Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 52 (1911)
- Issue
- Heft 39 (28.9.1911)
- Date
- 1911-09-28
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Allen, voran ist die Ierfekt muß man schnei dom lernen, erfektwird hei nns schneid, gelahrt erfekt nicht mit anderen Unter nehmen zu verwechseln erfekt schneidern lernt man Innerhalb L—S Monaten. Mäfliges Honorar. Annahme v. Schülerinnen — täglich — Frankiert a. M., Qaterweg 8 4 Landeshuter Leinen- und Gebild-Weberei F. V. Grünfeld König]., Grossherzogi. d. Fürstlicher Hoflieferant Berlin LiDiiimtnm n-L Erössli lisffall allirWflscheartikel fir in BmhiaA fliterdmi mm' . . Preisliste Hit AbbliAuigsB sswlo Isstes usskligs xi Dftistin. aesffl) Ucrdnskalcnder. Verein Mekor Chaiim. (Bereinslokal Langestraße 18.) SamStag, den 30. Sept., nachm. V,4 Uhr, im Hörsaale der Synagoge Friedverger Anlage Nr. 5: Mikro-Bortrag des Herrn Joseph Wohlfahrth. Verein zur Pflege jüdischen Wissens Tiferetv Bachurtm e. B. Sonntag, den s. Ott., 9 Uhr abends, in der Aula HermeSweg 25/37: Außerordentliche Hauptversammlung. Tagesordnung: Wahl zweier Vorstandsmitglieder. Wegen Raummangels info lge Anhäufung aktuellen Materials mußte .der Artikel „Sombartunddie In de n", sowie eine Reihe weiterer Beiträge für dienächstc Nummer zurückgestellt werden. Der Redlichkeit Lohn- Von K. L. (Schluß.) Ein Jahr war darüber hinweggegaugen, schwer und mühbeladen wie die anderen. Es war wieder Rosch haschonoh geworden, aber trauriger wie je. Die Mutter saß gebrochen in einer Ecke, und die Kinder hingen weinend an ihr. Vor acht Tagen hatten sie den Vater — mit noch mehr Bewohnern des Dorfes — weggeschleppt. Sie hatten den Roten Diether, den gefürchteten Räuber-Hauptmann im Spessart an die Soldaten verraten, die rhm auf der Spur waren, so daß er nur mit knapper Not ihnen entgehen konnte. Dafür wollte er Rache nehmen. Man wußte, der Rote Diether gibt keinen wieder lebend frei. Gefesselt hatte man sie in einer dunklen Höhle verborgen gehalten bis der Hauptmann selbst, der eben auf einem Raubzug begriffen war, zurückkam. Heute nun holte man sie aus ihrem Versteck hervor, und nun sollte kurzer Prozeß mit ihnen gemacht werden. Man stellte sie in einer Waldlichtung auf, die Hände auf den Rücken gebunden' ringsum im Kreis standen die Räuber und mit kurzem schneidenden Ton verkündete der Hauptmann das Urteil: „Knüpft sie auf!" Die Räuber griffen nach ihren Opfern. Da rief Diether plötzlich „Halt!" Einen Augenblick besann er sich wie geistesabwesend und dann rief er wie abgerissen: „Rühre keiner den Juden an!" Und zu Michel Wolf gewendet, sprach er mit bewegter Stimme: „Warst du's nicht, der mir zur Nacht Speise bot und ein Lager, als man mich von allen Türen wies im Sturm der Nacht? Damals wärs um mich geschehen gewesen, hättest du mich nicht in euer Stübchen geführt, wo sich mir eine geheimnisvolle Macht unwiderstehlich entgegenstellte. Umsonst verrät man den Diether nicht, aber noch weniger tut man ihm Gutes ungelohnt: Du bist frei! Die anderen aber — Männer tut Eure Schuldigkeit!" — Ader da hätte man den jüdischen Hausierer sehen sollen! — „Nein!" schrie er so furchtbar und entsetzlich, daß die rauhen Männer ringsum erschrocken inne hielten. „Willst du jene töten, so töte mich nur immer auch! Bedenke aber, daß ein Richter da droben sitzt, dev heute Nacht Gericht hält über die Erde! W!enn er mir mein Stückchen Brot so vergilt, das ich einem müden Wanderer gab, das dein. Dolch keine Gewalt über mich hat, Die muß er erst alle die Menschenleben im Buche seiner Gerech^- tigkeit verwahren!" Diether zuckte zusammen, Leichenblasse bedeckte sein Gesicht. Wundersame Zeichen und Buchstaben schienen sich ans dem Dunkel des Waldes loszulösen und mit gespensierischen Finger nach ihm zu greifen. Er kannte sie schon diese fürchterlichen Bilder und mußte die Augen schließen wie damals. Dann rief er seinen erstaunten Leuten zu: „Legt ihnen Binden an die Augen und führt sie aus dem Wald!" — Dem Michel Wolf aber reichte er einen Beutel, gefüllt mit Goldstücken. „Nehmt das," sagte er, „und gewährt mir nur das eine dafür: laßt mich heute Mend nochmals Euer Gast sein! Es ist das letzte Mal, daß ihr mich seht! -— " Es war um die Zeit, daß man Kiddusch machen sollte. Mit Aufgebot ihrer letzten Kraft hatte Miriam den Jomtof vorbereitet und den Tisch gedeckt, als ob er kommen Müßte, ihr geliebter Mann. Nun aber saß man davor und keiner war imstande, etwas anzurühren, vor Tränen und Jammer. Da klopfte es an der Flurtüre, Zweimal, dreimal. „Was Mag noch alles über uns kommen" stöhnte Miriam und wankte halb leblos hinaus, um zu öffnen. Da stand ihr Mann vor ihr, lebendig und gesund, freundlich lachend, wie sie ihn nie anders gesehen, und überwältigt von der übermächtigen Freude fiel sie ihm ohnmächtig in die Arme. Seinen Bemühungen gelang es mit Hilfe des Fremden bald, sie zum Leben zurückzurufen und während sie stumm schluchzend an seinem Halse hing, zeigte er mit verklärter Miene auf die Schrift über der Türe, welche die Worte enthielt: „Er schläft und schlummert nicht, der Hüter Jesroels." Dieser Rosch haschonoh-Abend ward der schönste in ihrem Leben. — Bald darauf ging das Gerücht, die Räuberbande des Roten Diether habe sich aufgelöst. Ihn selbst hatte man am Tage nach der Rückkehr der Dorfbewohner in einem tiefen Abgrund zerschmettert neben der Leiche seines Pferds gefunden. — War er abgestürzt? — Die ihn kannten allerdings, behaupteten, ein so kühner und vortrefflicher Reiter wie Diether könne nicht adstürzen. Ueber den hätte der Tod keine Macht, es sei denn, daß er sich ihm selbst in die Arme geworfen hätte. ffir ln iinntuMl ist dii Rnstiiofi ment Yimiwertiieh; lusüisonäsra ist es mschUessitcKSache der Leser, aieim msmmu jBthiitun EepfeMongim rituell» Vam oiir lontigt Anjaiw renrieaspsotzUcbeo Charakters anf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen Heine Grudeherde brennen Tag und Nacht, billigste Feuerung der Welt Verbrauch in 24 Staaten nur für ca. 10 Pf. Beste Samstagsöfen. Kataloge gratis und franko. J. 6. Lorey Sohn Nchf., Franltf urt a.M., Zeill 94, n.Hauptp, Unentbehrlich für die Küche sind die neuen -120. nur für die Fleisch - Küche hergest. mit. Aufsicht Sr. Ehrwörden Herrn Rabb. DR. WOLF, Köln a. Rh. AD. GOLDSCHMIDT Berlin C 2, Neue Friedrichstr. 45 Vertretungen und Niederlagen werden Im ln- und Auslande errichtet. Nachträglich eingegangene Wunsch-Enthebungen: SffttttiUe Leopold Heyruarm, Bad Neuenahr; Josef Btr«. daum, Fulda; Moses Auma«« «. Familie, Frankfurt a. M.; De. med. A. Rose«, thal «. Fra«, Bad Homburg; De. Aronsfeld. Kruschwitz. Würzburg» 26. Seht. 1911. Nathan Bamberger 16865 Distrikts-Rabbiner. Nur aus diesem Wege v"ru alle« Verwandten und Bekannte« 16877 Michel Levy u. Frau London. d"t» nnatzn to"n ids alle« Freunde« Und Bekannte«. Farn. A. Grünehaum Wfirnbnrs. Infolge eines Versehens ist bei der Veröffentlichung der Ablösungen der Correspondens zu Gunsten der Armen im Heiligen Laude nicht aufgeführt worden: 16872 Dr. Israel Noos «. Fra« Frankfurt a. M. TföloiftyPoi^un.. AVvA dlt'MMpp-cßt AM4WHOI&C jßoitu AwCcflnviaoctM**! (16728) 67