Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 52 (1911)
- Issue
- Heft 48 (30.11.1911)
- Date
- 1911-11-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Ccfitf «. «r. 48 «w ZSwÄtt. >~v:y so RoveWer >.' '' tzi-- die ja auch die unständigen Lehrer beziehen, angesehen werden, wenn ihre Schulen bald aufgelöst würden. Die nächste Folge würde aber die sein, daß dann 3 unständige Lehrer ohne Verwendung daständen, in den Gemeinden Laudenbach, Archshofen, Ernsbach. Es existieren freiwillige israelitische Konfesstonsschulen in folgenden Gemeinden. Gemeinde 1. Edelfingen 2. Baifingen 3. Niederstetten 4. Möhringen 5. Creglingen 6. Laudenbach 7. Hohebach 8. Nordstetten 9. Sontheim 10. Michelbach a. L. 11. Ernsbach 12. Braunsbach 13. Olnhausen 14. Talheim 15. Freudenthal 16. Archshofen Seelen 100 190 122 97 104 60 80 Familien 24 40 28 35 30 17 20 80 95 45 86 90 82 72 52 15 28 17 22 20 16 20 17 ®emeinbe Schüler in den folgende n 6 Iahren 1911-1916 1. Edelfingen 2. Baifingen 3. Niederstetten 4. Mühringen 5. Creglingen 6. Laudenbach 7. Hohebach 8. Nordstetten 9. Sontheim 10. Michelbach a.L 11. Ernsbach 12. Braunsbach 13. Olnhausen 14. Talheim 15. Freudenthal 16. Archshofen*) 7, 6, 5, 5, 6, 4 12,14,14,16,17,22 7, 5, 5, 4, 6, 8 8, 7, 7, 5, 4, 4 8, 9, 9, 8, 8, 9 3, 2, 1, 1, 0, 0 12, 9, 8, 7, 7, 6 Staatsb eitrag Mk. 300 180 400 180 100 180 3, 3, 2, 2, 2, 1 6, 8, 7, 8, 7, 9 2, 2, 0, 0, 0, 0 8, 9, 8,10, 9,10 12,10,11, 9, 5, 6 10,10, 9, 9, 8, 8 4, 4. 3, 2, 2, 2 6. 5. 5 180 180 180 180 180 180 180 / •*/ °/ 4, 4 Mk. 2600 Sollte es Tatsache werden, was dem Vernehmen nach das hohe Ministerium projektiert, daß vom 1. April k. Js. sämtlichen Konfessionsschulen der Staatsbeitrag entzogen würde, wenn nicht zum mindesten 12 Schüler noch vorhanden seien, so würde damit das Todesurteil über sämtliche israelitischen Konsessionsschulen ausgesprochen werden mit der einzigen Ausnahma von Baisingen, das aber merkwürdiger Weise gar keinen Staatsbeitrag bezieht. Nicht weniger als 14 Schulen würden aus Sparsamkeitsgründen einfach vom Erdboden verschwinden zum Schaden der davon betroffenen israelitischen Familien und israelitischen Lehrer. Das ganze Württembergs Land würde dann nur noch 7 israelitische Lehrer aufweisen können (6 an Volksschulen und 1 an Konfessionsschulen). Sollten wirklich von einer Bevölkerungszahl von 12000 Israeliten nur 7 Personen sich als Lehrer im Lande betätigen können? Wäre damit nicht der Lehrerberuf unter den jüdiischen Staatsbürgern zum Tode verurteilt, und so den israelitischen Eltern ein ganzer Beruf für ihre Kinder, deren Berufswahl schon ohnedies keine zu große ist, verschlossen'. Möchte doch darum eine hohe Stelle geneigt sein, die oben genannte Zahl 6—8 für das Mindestmaß der Schülerzahl der jüditischen Konfessionsschulen gelten zu lasten. Es könnten sich sodann immerhin noch 9 Schulen halten: Edelfingen, Niederstetten, Mühringen, *) Nordstetten wurde tm vorigen Jahre bezw. noch 1909 aufgelöst, es wurde bloß deshalb noch milaufgeführt, weil die dortige Konfessionsschule zu Beginn des Etats für 1909/10, der dem Mtntsterialerlaß zu Grunde gelegt ist, noch bestand. BraunSbach ist die einzige isr. Gemeinde, die auch von der politischen OrtSgemeinde dort einen Beitrag (150 M.) zur KonfeffionSschme erhalt. — Edelfingen die einzige Gemeinde, die zur LehrerSWohnung einen Staatsbeitrag erhält (60 M., zusammen also 300 M.). Baifingen erhält keinen Beitrag, auch nicht die unständige Stelle Archshofen. Creglingen, Hohebach, Michelbach, Braunsbach, Olnhausen, Talheim, und statt 7 Lehrer könnten 16 ihren Beruf ausüben. Eine gesetzliche Handhabe dürfte sich hiezu etwa in dem Artikel 12, Absatz 2 des neuen Bolksschulgesetzes vom 17. August 1909 finden: „Wenn jedoch der benachbarte Ort über vier Kilometer entfernt oder der Weg dahin für das Leben oder die Gesundheit der Schüler gefährlich ist, so kann von dem Oberschulrat auch bei 15 Familien die Errichtung einer eigenen Schule angeordnet werden, deren Kosten nach den Bestimmungen des Art. 18 und 24 aufzubringen sind." Da sämtliche 9 hier genannten Orte weit von einander entfernt sind, so dürste die Bestimmung dieses Artikels hier anwendbar fein, wonach bet 15 Familien noch Schulen mit Staatsbeiträgen bestehen dürfen. Comspondenzen u. Nachrichten. ImtpirM MeUh. 3ftan&futf a. M., 28. Nov. Die gestern und heute hier stattgehabte Generalversammlung des „Verbandes Orthodoxer Rabbiner" war aus allen Teilen unseres Vaterlandes stark besucht. Die Verhandlungen währten zwei volle Tage und gestalteten sich sehr lebhaft und gehaltreich. Es referierten über „Die Lage der Orthodoxie" Herr Distriktsrabbiner Dr. R. Breuer-Aschaffenburg, über „Feuerbestattung" Herr Rabbiner Dr. Schiffer- Karlsruhe, über „die Erfahrungen bei der Wanderarmenfürsorge" Herr Provinzialrabbiner Dr. Cahn-Fulda, und endlich über die beabsichtigte Weltorganisation der gesetzestreuen Judenheit Herr Rabbiner Dr. Bondi-Mainz. Ausführlicher Bericht folgt. 27. November. Heute jahrte sich zum ersten Male der Todestag HirschHildesheimer's Aus diesem Anlässe hatte das Docenten-Kollegium des Rabbiner-Seminars die Initiative zur Veranstaltung einer Gedenkfeier am Grabe des Unvergeßlichen ergriffen und dazu alle seine Freunde, Schüler und ehemaligen Schüler eingeladen. Nach dem einleitenden Vortrag des TH? öfOö durch Oberkantor Dubowskt nahm Herr Dozent Dr. Eppen stein, der Nachfolger Hirsch Hildesheimer's im Seminar-Dozenten- Kollegium, das Wort, um in Anlehnung an das Eingangskapitel der nächsten Stdra die Wirksamkeit des Dahingeschiedenen an dem Seminar und für das Seminar, das Hauptwerk seines unvergeßlichen Vaters zu rühmen. Namens der ehemaligen Schüler gab Herr Rabb. Dr. Liebermann dem Schmerz, zugleich aber auch dem Trostgedanken Ausdruck, daß das Andenken Hirsch Hildesheimer's in seinem Wirten, das feinen Schülern ein einheitliches Ganzes fei, fortlebe und fortleben werde. Den Dank der Angehörigen, die mit der Gattin fast vollzählig erschienen waren, sprach Herr Dr. M. H ildesheimer aus und knüpfte daran Mahnworte an die Seinen, das ideale Erbe des Dahingeschiedenen zu wahren. Am Grabe sprach Herr Rektor Dr. Hoffmann das ^"vX-Gebet. — Aus diesem Anlässe ist, herausgegeben zu Gunsten einer Hirsch Hildesheimer-Stiftung, ein Gedenkbuch erschienen, das die Biographie, die Nekrologe, Trauerreden und die Grabstein-Inschrift enthält. Hieße«, 25. Nov. Nachdem die Stadtverordneten-BersamMlung den von der Großherzoglichen Provinzialdirektion vernulaßten und von der Israelitischen ReligioNs-Wesellschast angenommenen Vergleichs-Vorschlag in der Friedhofs-Angelegenheit abgelehnt hat, wird die „Israelitische ReligionsMesellschaft" hier ihre ursprüngliche Absicht, einen eigenen Friedhof Mzulegen, definitiv verwirklichen. Durch Minist erialv er fügung ist ihr das' Recht hierzu allen Anfechtungen der Gegner zum Trotz, zugestanden worden. Das Friedhofsgelände ist seitens der Gemeinde bereits erworben. Der in der „Frankfurter Zeitung" offenbar von interessierter Seite veröffentlichte Bericht entspricht nicht den Tatsachen und ist nach dem Obigen zu rektifizieren. d- Dortumnd, 26. November. Am 22. November fand hier die Generalversammlung des Vereins zurWahrun ad er r e l igiösen Interessen in Westfalen statt. Die Versammlung war aus allen Teilen Westfalens sehr gut besucht. Auch die Schwester- Vereinigung aus dem Rheinlande hatte ihren Rabbiner Herrn Dr. Wolf und das Vorstandsmitglied Herrn Kahn als Vertreter gesandt. Der Bericht des Vorstandes und des Rabbiners konstatterte mit Befriedigung den wetteren Anschluß einer Reihe von Synagogengemeinden und die erfreulichen Fortschritte in der Wirksamkeit des Vereins auf den religiösen und sozialen Gebieten des jüdischen Gemeindelebens. In einer Reihe von Gemeinden wurde Religionsunterricht neu eingerichtet, mehrere rotflptt wurden erbaut, der Verbesserung der Schechitaverhältniffe die wärmste Aufmerksamkeit zugewanbt und durch Vorträge religiöser und literarischer Art versucht, Verständnis für und für die reichen Schätze unserer Vergangenheit in weiteren Kreisen zu erwecken. In einem ausführlichen Referat beleuchtete sodann der Vereinsrabbiner HerrDr. B r a d e r die Lage der Kletngemeinden in Westfalen. Die darauf einsetzende lebhafte Diskussion zog eine Ruhe von Gegenwartsproblemen auf den Gebieten des Mischen Gemeindelebens in ihren Bereich. Wien, 14. November. Der k. k. n. ö. Landesschulrat versendet an die Direktionen aller Mittelschulen und an alle Bezirksschulräte folgendes Schreiben. „Mehrere jüdische Vereine haben dem Landesschulrate mttgetellt, daß der Erlaß des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht, mit welchem angeordnet wurde, daß bei der Verfassung der Stundenpläne auf das israelitische Gebot, am Sabbathe sich des Schreibens, Zeichnens, überhaupt der Handarbeit zu enthalten, tunlichst Rücksicht zu nehmen, und daß jeder direkte oder indirekte Zwang zur Uebertretung dieses Gebotes von Seite der Schule zu unterlassen ist, nicht überall beachtet wird, und daß es sich wiederholt ereignet, daß ein solcher ungesetzlicher Zwang, besonders in den unteren Klaffen der Volksschule geübt wird. Afft Rücksicht auf diese Eingabe wird der Direktion (dem Bezirksschulräte) der oben bezogene Mtnisterialerlaß zur genauen Darnachachtung in Erinnerung gebracht. Gleichzeittg haben die erwähnten Vereine eine Kurrende der israelitischen Kultusgemeinde Wien vom 15. November 1906, ad Z. 8438 hiehör mitgeteilt, wonach die mosaischen Reliaionslehrer angewiesen werden, den Schülern, dereu Eltern es wünschen, zu gestatten, beim hebräischen Lesen oder Uebersetzen den Kopf zu bedecken, und zu Beginn des Schuljahres vor Beginn des Unterrichtes die Schüler diesbezüglich zu befragen. Daran haben die Vereine die Bitte geknüpft, diese Di schul - en ml :w--q:« .wjPA.» v'ö. 38 N Al ein $ besuch gesan ' E Waat der l gescha hebrä stellen Elter Schn! 20 H trag lich Siche Lehrk' B der grünt ins entspr Lehi Vorm strebt, gewift des £ hören I Sonn statt, Berlii Reder h eb 1 Woch, B schüft der { Der! Aufm Wahr zu n jüdisö einige keiner zum, waltu Autor mischt Staa Einig zustre D Beifa ein emem mori es ir