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Der Israelit · 1911-10-19 · Heft 42 (19.10.1911) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
52 (1911)
Issue
Heft 42 (19.10.1911)
Date
1911-10-19
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Der JSMeltL f" ivumzufttzen wußte. Sr scheute keine Mühe, wo es nur aalt/ einem Menschen eftvm guten Dienst zu erweisen.' Ein gediegener Kenner dtS TawmdS unb des Wischen Schrifttums überhaupt, war er besonders in den thorakundigen ikretsen der hiesigen Judenheit überaus geschätzt, erfreute sich aber wegen feines bescheidenen unb liebreichen Wesens a l l g e m einer Beliebtheit. Er förderte u. a. die -Jüdische Lesehalle", wo er jeden Samstag biblische und talmudische Vorträge hielt. Mit Eifer betätigte er stch auch in der Kölner Misracht-Ortsgruppe. Die Beerdigung fand am 5. d Mts. in Urdenbach a. Rh. statt und mehrere Freunde, viele angesehene Mitglieder der hiestgen jüdischen Gemeinde und Rabbiner Dr. Carlebach gaben dem Heimgegangenen da« letzte Geleit. In einem tiefempfundenen Nachrufe schilderte Herr David W o l f f s o h n den Werdegang des Verblichenen,' mit dem er durch eine SSjährige Freundschaft ,verbunden war. Sodann hielt Herr Rabbiner Dr. Carlebach eine ergreifende.Ansprache, indem er daS Htnschetden Rubinfohns als den Verlust eines DDn beklagte. Alsfeld, 6,Oft. Am 1. Oktober trat Herr Sp t er, Kantor und ReligionSlehrer der jüdischen Gemeinde, nach 36*/, jähriger segensreicher Wirksamkeit in seiner hiesigen Gemeinde in den wohlverdienten Ruhestand. Die Gemeinde sieht mit lebhaftem Bedauern ihren sehr verehrten Lehrer und Führer scheiden, an welchem sie mit aufrichtiger Liebe und Hochachtung hing. Am vergangenen Samstag hielt Herr Spter nach dem MorgengotteSdtenst in der Synagoge eine ergreifende Ansprache an seine Gemeinde, in welcher er mit einem Rückblick auf seine hiesige Tätigkeit daS vorzügliche gegenseitige Einververnehmen zwischen Gemeinde unb ihm hervorhob unb versicherte, daß er seiner Gemeinde nie vergessen und in bestem Andenken behalten werde. Der erste Vorsteher erwiderte ihm mit Worten deS Dankes und der Anerkennung für fein segensreiches, ersprießliches Wirken, gab dem allgemeinen lebhaften Bedauern über sein Scheiden Ausdruck und versicherte ihn namens der Gemeinde eines bleibenden unvergänglichen und treuen Andenkens. Zu seinem'Abschiede hatten sich an der Bahn der Borstand sowie zahlreiche Mitglieder der Gemeinde und seine Schüler etngesunden, welche ihrem scheibendm Lehrer das Geleite gaben. Als Nachfolger für Herrn Spier ist Herr Lehrer Koschland zum Lehrer und Kantor der hiesigen Jsr. ReltgionSgemetnbe gewählt worden, der sein Amt bereits angetreten hat. Randegg, 16. Oft. Am Sonntag 'K feierten die Eheleute S. Bloch ihre Goldene Hochzeit. DaS treffliche Ehepaar, das sich noch vollkommener Rüstigkeit erfreut, war der Gegenstand vieler Glückwünsche, Aufmerksamkeiten und Ehrungen. Der Großh. Oberrat der JSraeliren ehrte daS Jubelpaar durch eine prächtig auSgeführte Mappe und mit einem Diplom. Der Großherzog sandte als Ehrung eine silberne Medaille. Ais Zeichen deS schönen Einvernehmens unter den Konfessionen sei heroorgehoben, daß der chrtchtltche Gesangverein, den unser Herr Lehrer Marx seit Jahren dirigiert, dem Greisenpaar eine Ovation in Form eines Ständchens brachte. Möchte dem Hochzeitspaare auch weiterhin ein schöner Lebensabend beschieden sein. SrjeSrsrke«. Tempelsrage. RaÄ dem'Religionsgesetze wohl, Entscheidung, eines Rabbiners. doch bedarf die Frage der I H. S. Dir Novelle war für uns nicht geeignet. E. i« Altona. Me Sie inzwischen gesehen Haben werden, war. unS bereits ein Nachruf von anderer Seite zugegangen. Besten Dank. Langjähriger Leser in A. Durch einen Nicht- Juden am gestattet. Uercinskalctsder. Verein Mekor Ehajiur. (BereinSlokal Langestraße 18.) Freitag, den 80. Oktbr., nach Schluß der Synagoge im Hörsaale Friedberger Anlage Nr. 5: Mikro-Bortrag des Herrn Emil Gottlieb. Abends Vs 9 Uhr, im BeretnSlokale: Zwanglose Zusammenkunft. Sonntag, den 22. Oft., abends 6 Uhr im Beretnslokale: Vorlesung des Herrn Dr. Joseph Breuer aus „Sefer Jtrmijohu". Jüdische Jrauenvereiniguua e. B. Samstag, den 21. Oktober, morgens 101], Uhr, bei Frau Adelheid Meyer, Hanauer Landstr. 36, H: „Lesezirkel für junge Mädchen." Der Lesezirkel findet regelmäßig jeden Samstag statt u»d wird weiterhin nicht mehr angezetgt werden. Sabbat - Anfang u. Ausgang jrtp ms 712V Bis Anfang •atu« Ausgang UhrlMin. 1911 5679 UhrlMin. 21. 29. »AmAmch«.«. 4 55 Oktbr. Tischri 6 10 Bern» .... — — 5 43 WUhiche» . . . — — 5 66 5 15 6 10 Shtttgart. . . 5 — 6 01 Bose» .... — — 5 58 RSr»her« . . 5 — 5 54 Ha«b«ru. . . — — 5 57 JamillennacbricbiCB, Geburten: Einen Sohn: Maram Levy (Posen Antwerpen. — Sallh Benjamin (Cassel) Cöln. — Dr. L. WarSzawski (Gutmann) Fürtb i. B. — Eine Tochter: Sally Cohn (Schwab) Nürnberg. — Joseph Hamburger (FlörSheimer) Alzenau. Verlebte: Else Mayer» Felix Mayer» Frankfurt a. M. — Rebecka Kah n, Dr. 5wlius Lorsch, Fulda-Cöln. — Rosa S chwab, Isidor Marx, Randegg. — Bella Cassel» Lehrer Iwan Möller» Cöln-Fulda. Vermtthlte: L. Pulv er» Marie geb. Klaus» Saarbrücken. Barmlswohfeier: Jsft, Sohn von G. Wert- Heim er, Hardheim (Bd0 — 31a ac, Sohn von Jacob D anier Frankfurt a. M.» Shnatzoge BSrrtePlatz. — Julius» Sohn von Mendel Schreiber» Frmckfurt a. M.» Symigoge der JSr. Religionsgesellschaft. — Samuel» Sobn von Abraham Saffra» Frankfurt a. M.» Synagoge der JSr. ReligionSge fellfchaft. Für den atetlomettteti iftMt stedaktton nuyt verant wörtlich; insbesondere ist eS ausschliesslich Sache der Leser» die im Reklameteil enthaltene« Empfehlungen ritueller Ware» oder sonstige «»gäbe» religiouSgesetz. lichen Lharatters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfe». Maschinenstrickerei Selma Voges Frankfurt am Main ♦ Hochstrasse 23. An- und Neustricken von Strümpfen mit bestem Material und billigen Preisen. 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Wie ganz anders leben wir heute? Wie viel unvernünftiger! Wir hocken Im Zimmer und untergraben unsere Gesundheit durch den Genuß schädlicher nervenerregender Getränke. Tie Ausrede, „daß dies unsere modernen Kulturverhältnisse so mit sich bringen", ist nur zum geringen Teil stichhaltig. Tie immer mehr zunehmende allgemeine Pflege des Sports im Sommer und Winter ermöglicht es jedem, bei einigermaßen gutem Willen jeden Tag mehrere Stunden im Freien zuzubringen, um seinen Körper zu stählen. Und für die nervenerregendeu Getränke findet nian z. B. in dem bekannten und gesunden Kathreinerschen Malzkasfce den denkbar besten Ersatz. L\ Be in oft kch fal ntbe oohl i »ielleic mterri elbst >en G steligi, verksr Fruchl leisteri die tr< Lrzieh begeist und ( die Hei die £ über 1 Mißhe leben, Not i ttmml Lehret stark bringe Ei günstt lehrer suchen tragen direkte dagegt stände liche \ zum < sie wi digkeii und! Zahle unwä« fließet So u nismc Anspt und l und X die A die imme Beste arbeb Rabb bester durch tritt, kV im Iuentinteü i«t die Redaktion nietat Teraitwortlleh; insbesondere ist es anssebllessüeivSactae der Leser, die l> Intaratenu jathiitanan Enpfshlangun rttneDerWaren oder mstifi Angaben rellgleisgesetzlieben Charakters anfltareZarerUlstlgkeitzi prüfen r Statt jeder besonderen Anzeige! J)ie ZTrauung unserer Rinder (16964 Johanna und Jsi findet Sonntag, 22. Oktober l1/* Ohr in der ■ ■ £oge Carl, jVlozartplatz -- — - statt und laden wir Höst. Verwandte, freunde und gekannte hierzu ein. Samuel Oppenheimer und prau Joseph Vohl/arth und f rau. J k_,_rt.' Louis Becker, Berlin N. 24 Oranienburgerstraase 90. (16422 »ältestes Geschäft unter Aufsicht der Jrael. Synagoge» - Gemeinde buw'' my empfiehlt Fleisch, Wurst, Aufschnittwaren u. Geflügel auch junge Gänse Eigene Fabrikation. zu den billigsten Preisen. Wtederverkäufer Rabatt. Tel. Amt III, 727. Aufruf I Ein DW K*V) 5*?B1D DSD -,'vbn |pi, um sein großes Vermögen durch Unglücksfalle gekommen» sehr notleidend und nicht im Stande» seine verlobte Tochter zu verehelichen, fleht dringend um Hilf,«. Mögen ihn edle Menschen in Betätigung der größten aller »1/2 fiDJ3!n vchviz xis'vv rmtv mit einer Spende unterstützen, und dieselbe Sr. Lhrw. Herrn Rabbiner Dr. Brauer in Fraukfurt am Mai« einsendm. 16969 Die glückliche Geburt einer Tochter beehren sich hocherfreut anzuzeigen Tally Cohn u. Frau Gell a geb. Schwab Nürnberg, Frauentormauer 42. Destellungen oder sonstigen DedarfsfSüen bitten wir unsere verehrt. Leser, stets die Inserenten unseres Dtattes zu berück sichtigen. Unentbehrlich für die Küche sind die neuen nur für die Fleisch - Küche hergest. uni. Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabb. DR. WOLF, Köln a. Rh. AD. GOLDSCHMIDT Berlin C 2, Neue Friedrichstr. 45 Vertretungen und Niederlagen werden Im ln- und Auslande errichtet. 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