Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 52 (1911)
- Issue
- Heft 48 (30.11.1911)
- Date
- 1911-11-30
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aurich 1× ep/1044059
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hat fie rechtzeUig diesen entzogm, er führte ste sicher, daS Meer begrub ihre Peiniger, er führte sie durch die Wüste und sorgte 4V Jahre für ihre Bedürfnisse. Seid darum stark, festiget euer Herz, hoffet stets, preiset den. der auf Wolken einherfährt, der alle Schicksale regelt, danket seinem hl. Andenken ob der stolzen Aegypter Zerschmetterung^ wie damals deshalb die Götterlieblinge freudige Lobgefängt anstimmten. (Schluß folgt.) Zch«Iberlchte. Das Mische Lehrerseminar in Cöln versendet seinen Bericht über die Jahre 1907—1910 unb fein Inhalt rechtfertigt es, daß wir ihm eine ausführliche Besprechung widmen, umsomehr, da es in dem erwähnten Zeitraum durch die Verleihung des Rechtes zur Abnahme der Entlassnngsprüsung^ eine außerordentlich« Kräftigung nacfy innen unb &tärtung feines Ansehens nach außen erfahren hat. Man hat von bekannter Seite aus versucht, das Seminar materiell dadurch zu schädigen, daß man seiner Leitung die Absicht unterstellte, sie strebe eine Ueberproduktion von Lehrern an. Wir haben schon s. Z. diesen Vorwurf dadurch zu entkräften gesucht, daß wir darauf hinwiesen, es fehle der Anstalt an Räumen und an den Mitteln, um eine allzu große Zahl von Lehrern auszubilden. Mm wohl! Der vorliegende Bericht zeigt, daß die Anstalt in 6 Jahrm nur 26 Schüler in die Praxis .entließ. Sie bleibt also hierin noch unter dem Durchschnitt der jüdischen Lehrerbildungsanstalten Preußens. Das ist selbstverständlich in unseren Augen kein Vorzug. Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Schüler in den letzten Jahren nicht unbedeutend gehoben — sie beträgt, den Vorkursus inbegriffen, augenblicklich 38 — und es ist zu hoffen, daß künftig die Zahl der abgehenden Lehrer der aufgewandten Mühe und dem Aufwand an Geldmitteln entspricht. Hoffentlich entspinnt sich auch über die in dem Bericht geäußerte Meinung des Anstalts-Direktors, cs herrsche ein großer LehrerMangel nicht wieder eine so ausgedehnte Diskussion. Einigen wird man sich über diesen Punkt wohl kaum, denn die Erfahrungen des Einzelnen sind doch kaum eine geeignete Unterlage zur Beurteilung dieser Frage. Selbst die Tatsache, daß sich im Jahre 1910 nicht weniger als 49 Gemeinden cm das Direktorin der Colner Anstalt um Zuweisung eines Lehrers gewandt haben, beweist eben nur, daß man seitens der Gemeinden der Anstalt großes Vertrauen entgegenbringt, und daß in Deutschland der Stellenwechsel ein leider sehr reger ist. Aber weiter wirklich nichts. Der Fortfall des Fortbildungskurs,cs ist mehr' als ausgeglichen dadurch, daß die Abiturienten des Seminars die Thora-Lehranstalt in Frankfurt a. M. besuchen und dort ihre Fortbildung in ausgedehntestem Maße betreiben können. Bekanntlich steht der „Bund gesetzestreuer jüdischer Lehrer" mit der Leitung der «,rter rQ'EP in Unterhandlung wegen eines auf rhältnisse der genannten jungen Leute zugeschnittenen Lehrplans. Es ist zu erwarten, daß auch Zöglinge anderer Anstalten von dieser Fortbildungsmöglichkeit Gebrauch ^machen. Wenn in der jüngsten Zeit aus Lehrerkreisen heraus die Anregung gegeben wurde, die Unterrichtszeit für das Kantorat zu vermehren, so bietet bi? dem Berichte beigegebenc Stundentafel einen fdylagen* ben ftemefö dafür, daß unter den obwaltenden Verhältnissen eine Vermehrung absolut unzulässig ist. Die Schüler sind ja heute schon in einer Weise überbürdet,') daß ihre Leistungsfähigkeit in körperlicher und geistiger Beziehung bedenklichen Schaden, erleide«! MUß, wenn noch irgend eine neue Anforderung hinzutritt. Vielleicht läßt sich ein Ausgleich dadurch erzielen, daß der Unterricht in der Musik und in den Religionssächern mehr wie bisher für das Chasonus nutzbar gemacht wird. Die in dem Berichte mitgcteilten Prüfungsarbeiten, Lehrproben und Aufsatzthemen geben ein ziemlich klares Bild über die Leistungen der Anstalt. Besonders interessiert haben uns die Fragen ans der mündlichen Prüfung, soweit sie sich aus die ReligionZsächer beziehen. Sie zeugen von gründlicher Schulung der Prüflinge. I)as unerfreulichste Kapitel irr dein ganzen Bericht ist wtederuni das finanzielle. Das Defizit beträgt zwar im letzten Jahre n»r 5808 Mk, aber das ist schon schlimm genug. Die Gesamteinnahmen pro 1910 mit 52 846 Mk. übertressen die des Jahres 1907 mit 23 367 Mk. um mehr als das doppelte, aber es bedarf doch noch großer Anstrengungen, um die Anstalt materiell sichcrzustellen. Die Errichtung einer jüdischen Präparandenschule im Osten Deutschlands, für die wir früher schon einmal, allerdings aus anderen Gründen, eingetveten, würde auch den Wegfall des Vorkursus ermöglichen und die Anstalt finanziell entlasten. Wenn das kleine Unterfranken einen großen Teil der Kosten für zwei Präparandenschulcn ausbringt, warum sollen unsere ostdeutschen Glaubensgenossen sich nicht auch eine derartige Anstalt leisten können? Sollte sich nicht ein Mann finden, der den Mut besitzt, sie ins Leben zu rufen? An ihrer Lebensfähigkeit ist kauin zu zweifeln und — wie *) Die wöchentliche Stundenzahl tritt ziemlich nahe an die 50 heran. . ein geistreicher Mann in diesen Blättern' einmal so schön slwte — n* twl) 'N „daS Lebensfähige trägt sich selbst". ßomspondenzeit. Lasset. Unter dem Vorsitz des Herrn Provinvinzialschiulrats Leist dahier fand am hiesigen israelitischen Lehrerseminar die Weite Drüfung statt,, die von sämtlichen Prüflingen bestanden wurde. Es waren diese die Lehrer Abraham -Medenstein, Köln-Corbach Oppenheimer-Lichenrot, Rofenbufch- Harmutsachsen und Rüls- Ahlem. Das Thema der schriftlichen Prüfung lautete: „Wie habe ich dafür gesorgt, daß meine Schüler nicht ftir die Schule, sondern für das Leben lernten." Frankfurt a. M Mehrfacher Anregung folgend, hat Herr Kollege Abraham-Berlin zu seinem „ M ethodisch geordneten Wörterbuche zu einer Auswahl hebräischer Gebete und P s a l m e n " ein II. Inhaltsverzeichnis nach der Reihenfolge des Gebetbuches verfaßt, das (gummiertdem Buche bequem beigesügt werden kann, um dem Schüler und zumal dem Lehrer die Uebersicht zu erleichtern. Dieses II. Verzeichnis wird aus Wunsch allen Interessenten in angegebener Zahl kostenfrei von dem Verlage: I. Kaufsmann, dahier, zugestcUt. Emden. In der letzten Nummer des „Israelit" widmen Sie mit Recht dem famosen Entwurf zu einem Provinzialverband hannoverscher Synagogengemeinden einige Worte. Daß der Vorstarrd des Vereins jüdischer Lehrer in der Provinz Hannover bereits energisch gegen die Entrechtung und Herabwürdigung der Lehrer Stellung genommen hat, zeigt beifolgendes Rundschreiben, das an alle Synagogenvorstände der Provinz Hannover versandt wurde und das noch rechtzeitig seine Wirkung getan hat. Inzwischen haben die ostsriesischM Großgemeinden Emden, Norden, Leer und Aurich den Beschluß gefaßt, den Anschluß an den Provinzialverband abzulehnen und zwar hauptsächlich aus folgenden Gründen: 1. Die Interessen der Gemeinden des Landr abbin als Emden decken sich nicht mit denen der Gemeinden in den übrigen Regierungsbezirken. 2. Nach den Satzungen wird der Synagogengcmeinde Hannover ein zu großes Uebergewicht eingeräumt. 3. Der Verband schließt in unberechtigter Weise grundsätzlich die Kultus beamten von der Mitgliedsch.ast und der Vertretung aus." Dem Vorgehen dieser vier Gemeinden haben sich zahlreiche andere des Landrabbinatsbezirks Emden angcschlosseu, sodaß dein Provinzialverband voraussichtlich ein nur kurzes Dasein beschieden ist. Wir Lehrer werden ihm keine Trane nachweinen. Nachschrift der Redaktion: Mit Recht wird in dem erwähnten Rundschreiben des Vereins jüdischer Lehrer in der Provinz Hannover daraus hingewiesen, daß die Ausschließung als Mitglieder des Verbandes mtb Vertreter der Gemeinde in ganz Deutschfland einzig in seiner Art d ast e h e. Aber ein wenig sind wir Lehrer selbst dran schuld, daß man uns solche Mißachtung xntgegenbringt. Wir waren bisher allzu bescher de n. Bescheidenheit ziert zwar den Einzelnen, aber ein Stand, der im jüdischen (ikmeinbclcbeit eine jold) hochbedeutsame Rolle spielt, wie der Lehrerstand, muß energisch draus dringen, daß er überall würdig vertreten sei. Man nehme irgend einen .Rechenschastsbericht, irgend einer auf Wohltätigkeit begründeten jüdischen Anstalt in die Hand und man wird die Wahrnehmung machen, daß die Lehrer gerade gut genug für di-e Sammeltätigkeit, aber in ihrein Kuratorium nicht vertreten sind. So haben sichl, um nur ein Beispiel anzuführen, nach dem uns gerade vorliegenden 14. Jahresbericht des israelitischen Zentral-Waisen- und Mädchenheims zu Bad Eins, über 100 Kollegen an den Sammlungen beteiligt, aber weder iin Kuratorium, dessen Mitgliederzahl 20 beträgt, noch unter den 28 Waisenräten, ist ein einziger Lehrer zu entdecken. Und man kann dieser; Anstalten kaurn einen Vorwurf daraus machen, daß sie bei Vergebung von Ehrenämtern die Lehrer rricht kerrnen, wenn man weiß, daß selbst Lehrerbildungsanstalten erst dazu ausgefordert werden müssen, ein Mitglied des Lehrerstandes ihrem Berwaltuugskörpcr einzuverleiben. Es ist unser gut:s Recht, aus diese Unterlassungssünden hinzuweisen und wir sind willens, unsere Forderung solange zu wiederholen, bis sie allseitig Beachtung findet. Bficftmcbaii. Die Methode des biblischen Bildes, von M. H. S ch n i tz l e r, Oberlehrer am Königl. Lehrerseminar in Brühl. Verlag von L. Schwann, Düsseldorf. Preis 1 Mk. Die Verniehrung der methodischen Hilfsmittel in der Schule hat auch dem Religionsunterricht zahlreiche neue Anschauungsstützen gegeben. Wir sagen nicht Anschauungsmittel, dennderen Zahl famt bei einem Unterrichtsgegenstand, der sich so wenig an die Sinne und so stark an Geist und Gemüt wendet, immerhin nur beschränkt sein. Aber eine gute Gliederung des Stoffes, etwa wie sie die biblische G, schachte von Stern bietet, die Deklinatiotts- und Kv«, jugattonstafeln von Abraham-Berlin, auf denen dj Biegungssilben in roter Farbe dargestellt sind, da sind Anschauungsstützen bester Art und in hohem Maß geeignet, das Unterrichten zu erleichtern.*) An ihre ist .die jüdische Lehrbücherliteratur gerade nicht am Was aber bie eigentlichen Anschauungsmittel anlang unter denen das biblische Bild an erster Stelle steh so sind wir in dieser Beziehung noch recht weit zurül Es herrscht volle Einmütigkeit darüber, daß wir di in christlichen Schulen benutzten Bilder aus den ver schiedensten Ursachen nicht gebrauchen können, und wi sind, trotzdem diese Erkenntnis schon recht weit zurüc! liegt, noch immer nicht dazu gelangt, auch nur an^ nähernd Gleichwertiges für unsere Schulen zu schaffen Wenn uns irgend etwas aneisern kann, das Vev säumte nachzuholen, so ist es die geradezu rühren!» Liebe, mit der unsere christlichen Kollegen bas biblisch Bild behandeln. Das vorliegende Lehrbuch, das zuglcicl ein Begleitwort zur „Düsseldorfer Budrrbibel" sein soll ist nur ein Beweis für das eben Gesagte. In erschöpfen der Weise wird das Wesen und der Zweck des biblisch Anschauungsbildes behandelt und die Eigenschaft eines guten Bildes gekennzeichnet. Daran schließt fid die Anweisung über seine methodische Behandlung Jedes einzelne Bild erhält eine befördere Besprechung und wir gestehen offen, daß wir durch diese letzter aus manche, früher nicht geachtete Schönheit biblisch: Bilder aufmerksam gemacht wurden. Vielleicht ent schließt sich der eine oder der andere Kollege dazu, sich das Merkchen anzuschassen, urn gleich dem Schreiber dieses die Ueberzeugung zu gewinnen, daß wo unseren Kleinen aus diesem Gebiete noch vieles schulden. Der rührige Verlag von I. Kauffmann-Frank surt a. M. hat — wie wir zu unserer Genugtuung ^CUte hören — eben begonnen, neue biblische Anschauungs bilder für jüdische Schulen herauszugeben. Sir wer den eine fühlbare Lücke ausfüllen, sofern sie nui lünstlerischen Ansprüchen gerecht werden und Deut lichkeit und Klarheit nicht vermissen lassen, wenn si mit einem Wort; schöne biblische Anschauungs bilder sind. SNttlrarie«. H. in F. Besten Dank für die Zusendung. Jcl lese das betreffende Blatt selbst. Ich bin es gewöhnt daß, wenn der „Bund" irgend einen Erfolg zu ver zeichnen hat, ihm von verbandssreundlicher Seite di Existenzberechtigung abgesprochen wird. jnn J'jj scha det aber bekanntlich nur seinem Besitzer, nicht dem. aus den es geworfen wird. Ich werde gelegentlich bic Ursachen wiederholen, die zur Gründung des „Bundes" geführt haben. Ich werde zwar unsere Gegner mich, überzeugen, aber unsere Zeit vergißt so schnell, datz sogar manche von unseren Freunden über die damaligen Vorgänge nur ungenügende Auskunft geben können. Was nun die Sache selbst aulangt, so muß fest gestellt werden, daß hier von einem eigentlichen Erfolg des „Bundes" nur in sehr beschränktem Maße di Rede sein kann. Die Anregung, ein Mitglied de „Bundes" in das Kuratorium des Eölner Seminars zu entsenden, ging von einer, jener Anstalt nahe stehenden Seite aus, und wenn von einem Verdienst hier die Rede sein kann, so fällt es in erster Linie dem Kuratorium jener Anstalt zu, das der Anregung sofort einstimmig seine Zustimmung gab. Die Erfolge des Bundes liegen aus einem ganz anderen Gebiete. Sie hier einzeln aufzuzählen, halte ich für recht unnötig. Ohne viel Aufsehens zu m a ch c n, die geistigen und materiellen Interessen des Lehrerftandes zu vertreten, wird er vor wie nach als seine wichtigste Ausgabe ansehen. W. in H. Prinzipiell sind wir in dieser Frag so ziemlich alle einig. Wie ich selbst darüber froh bin, daß ich die Schechitoh nicht auszuüben brauch: so gönne ich jedem. Kollegen, wenn ihm die vielen Mißhelligkeiten, die diese Funktion nun einmal mit sich bringt, erspart bleiben. Ich behaupte nur mit noch recht vielen Kollegen, daß das Ansehen des Lehrers darunter nicht not leidet, und ich sehe es als eine Versündigung gegen diejenigen unserer Kollegen an, die durch die Verhältnisse gezwungen O'VNIVslnd, ihnen ihren Beruf dadurch, zu verekän daß man despektierlich von diesem religiösen Amte spricht. Den Vorschlag, daß die gutgestellten jüdischen Volksschutteh.er die nöTNP auf gebe n und sie einem minder gut gestellten benaiAarten Religionslehrer übertragen sollen, habe ich schon einmal im Kreis von Freunden gemacht, schon lange bevor diese Frage so lebhaft diskutiert wurde. Biel Anktang fand ich damals nicht, vielleicht ist das heute anders. Di' Herren Rabbiner werden sich, dieser Neuordnung der Dinge jedenfalls nicht widersetzen, denn es ist einfach unwahr, daß sie aus egoistischen Motiven eine Verbindung des Lehramts mit der Schechitah wünschen *) Wir rechnen dahin auch den Versuch, den Herr Rabbiner Dr. Goldschmidt-Offenbach' in seiner Bibel gemacht hat; sie verdient doch nicht ganz die w?g werfende Behandlung, die sie bei der Mehrzahl der jüdischen Lehrer erfahren hat. Auch die Lehrmittel von Gabel in Budapest und Adler in Ansbach ge hören hierher. Weg einer hätte blut i meine er ha seinen gegebi hat g Rebb melde lvohl, leben es ist schell? Tod! ich rri wenn knie' für n Wart Nein, Stun Todg ist ha und ' 1 Tu v Hund Leber Tanr in de mit ( ich w Sie ß Nein, nennt als l Kindt einem sehen. Wort wenn meim noch Gütl, 1 „Siel lebten Glück gute, glück! Liebe und l Knab den t Dir < i m - r’~': WJsV«