Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 52 (1911)
- Issue
- Heft 48 (30.11.1911)
- Date
- 1911-11-30
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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irijmg ood Lc|ir cni9«y Organ 9es Bundes gesefcesfreuer jüdisdier Lehrer Deutsdilanös. Beicher sind die mirbtigsten unltte.Sber welcher sieb jeder (ultusbeamfe vor dem Unter, (»reiben seines Hnsteiinngs. erttages orientieren sollte?") 1. Kann mir seitens der Gemeinde gekündigt werden? 2. Werde ich seitens der Gemeinde fest oder auf unbestimmte Zeit oder bis nach Ablauf einer gewissen Reihe von Jahren angestellt? 3. Befindet sich im Vertrage die Bemerkung, daß die Anstellung sowie die Entlassung des Lehrers erst mit Genehmigung des zuständigen Kreis-, bezw. Landrats- oder Bezirksamts wirksam wird? 4. Habe ich seitens der Gemeinde die schriftliche Garantie, daß mein .festes Gehalt während der Zeit meiner Anstellung nicht reduziert wird? 5. Habe ich eine schriftliche Garantie für die im Ausschreiben der Stelle angegebenen Nebeneinnahmen aus dem Vorbeter- und Schächteramte und wird der daran fehlende Betrag am Ende eines jeden Jahres aus der Gemeindekaffe ersetzt? 6. Erhalte ich einen besonderen Vertrag über meine Abstellung als-Borboter und Schochet, und ist welchem meiste Pflichten und Rechte . genau angegeben find und in welchem insbesondere die Schächtgebühren festgelegt sind. 7. Ist der Vertrag über meine Anstellung als Vorbeter und Schochet sowie die Festsetzung der.Schlachtgebühren vom zuständigen Kreis-, bezw. Landrats- oder Bezirksamt genehmigt?- 8. Bin ich von der Zahlung jüdischer Kultus Umlagen befreit? 9. Erklärt sich die Gemeinde bereit, die Beiträge und Eintrittsgelder für den zur staatlichen Fütsorgekasse beitrittsberechtigten iSr. ReligionSlchrer (im Großh. Hesse») ganz oder teilweise selbst übernehmen? (Dahingehende Verhandlungen sind laut Ausfchrei- Sens des Großh. Hessisch. Ministeriums vom 1-1.. Rov. 1909 an alle Kreisämter bei der Neubesetzung erledigter Israel. Religionslehrerstellen zu führen!) 10. Hat der Lehrer vertraglich Anspruch auf Ferien und wie ist seine Stellvertretung als Schochet und Kantor geregelt? Y) Da auch in Hessen die Ausarbeitung eines Normalctrags geplant ist, so werden wir in 50 die von lern oberhesfischen Kollegen entworfenen Hauptpunkte einem solchen Wiedergeven. Die Pintim von rmcoros?. Bon Seminarlehrer L. Anfänger in Würzbnrg. (Fortsetzüttg.) * M Ich denke nach, um klar zu erkennen den Druck und Unglücksfälle mich zu treffen. Und gäbe es Aerzte, welche die Fähigkeit besäßen, solche Gebrechen zu hellen, so würden die Heilmittelhersteller plötzlich schwinden und verschwindenhinwegeilen würden die darin Geübten ober gar entfernt werben, untüchtig geworben sein. Und wenn Ich Unglückliche htngtnge und immer wieder um Rat fragte bei den dafür Eingesetzten, würbe ich nur trügerische Antwort finden. 3 und 4. b2“3nn .einwickeln- Hiob 88, 9 ,-HlNN Windel; Ezech. 30, 21 Stfin Wunberverband. Die in sorgloser Sicherheit Weilenden, die nichts wissen von menschlichem Elende, die nicht betroffen von menschlichem Leide, die feist wie Mastkälber, daß ihn« dar Fett aus dm «ugm dringt, sie sprudeln Worte hervor, bvsm bitteren Inhalts: „DaS ist fie, die frech und schamlos fich gebärdet, als hätte fie ein geistreiches Herz und doch nur Gewandtheit oer Zmrge besitzt; wird ihr wohl ein heilsamer Wundvervanb angelegt, wird ihre Wunde etngefettet werden, die schon so viele Jahre alt und verattet ist?" 5 und 6. DiTTTK YllpD verkürzte Htfilbttbung, mich irrezuführen, ihnen nach. — tzN'N ihre Wildheit. — yb von p7J Schaden, also unschädlich, schadenverhütend. — 'NVV die Bücher, die dir Heillmg bringen sollen, die Thora. — NV^NÖ vom aram. bestimmt angehörm, gewißauch sin Sinne von ellen. — von tz^tz FlüchtlMg. Ihr wilder Haufe hört nicht auf, mich irre zu führen, daß ich ihnen nachwandeln möge: Du bist wie Kohlen in der Glut, wie Holz, daS im Feuer verbrennt. Schlage Deine Zelte doch in unserer Nachbarschaft, wo Du unbeschädigt bliebst! Wozu willst Du Dich noch mtt DeMe» «Hellvüchem" so mühevoll VeschäWm? Vollendet strahlt dann Deine Schönheit, von Wagen wirst Du nicht mehr hetmgesuchtprüfe das wohl, wenn Du wirkliche Ruhe suchst. (Israel aber spricht:) Mag auch in meinem Herzen Neigung erglüh«, Deine Nähe, 0 gütiger Gott, läßt mich rasch von ihnen entfernen. 7. verabscheuen. — tzstzs &'£3 der Liebliche und Gütige, Gott. — Strenge. — ^nß’ erziehenbmt ist im Rabötntschen soviel wie Prttfche, Zuchtrute. — (Prügel?) Grtech. Pargellton. Welche Beziehimgen kann es zwifchm mir und Such geben, daß wir unter einer Fahne lagern sollten? Man verabscheut de» Schmutz und wälzt sich nicht darin. Wie süß ist eS diwegen, fich vom liebenden, gütig« Gott zu wmen, dosten Strenge wohlmetneme «estttnung , wie ein Vater seinen Sohn erzieht. 8. Mißte auch nach Zählung und Berechnung (das Exll) zu Snbe sein, und ist trotzdem Hetlm^^c Tochter meines Volkes ad tft noch nicht e« Hoffen» geworden. doch der Wesrnötnhalt de» Hoffen» auf ihn (Gott) ihr Stützpunkt in der Verbannung und der Seelentrieb inner« Liebe zum göttlichen Freunde «fuhr keine Schwächung. 9. von »v» unterbreiten. —' bJHön schwere Züchtigungdurchbohren, ocwon eme, aber auch auch im Sinne von jerus. mfl von pxp Nebenbedcumug mit der leißel, so häufig etgenüich ^abretßm", aram. 'jjp ^bestimmen", im Rabbin. häufig. . . Diesen Grundsatz suchte ich meinem Herz« zu unterbrellen, baß b« Fels (Gott), bevor « die verschiedenen LeidenSarten bestimmte, wen» auch noch so schwer die Schläge und schwer die ZüchttgNungen doch schon bereitet hatte das rechte Pflast«, dm paffenden Verband. 10. V'vp Amulett, geheimnisvoll wirkendes Schutzmittel, bas wngehängt wirbsuggestive Wirkung? (Mifchna Schabbos 6 2). nitprfe Geheimmittel (S. Talmud Sanhedrin, s. Mtschna im 10. Per., wo Vtlh als nichtjüdisch mit Strafe bedrohtauch Targum I. zu Genes. 11, 28 vrfr 7n*»K1 oder zu Exod 11, 7 pmprfc-) pttm eigentlich ^SalbmbehAter", metonymisch für Salbe, Heilmittel (gebräuchlich in d« Abkürzung ö'n, Futt«al) 1 Den umgehängten, erprobten Amulett« und dm hochgeschätzt« Geheimmitteln ist sein erprobte- und bewährtes Wort um unenblich diele Stuf« überleg«- « ist der geschickte Arzt, bet ihm find alle Handlung« wohl abgemmen, in sein«, Hand ist d« Arzneibehälter mit viäen Pfllastern. (rvnpfl s. Derem. 30,13.) 11. fÜCSWÖ verflocht«. — 'Atz mehr als ein ltamel trag« kann- TNYIN ist nach JesajaS 80, 6, der Kamelhöcker. — Bitte, von vtztz verlang«, fordern. — Mir ekelt vor mein«« Leben, in da» soviel Beschämung eingeflochtm, ertrage ich doch Schmach, ja Dich wieder in Milde. 12. Seine Augm sehm darauf, dm zu richten, der nur Raub wegschnappen will (— ließe fich auch anders umstell« —) aber Seine Weife ist es nicht, zuzulaff«, baß Seine Geschöpfe völlig untexgefi«; Seine Eigenschaft wandelt fich a«S Strenge zum Erbarmen, « verwundet und verbindet, verletzt und feine Hände hell« wird«. (HwvS, 18.) 13. Sr tut Wunder an Gesund« und Krank«- sein Erbarm« tft stets nahe und nicht wie Gras vergänglich. Mtt dem Mess« (mit dem « verwundet) legt er auch Pflast« zur Heilung auf und Wund« auf mmber tut «, m Allerbarmer. (Schemas rabb.) 14. nach Talm. Berach. 54. — ^tzg Haf«, Taün. Joma 33. — von nur Hosta 4,14 und Spr. Sal. 10, 8 und 10; züchtigenhier: die Schwach«, Krank«. Seine Geschöpft find vttpfltchtet zu dank« für die Gnade ihre» WoWiterSdie da daS Me« befahr« und allicklich im Haft» land«- die Wegverirrten, die « durch Wald und Feld auf rechttn Weg geführt; die Kranken, die er güheitt, die mtt föto«« Fesseln Belastet«, die er befreit. Anmerkung: DaS Wort ytz3 Haft» vielleicht Umkehrung von 7öS das im Griechisch« Haftn bedeutet. 15 und 1«. O2N1L von Strmgedie sie strmg behandeltm, Zwtngherr«. — tz'l.-s, Mehzahl von seiend- D'in D^StD also Hoffende. ■— lautverwanbt mtt öTTV rabbin. für stolz, selbstbewußt. verstehe und beachte dies, du Buge*, verständige«