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Der Israelit · 1911-10-19 · Heft 42 (19.10.1911) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
52 (1911)
Issue
Heft 42 (19.10.1911)
Date
1911-10-19
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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~ T 1*11 19. Oktober 1911. t NUN IB. Kalk. Bormittags 9 Uhr, im BereinSlokal 8*121 (2'NllL) t Herr Rabb.-Affeffor G. Posen. Nachmittags 4 Uhr tm BereinSlokal Kfäl (pfTfJD #DÖ)/ Herr Dr Joseph Breuer. Abends 6 Uhr, olle 14Tage (1. Bortrag 22. Okt.) tm BereinSlokal L'rr'22 Herr Dr. Joseph Bruer. Abends 6 Uhr, nach spezieller Ankündigung, im BereinSlokal 7N^V- Herr Rabb Dr- S. Breuer. Abends 6 Uhr, nach spezieller Ankündigung, tm BereinSlokal: Außerordentliche Borträge, — Montag, abends 98/4 Uhr, im BereinSlokal: nMP2/ Herr Rektor B. Falk. — Dienstag, morgens nach Schluß der Synagoge, im Sitzungssaal Fried berger Anlage: nitPÖ? Mttglteder-Lernen. Abends 8*/4 Uhr, tm BereinSlokal: 8^21 (D^HDS ,22)HerrRabb.- Afleflor G. Posen. — Mittwoch, morgens nach Schluß der Synagoge, tm Sitzungssaal Friedber er Anlage: H3tP2' Mitglieder-Lernen. Abends 8s/4 Uhr, im Vereinstokal: 8^21 '22)- Herr Dr. Joseph “"reuer. — Donnerstag, abends 8*/4 Uhr, im BereinSlokal (nach spezieller Ankündigung): Bereinigung. — Freitag abend, nach Schluß der Synagoge, im Hvrsaal Friedberger Anlage: 8“lp27 Mitgliedsr-Bortrag. Abends 8lla Uhr, im BereinSlokal: Zwanglose Zusammenkunft. — Samstag vormittag, nach Schluß der Synagoge, wenn daselbst Weber Predigt noch Bortrag gehalten wird, tm Hörsaal Friedberger Anlage: OTT/ Herr Rektor B. Falk. Mittags 12 Uhr, alle 14 Tage (1. Bortrag 28. Okt.), im Hörsaal Friedöerger Anlage: B'8'21 (b«12tP); Herr Prof.A. Wehl. Nachmittags 3 7, Uhr, tm BereinSlokal: fcnfö/* Herr M. Goldstein - daran anschließend: nn!2 n*?Sn* Außerdem besteht noch eine Anzahl Sonderschiu" r i m s, in welchen selbsttätiges Lernen in kleinerem Kreise gepflegt wird- Interessenten, die sich zu beteiligen wünschen, find höfl. gebeten, sich mir dem Borstand ins Benehmen zu setzen. Das Lesezimmer ist geöffnet: Samstag von 9 Uhr vormittags bis 10Uhr abends- Montag, Dieistag, Mittwoch und Donnerstag mittags 1—27, und abends 8—10 Uhr- Freitag abend von Beginn des Sabbats bis 10 Uhr, Samstag von 9 Uhr vormittags btS SaSbatauSgang. Im Lesezimmer find auch Kaffee und Erfrischungen erhältlich. Die Ausgabe von Büchern aus der Bibliothek findet Sonntag vormittag nach demSchlur — 10 Uhr — durch unseren Bibliothekar statt. Außerhalb der Bibliothekstunden werden Anmeldungen für Entleihung tm Bere ins lokale entgegengenommen und können alsdann die Bücher zwei Tage später bei dem Beretnsdtener abgeholt werden. ange- »nisten ausiratete erikas selbst mitten lauter haben, besäen [eit er. Jahre halten itstag 7o a n eizens Fami- Das i sehr t der dritte rer in er die te bei eferat i der nien, ) statt- : Berr geil düng!and- Präsieingeaktisch Serlage bereits ilnsache erhielt tellung rngsungen, schon . Der Oktober ssenthrozweiten »llschan tung sektiven * «ufr Bec- .mstadt : Stelle ion be- Kreisen iäblung ud en stabt gezählt, a von ch, 2,58 m oder ählung; 673 «oft Haupd tjahrscten zu ichloffeuch die l ange- -lands, : r e i n erhalbnagoge Rektor Frankfurt a. M., die Generalversammlung r u p p e unter dem 'Borfitz behl statt. DaS Referat Konferenz in Berlin mutter Der Redner führte die Misrachi'Fraktton nach der 4. Otthr. Gestern fand hier der hiesigen M i S r a ch t - des Herrn Profeffor A. über die M t s r a ch t - hielt Herr L. P e r l - aus: Während in Basel Kulturdermte energisch für die Trennung eintrat, beschloß in Berlin eine Maja rität von 8 Stimmen das Verbleiben in der Zionistischen Organtsatton. Dieser Unterschied erkläre sich aus der Sttuktur der beiden Konferenzen, über deren Verlauf der Referent in großen Zügen brtchtet. Dann bespricht er die Zukunftsmöglichkett des MiSrachi nach dem zehnten Kongreß. In seiner prinzipiellen Grundforderung sei der Mtsracht definitiv umerlegen. Ferner sei es ihm unmöglich, nach Annahme der Kultuircsolutton noch gefetzeStteue Mass.n für den Zionismus zu gewinnen. Als selbständige Organisation hätte er dagegen die Gesrtzestreuen für die Bestedelung Palästinas gewinnen und ein starkes Gegengewicht dem KultorztonismuS bieten können. Man habe m Berlin den geeigneten Moment verpaßt. Dem Referate folgte eine sehr bewegte Diskussion. Leopold Oppenheimer fragt, wie es möglich sei, daß Gaontm wie ReineS und Schmelkes fich z^m Verbleiben in der Organisation entschlüßen konnten. Max Speir fordert von jedem orthodoxen Juden, daß er die Thora höher stelle als das rein Nationale und protestiert gegen die Verletzungen des Gesetzes in Palästina. Dr. Braun ist energisch gegen den Austritt, der erst dann gegeben sei, wenn da« hebräische Gymnafium in Jaffa unter,rützt würde. (?> S o h l b e r g erklärt, nachdem das E. A. C. dem MiSrachi die Majorität in der Kulrurkommisfion geben wolle, müffe man bleiben. LoutS Kuhn polemisiert gegen die Vorredner und schildert den schweren Kampf, den der MiSrachi gegen den Kulturzionismus vergeblich geführt habe. Der Rationalfonds habe ja jetzt schon daS Gymnasium übernommen. I. Bamberger betont, daß es nicht Aufgabe der einzelnen MrSrachisten sei, die Piycho« logte einzelner Rabbiner zu erklären. Das sei Sache ihres eigenen Gewiffens. Dr. Feuchtwanger führt auS, daß die fünfjährige Arbeit des Mtsracht durch Schuld der zionistischen Leitung fruchtlos geblieben fct. Man müsse die Kraft, die innerhalb des Zionismus in unnützer Abwehrpolittk vergeudet werde, in pvfitive Arbeit umsetzen. Baruch Stern führt auS, daß das Ganze eine Frage des Vertrauens zu den Kulturellen sei. Er habe bas Vertrauen verloren. Schließlich erklärt der bisherige Sekretär I. Braun, daß das gesamte Zentralkomitee, die die Sache am besten kannten, mit wenigen Ausnahmen für die Trennung votiert hätte. ES wird darauf der Antrag, die MiSrachigruppe Frankfurt a. M. aufzulbfen, mit alen gegen vier Stimmen angenommen. Der Israel«. In beredten Worten gibt Herr Profeffor A. Wehl nochmals dem Schmerze Ausdruck, sich von einer Bewegung trennen zu müssen, für die man mit Begeffterung gearbeitet habe, solange dafür noch die geringste Möglichkett bestand, zeigt aber, daß Israels hohe Ideale andere seien alS die der heutigen zionistischen Bewegung und regt an, zwecks Erlernung der hebräischen Sprache und Pflege jüdischer geistiger Jntereffen in einer zwanglosen Vereinigung unter dem Namen „Tachkemoni" zusammenzubletben. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Frankfurt a. M , 16. Oktbr. Der „Verein zur Pflege jüdischen Wissens" niKSn D’TIPQ eröffnet« am 5. Oktober sein Wintersemester. Der Borsttzende Wilhelm Rosen begrüßte die Erschienenen und teilte mit, daß an Stelle der Herren Sänger und I e i d e l, welche geschäftlich verhindert find, ihre Tätigkeit dem Verein zu widmen, zwei neue Vorstandsmitglieder zu wählen find. Bet der darauf vorgenommenen Wahl wurden die Herren cand. phtl. Willy Müller und Isaak Weil gewählt. Der Borsttzende teilte hierauf unter anderem mit, daß für den kommenden Winter viele angesehene Redner für Borträge gewonnen wurden, sobaß der Beretn, wie in früheren Jahren, auch diesen Winter ein segensreiches Wirken zu entfalten in der Lage ist.?erro«a»ea. Rabbi Salomo« Ansbacher y^T- Nürnberg, i«. Okt. Am Borabend deS 2'niÜ2n DTV während die Gemeinde Adaß JtSroel zu Nürnberg in heißem Gebete im Gotteshause stand, jede Lippe in aufrichtigem Flehen für die Genesung deS erkrankten geliebten und kindlich verehrten Meisters fich regte, hob fich feine hetliglautere Seele vom irdischen Htnteden zu himmlischen Sphären. In die weihevoll gehobene Stimmung des heiligen Tages fiel die betrübende Kunde wie der Reif auf ein Blütenbeet und nur der Gedanke, baß des Heimgegangenen Sehnsucht, an diesem Tage dem höchsten Rufe folgen zu dürfen, Erfüllung gefunden, konnte die Wehmut lindern. Es würde dem schlichten, allem Lobe abholden Sinne des so schmerzlich Betrauerten y^s, der fich sein Leben lang mit dem Titel eines RabvinatSkandtdaten genügen ließ, obwohl seine umfaffende Gelehrsamkett auf talmudischem und profanem Gebiete ihres Gleichen in unserer Generation suchen konnte, schlecht entsprechen, wollte man seinen Tugenden das Lob öffentlich zollen, daS ihrem Träger gebührte. Nur in kurzen Umrissen sei darum sein Lebensbild gezeichnet, feinen Freunden und Mttlämpfern zur Genugtuung, den Jüngeren zur Aneiferung, feiner Familie zu treuem Gedenken. In BettShöchhetm bet Würzburg im Jahre 1848 geboren, lag feine Jugenderziehung in den Händen feines alS pHlC verehrten BaterS y^7 Schon in früher Jugend besuchte er die JflS'V der feiner Heimat R. S. B. Bamberger y^l, Würz bürg, und R. Jona Rofenbaum y^7- Sein eiserner Fleiß und die ihm bis an sem Lebensende zur Zierde gereichende, niemals zu erschütternde Beharrlichkett in der Erfüllung aller jnlSCÖ und auch der mtnuiiösesten 2'ini2 ließ ihn schon Damme unter seinen Genossen heroorragen. Ihre Krönung erfuhr seine Ausbildung jedoch aus der Etsenstädter von R. Esriel Hildesheimer y^j. Hier fand er einen Lehrer und Freund, der ihm als Vorbild und Lettstern durch sein ferneres Leben voranleuchtete, und als er als 20jähriger Jüngling Etsenstadt verließ, um seinen Unterhalt durch eigene Kraft als Hauslehrer zu/erwerben, befaß er außer einem alle talmudiichen Disziplinen beherrschenden Wissen eine sein ganzes Wes n erfüllende Freudigkeit für den erhabenen Lehrberuf eines Thorametsters, daß alle Ke eise, in die er eintrat. fich ihm willig öffneten. Hier rühmte man an ihm besonders seinen schlagfertigen fr effftcheren Witz, der in späteren Jahren im ganzen Bayernland sprichwörtlich werden sollte. In München zog eS dm bildungsdurstigen Jüngling zur Untversttät, wo ihn besonders daS Studium der Altertumswissenschaften fesselte. Die Einficht jedoch, daß ihm bet diesem Wissenszweig eine sichere Zukunft Nicht winken könne, veranlaßte ihn, fich als Reltgionslehrer und |7n zu betätigen. An mehreren Plätzen Bayerns und Württembergs wirkte er, gründete in Leuterhausen ein etgenls Haus an der Sette seiner ihn überlebenden Gattin, um bann tm Jahre 1874 nach Nürnberg, das seine eigentliche Heimat und Wirkungsstätte geworden ist, überzustedeln. Die Jüdische Gemeinde in Nürnberg, dte erst fett kurzer Zeit wieder bestand, war damals schon zu den Mode gewordenen Reformen übergegangen und nur wenige jüdische Familien hielten treu zum Angestammten. R. Salomon Ansbacher y^j erkannte, baß die aufblühende Handelsstadt ein Zentrum für die bayerische Judenheit zu werben versprach, er verließ eine gesicherte Stellung, um unter den kärglichsten Lebensbedingungen dte Begründung der Adaß Jisroel anzubahnen. Ueber 30 Jahre hat er auf diesem Posten ausgeharrt: einem knorrigen Eichbaum gleich, der nach des Pfalmtsten Bild feine Saugwurzein an den Waffern der Thora netzt, itand er feiner Gemeinde voran, ein fester Stamm, den )er Zeiten Stürme, wie scharf sie ihn und daS kleine Häuflein feiner Mitstreiter auch umbraustm, niemals auch No. 4L Sette 9 nur bmgen konnten. Sein Gebetvortrag hielt seine Gemeinde in echter HTfin vereint, fein lehrendes Wort wußte bis ttef ins verstockteste Herz zu dringen, aber vor allem das Borbttd seines gefemgten Charakters, sein in alter selbstverständlicher jüdischer GotteStreue geführtes Haus schufen n' 211!T712tf NN1N neuen Boden und Auferstehung an einem Platze, an dem echtjüdisches Leben zu ersterben schien. Da gabS keine Sorge des Einzelnen, kein ernstes Bezegnts der Bereinigung, für dte fein Ireusorgender Sinn nicht dm aus Erkenntnis fich bietenden AuSweg gefunden hätte. Er hatte dte Befrtediguno, den KretS der Adaß Jisroel stch weiten, hatte daS Glück, feine Kinder in seinem Geiste heranwachsen zu sehen, und je mehr er dem Tage fich näherte, der chm alS Lebensgrenze gesetzt sein sollte, desto mehr wuchs in ihm das Gefühl der Gottesnähe, die er in jedem Zeittetlchen, daS er durchleben durfte, fichtbarlich fich gegenwärtig hieltwie tm GtteShause an seinem 3V Jahre mit heiligsten Stimmungen betretenen Berpulte es chm entgrgenleuchtete, so zog ihm dte Allgrgenwart Gottes stets auch im Leben voran, erleuchtete seinen Geist und leitete chn zu allen Werken der Pflichterfüllung.' * * » Die fand in Georgensgmünd am 4. Oktober statt. Trotzdem die Kunde vom Ableben des allverehrten nur zu dem nächsten Kreis feiner Familie und Freunde gedrungen war, war die Beteiligung eine außerordentlich starke. Schüler hatten dem Lehrer in nächtlicher Fahrt daS Ehrengelette gegeben. An der Bahre schilderte der Amtsnachfolger des verewigten t>"2£7, Herr Rabbiner Dr. Klein, Nürnbergs namens der Gemeinde die Charakiergröße und bescheidene Selbstlofigkett des Rabbi ^r^7, die noch übertroffen wurde durch sein mustergültiges Pfltchtbewußtsetn. Ein fSDTT in der Gemetndesynagoge soll demnächst gehalten weroen. Rabbiner Dr. AnSbacher aus Heilbronn, als Sohn, bekiagte den Heimgang deS edlen BaterS, der in seiner Bescheidenh'tt seine Hflfi niemals veröffentlicht, seine f72I-Werke stets strengstens geheim gehalten habe. Die hmrerlaffenen Auszeichnungen legteer aus der Bahre nieder, damit fie den fn# zum geleiteten. Rabbiner Dr. Kohn aus AnSbach rief aus! „Wisset, wir begraben hier nicht eine einzelne Person, wir tragen ein ganzes Geschlrcht mtt diesem Großen zu Grabe, e»n Gefchlecht echter B'p'*WC, wie fie unsere Zett in unserem Land nicht mehr kennt!" Rabbiner Mannes erinnerte an dte unerschrockene Art, mit der Rabbi Salomon Ansbacher f'X7 zu allen Zetten gegen Neuerungen und Abänderungen gekämpft und nur den Maßstab der nflfl für alle -Verhältnisse als Wahrheit anerkannt habe. Nach dem pf n p*nSt bettete man dte sterblichen Reste deS f'2C7 p'NL an die Seite feines Jugendfreundes und Studtengenoffen R. Löv Wißmann yitf. Eine SlDÖ niin nöD wurde ihm ins Grab mttgegeven. .n"2aun Frankfurt a. M., 18. Okt. Am ni2D snj? wurde in S o d e n a. T. ein Mann zu Grabe getragen, der als ein wahrer B'VN p’*T& bezeichnet werden darf: Herr Jffor Josua Jsserlin. Einer hochangesehenen jüdischen Familie entstammend — er war ein Nachkomme der — bemühte er fich sein ganzes Leben, im Smne seiner großen Ahnen zu wirken und widmete fich von Jugend auf nur den drei Tugenden, die einen wahren Jehudt kennzeichnen, der n"ÖJl HTCr iTYin. Biele schwere SchtcksalSfchläge trafen ihn, doch stärkten diese nur sein unerschütterliches s1NV2 und selbst in den letzten Tagen, als dte schwere Erkrankung seinm Körper schon fast verzehrt hatte, trennte ihn Nichts Von feinem geliebten ni'2VQ, dos er alljährlich ganz durchlernen pflegte. Fast ipüchwörtlich war an der rufstschm Grenze — er hatte seinen Wohnsitz in P r o st k e n in Ostpr. — seine, man kann fast sagen, übertriebene Ehrlichkeit im GeschästSleben. Doch am bekanntesten ist R. Jffor Jfferltn wohl durch seine Tättgkett als geworden, denn ca. 7000 Kindern hat er das Siegel des Judentums aufgedrückt. Sobald in den Straßen Königsbergs dte tmpontermde Gestalt R. Jffors V'xt mit dem wallenden schneeweißen Barte auftauchte, wugle man schon, daß heute ein n “12 »st. Siein Geschäft, mochte es auch noch so dringend sein, konnte ibn von der Erfüllung dieser nilkv abhalten. Und sein Wohltätigkeusfinn kannte keine Grenzenmanch armer Jehudt wird bet Erhalt der Nachricht von dem Ableben dieses p'f¥ in Tränen ausbrechen, denn jeder Zett konnten stch dte armen, auSgewtesenen Glaubensgenossen an ihn wenden, er konnte niemandem ewe Bitte abfchlagen. Rach den Worten unserer Weisen ist es ein günstiges Zeichen, für einen Verstorbenen wenn an seiner Bahre nicht dte Trauerrede gehalten wird, dte ihm eigentlich gebüht. In kurzen Worten nur konnte an seiner Bahre des 2^2 wegen Herr Rabbiner Nobel der Berdtenste des Dahtngefchtedenen^"L7 gedenken. N"2DN . Köln, 16. Okt. Bon einem schweren Verlust ist unsere Gemeinde betroffen worden durch den plötzlichen Tod — infolge eines Unglücksfalles — deS Zahnarztes Dr. med. Leopold R u b i n f o h n. Der Verblichene, der allgemeines und jüdisches Wissen in fich vereinigte, zeichnete fich auch durch vornehme Gesinnung, Herzensgüte und Menschenfreundlichkeit auS, die er stets tn Tatm

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