Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 39 (1898)
- Issue
- Heft 4 (13.1.1898)
- Date
- 1898-01-13
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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66 der Strauß und D15. Letztere sollen im systematischen Theil auf's Ueberzeungendste nachgewiesen werden. Nach Zahlbeftimmungen des Talmud, wo, wie gesagt, die Anzahl der unreinen Vögel auf 24 normirt ist, sind folgende, obgleich in der Bibel selbst nickt genannten vier Vogelgruppen hinzuzufügen. XXI. D’JD, Galeopitecus, Pelzflatterer, der Flatter-Maki. XXII. korxd^rio, daS Purpurhuhn. XXIH. dleixas, der Sägetaucher. XXIV- Ouvaliäsv, die Kukuksvögel, und die ihnen verwandten Mussophagidae, die Banancnvögel. Ausdrücklich sei bemerkt, daß weder Oieonia, der Storch, noch. Platalea, der Löffler Din sind, bereit übrigen Merkmale sind auch dementsprechend. Alle diese bis daher angeführten Vögel und nur diese allein haben die Merkmale in genauester Uebereinstimmung mit der talmudischen Ueberlieferung wosne. Die Zahl der hier angeführten 24 unreinen Vögel, genau der talmudischen Anzahl entsprechend, obgleich ich sie jetzt nur als vorläufiges Ergebniß aufst'elle, können weder nach den talmudisch systematischen Regeln, noch nach der Richtung der modernen Ornithologie, weder um eine Nummer erhöht, noch um eine solche erniedrigt werden. Ueber die genaue Uebereinstimmung eines jeden einzelnen der hier angeführten Vögel mit dem entsprechenden in der Bibel wird im zweiten Theil „Vogel-Bestimmungen" aufs genaueste der Beweis erbracht werden. II, Bügel, welche Krallen einstoßen und nach der Anordnung der Merkmale nicht zn den biblischen Bögel gehören. Der einzige Vogel, dessen Merkmal-Anordnung hier den biblischen Vögeln entspricht, ist die Meiße. I. Parus. Deren Eigenschaft als unrein wird jedoch speziell talmudisch bestimmt: kpisc* ’d: iss «riD=Parrae in Plinius, 18, 29 u o. St., besten Geschrei Unglück bedeutet. Vgl. Buffon zur Stelle. 2. Sitta, der Kleiber. 3. Buphagida, der Ochsenhacker. 4. Merculus, die Amsel mit p nrw im Talmud bezeichnet, Merculator der Weintrinker, daher die talmudische Ableitung. 5. Regulus, der Zaunkönig. 6. Psitaei, der Papagei. 7. Rallidae, die Rallen: Waster- und Sumpfhühner, mit Ausnahme von Porphyrio, welche» bei den biblisch unreinen Vögeln eingereiht wurde. In dieser ganzen Ordnung der Rallidae arilmm wurde bis heute noch nicht festgesetzt, ob e» auch nicht krallende unter dieser sehr großen Ordnung gibt. Endlich Certhia, der Baumläufer und Cichodroma, der Mauerläufer, deren Krallen auf no*n, deren Magen nach, dieselben jedoch nur al» np'vn zu verzeichnen sind. Ueber weitere etwaige v'vin, auch von solchen weiteren Vögeln, deren Magenhaut unlösbar ist, schweigen die Quellen. Es gibt jedenfalls noch eine geringe Anzahl von den Schnepfen zuzuzählenden Vögeln, Limicolae, sowie auch außereuopäische Passerinen, über deren Natur-, Leben- und Merkmalverhältniß ein völliges Dunkel herrscht. Bei der Bestimmung im Talmud vorkommender Vogelnamen kann überhaupt nicht mit Vorsicht genug vorgegangen werden, und nur da, wo die Bestimmungsmerkmale oder das Naturleben mit den talmudischen Angaben übereinstimmt, läßt sich eine solche Feststellung gewinnen. Unzweifelhaft kann also iptrK p& ■oi« tötrptr ntp mit Himantopns Plinius 10, 47, (64), 130 der Strandräuber wiedergegeben werden; vgl. hiermit das griechische Imantopus, welches auch den langbeinigen Vogel bezeichnet. Ebenso vermag Di 'pmvi mit dem Haematopus, der Austernftscher wiedergegeben werden. Der erste wird als rein, der andere als unrein bezeichnet, was thatsächlich ihren entspricht. Doch scheint mir sogar dieses gewagt, und jede Bestimmung, die ich vornehmen werde, muß auf festerer Basis beruhen. Anmerkung. Haematopus ist eine ganz neue Bildung und befindet sich nicht in den Klassikern. Die Formation und Farbe der Beine der genannten Vögel entspricht übrigens genau den talmudischen Angaben. Zeitungsnachrichten und Corresponvenzen Deutschland. E.R. Berlin, 10. Jan. Einer unser angesehensten Glaubensgenossen, Maurermeister Joseph Fraenkel, welcher auch Repräsentant unserer Gemeinde ist, feiert am 13. Januar seinen 70. Geburtstag. Aus kleinen Verhältnissen hervorgehend, hat Fraenkel es durch Geschicklichkeit und Fleiß zu großem Wohlstand gebracht. Von seiner und seiner Gattin stillen Wohlthätigkeit wissen Viele zu erzählen. Beim Bau des jüdischen Krankenhauses und der Synagoge in der Oranienburgerstraße sind Arbeiten von Fraenkel ausgeführt worden. Mögen dem Jubilar noch viele frohe Jahre beschieden sein. ** Metz. Die Handelskammer zu Metz hatte bereits in einem vom 17. Juni v. I. datirten Schreiben erklärt, daß die auf einem Glöß'schen Bilderbogen und in dem Dresdner Blatte „Deutsche Wacht" ihr zugeschriebene Aeußerung, daß die Nothlage der lothringischen Landwirthschaft von den Juden ausgebeutet worden sei, auf einer Erfindung beruhe. Diese in weiteren Kreisen bekannt gewordene Erklärung hat die Redaktion des „Deutschen Generalanzeiger" nicht verhindert, das „Märchen von dem antisemitischen Metzer Handelskammerbericht" in der Nr. 113 vom 24. Oktober d. I. wieder aufzufrischen und dabei zu bemerken: „Ein jüd. Kommerzienrath Mayer, Bankier, hat im Handelskammerbericht 1897