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Der Israelit · 1898-01-13 · Heft 4 (13.1.1898) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
39 (1898)
Issue
Heft 4 (13.1.1898)
Date
1898-01-13
Page
– (sequence 19)
Language
German
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SUer jteraeÜf. Central-Organ für das orthodoxe Judcnthum. Alaiter für die israek. Schute. >s. Ja«. 189»,] WttsWg. Mrilrze m Kr. 4,_w* -- Unbaiiö drr DWil Kehm-Uerrliie im öcutfrticn Reilhe. Bericht über die Thatigkeit des Verbandes für das Jahr 1897.*) Zur Hebung der sozialen und materiellen Lage des jüd. Lehrerstandes und damit zur Förderung der jüdischen Schule verbanden sich vor nun zwei Jahren die Delegierten der Provinzialvereine jüdischer Lehrer; zur Leitung ihrer Bestrebungen wurden von ihnen die Unterzeichneten bestimmt, die freudigen Herzens dem Rufe folgten und nach Kräften bemüht waren, das erwünschte Ziel herbeizuführen. Mit Genugthuuug können wir heute, am Abschluß einer zweijährigen Thätigkeit, konstatieren, daß unsere Arbeit unter Gottes gnädigem Beistand dank der treuen Hülfe zahlreicher Genoffen und Lehrerfreunde reichen Segen getragen hat. Auf allen Gebieten unserer Bestrebungen haben wir erfreuliche Erfolge zu verzeichnen, die uns den Mut und die Kraft gewähren, auch fernerhin in gewissenhafter Ausführung der uns durch unsere Satzungen obliegenden Pflichten unseres Amtes zu walten zum Wohle unseres Standes, zum Heile unserer Glaubensgemeinschaft!**) Durch den Beitritt des „Vereins jüdischer Lehrer für das Großherzogthum Hessen" und der „Freien Vereinigung jüdischer Lehrer der Provinz Hessen" hat sich die Zahl der dem Verbände zugehörigen Vereine auf 18 Vereine mit ca. 900 Mitgliedern erhöht; der Verband erstreckt sich nunmehr über das gesammte Norodeutschland. Von den drei *) Der Abdruck des Protokolls der letzten Vorstandssitzung soll in einer der nächsten Nummern folgen. **) Die Zahl der im Jahre 1897 beim Verbandsvorsitzcnden eingegangenen Schreiben betrug 386, die der abgesandten 365, die laufenden Angelegenheiten wurden innerhalb des Verbandsvorstands durch zwei Sitzungen (in Berlin und Göttingen) und 16 Rundschreiben erledigt. süddeutschen Lehrervereinen ist der israelitische Lehrerverein für das Königreich Bayern vorläufig durchs landesgesetzliches Verbot an dem Beitritt gehindert,, der württembergische Unterstützungsverein für israelitische Lehrer und der neubegründete badische Verein haben sich bisher dem Verbände nicht angeschlossen.*) In den Berathungen des Vorstandes wurde als nächstes Ziel unserer Bestrebungen die Besserung der materiellen Lage der jüdischen Lehrer hingestellt. Lebenslängliche Anstellung, Pensionsberechtigung, Wittwen- und Waisen-Versorgung seien für diejenigen unserer Genossen, die dieser Benificien entbehren, mit allem Nachdruck herbeizuführen. Der Verbandsvorstand blieb sich bei diesen Forderungen der thalsächlichen Verhältnisse in den jüdischen Gemeinden wohl bewußt; es war ihm wohlbekannt, daß die meisten Gemeinden außer Stande sind, ihren Lehrern die geordneten Verhältnisse zu verschaffen, die Staat und Kommunen den Kollegen gewähren, daß die Mittel für das Ruhegehalt der jüdischen Lehrer und für die Versorgung ihrer Hinterbliebenen zum großen Theil auf dem Wege privater Zuwendungen zu schaffen seien. In Verfolg dieser Erwägungen faßte der Verbandsvorstand in der Vorstandssitzung vom 29. Dezember v. I. den *) Der in diesem Jahre neugegründete „Unabbängige Verein jüdischer Lehrer für das Großherzogthum Hessen" kann statutengemäß dem jetzigen „Verband der jüdischen Lehreroereine im deutschen Reiche" sich nicht anschließen; ebenso ist die „Conferenz jüdischer Lehrer der Provinz Hessen" bis jetzt über den Beitritt an den Verband noch nicht schlüssig geworden. Red. des Jsr.

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