiftung einer neuen mm ivo, deren der Verein benöthige, seitens der Mitglieder angezeigt wäre, und zum Schluffe dem Vorstande für seine gewissenhafte und umsichtige Leitung den Dank der Mitglieder ausdrückte, schloß die Generalversammlung. ** München, 23. Jan. (Antisemitische Versammlung.) Wir hatten gestern Abend das Vergnügen, in der „Blüthe" einer Versammlung der Antisemiten anzuwohnen, in welcher der Münchner

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